- Bitcoin bleibt bei 94.000 US-Dollar stehen und löst damit eine neue Welle von Verkaufsdruck aus.
- Nachdem die Rallye Anfang Januar an Schwung verloren hat, gibt es überall auf dem Markt Gewinnmitnahmen.
- Altcoins sind am stärksten betroffen, da Händler sich aus risikoreicheren Positionen zurückziehen.
- ETF-Abflüsse beschleunigen den Rückgang und verstärken den kurzfristigen Abwärtsdruck.
- Die Märkte gehen in eine Phase des Abwartens über, wobei die Konsolidierung vorerst den Ton angibt.
Kryptomarkt verzeichnet deutlichen Rückgang aufgrund von Gewinnmitnahmen und Ablehnung von Bitcoin
Der Kryptomarkt ist am 8. Januar 2026 stark eingebrochen, wobei die Gesamtmarktkapitalisierung um rund 2,6 % auf 3,16 Billionen US-Dollar gefallen ist. Der Rückgang folgte auf Gewinnmitnahmen nach einer starken Rallye Anfang Januar und der dritten Ablehnung von Bitcoin in der Widerstandszone von 94.000 bis 94.500 US-Dollar innerhalb von fünf Wochen.
Der Bitcoin-Kurs fiel an diesem Tag um rund 2 % und rutschte nach einem kurzen Handel über 94.400 USD wieder auf rund 89.989 USD zurück. Die Ablehnung löste breitere Verkäufe aus, da Händler ihre Gewinne aus einer 8-prozentigen Rallye zwischen dem 1. und 7. Januar mitnahmen.
ETF-Abflüsse und Liquidationen erhöhen den Druck
Die negative Stimmung wurde durch starke Abflüsse aus in den USA notierten Bitcoin-ETFs verstärkt, bei denen an einem einzigen Tag rund 486 Millionen US-Dollar aus dem Markt flossen. Das Ausmaß der Abflüsse weckte kurzfristige Liquiditätsbedenken und beschleunigte die Verkaufsdynamik.
An den Derivatemärkten wurden Krypto-Futures-Positionen im Wert von rund 465 Millionen Dollar liquidiert, was deutlich macht, wie stark die Hebelwirkung nach der jüngsten Rallye geworden war. Zwangsliquidationen verstärkten die Abwärtsvolatilität bei den wichtigsten Vermögenswerten.
Altcoins bleiben hinter den Erwartungen zurück, da die Risikobereitschaft nachlässt
Altcoins verzeichneten stärkere Verluste als Bitcoin, was eine Abkehr von risikoreicheren Anlagen widerspiegelt. Ethereum, XRP und Dogecoin gaben alle deutlich nach, wobei XRP um mehr als 6 % fiel, nachdem es sich nicht über dem Niveau von 2,28 USD halten konnte.
Die schwächere Performance deutet darauf hin, dass Händler der Kapitalerhaltung Vorrang einräumen, insbesondere angesichts der Unsicherheit hinsichtlich der makroökonomischen Bedingungen und der kurzfristigen Marktrichtung.
Makroökonomische Signale sorgen für vorsichtige Stimmung
Die traditionellen Märkte sendeten gemischte Signale aus, während die bevorstehenden US-Arbeitsmarktdaten weiterhin im Mittelpunkt stehen. Schwächere Konjunkturdaten könnten die Erwartungen hinsichtlich Zinssenkungen durch die US-Notenbank im Laufe des Jahres verstärken, was historisch gesehen risikoreiche Anlagen begünstigt.
Bis klarere makroökonomische Signale vorliegen, scheinen die Anleger zögerlich zu sein, aggressivere Positionen einzugehen, und bevorzugen kurzfristige Positionierungen gegenüber einer klaren Richtung.
Trotz des Rückgangs bleibt die allgemeine Marktstruktur intakt, solange Bitcoin die Unterstützungszone von 88.000 bis 90.000 US-Dollar hält. Viele Analysten sehen die aktuelle Entwicklung eher als Konsolidierung denn als Trendumkehr, vor allem angesichts der Geschwindigkeit der vorangegangenen Rally.
Wenn die Unterstützungsniveaus halten und sich die makroökonomischen Bedingungen verbessern, könnte sich der Markt stabilisieren und einen weiteren Aufwärtstrend versuchen. Ein anhaltender Durchbruch unterhalb der Unterstützung würde jedoch wahrscheinlich einen stärkeren Korrekturdruck nach sich ziehen.