Coinbase bereitet sich darauf vor, eine neue Front im Rennen um die On-Chain-Marktinfrastruktur zu eröffnen und plant, sowohl Prognosemärkte als auch tokenisierte Aktien auf seiner Plattform einzuführen.
Coinbase führt Prognosemärkte ein
Auf den Prognosemärkten können Nutzer/innen Kontrakte handeln, die sich auf reale Ereignisse beziehen, wobei die Kurse die Wahrscheinlichkeiten widerspiegeln, die von der Menge angenommen werden. Diese Märkte können Themen wie makroökonomische Daten, Zinsentscheidungen, Branchenmeilensteine und Krypto-Ereignisse abdecken, je nachdem, wie die endgültigen Regelwerke die Grenzen ziehen. Jeder Kontrakt wird auf der Grundlage eines überprüfbaren Ergebnisses abgerechnet, wodurch Fragen wie “Werden die Zinsen bei der nächsten Fed-Sitzung steigen?” zu handelbaren Instrumenten werden.
Von der Struktur her wird Coinbase diese Märkte wahrscheinlich eher wie regulierte Derivate als wie zufällige Wetten behandeln. Das bedeutet klare Ereignisdefinitionen, vorgegebene Abrechnungsquellen und strenge Kontrollen bei Manipulationen oder Insider-Themen. Die Nutzer/innen werden Orderbücher und PnL wie jeden anderen Markt sehen, aber hinter den Kulissen werden Rechtsteams und Compliance-Beauftragte daran arbeiten, dass die Produkte innerhalb des mit den US-Behörden vereinbarten regulatorischen Rahmens bleiben.
Die Wall Street geht durch Tokenized Stocks on-chain
Neben den Prognosemärkten plant Coinbase, tokenisierte Versionen traditioneller Aktien zu listen, um den Nutzern die Möglichkeit zu geben, sich an bekannten Tickern zu beteiligen, ohne die kryptonative Umgebung zu verlassen. Jeder Token soll einen Anteil repräsentieren, der mit einer zugrundeliegenden Aktie verbunden ist, die über einen Partner-Broker oder einen Infrastrukturanbieter verwahrt wird, wobei die Preisbildung während der Marktzeiten und möglicherweise in längeren Sitzungen 1:1 abgebildet wird.
Durch dieses Design wird die Coinbase-Schnittstelle zu einem Hybrid: Krypto-Wallet auf der einen Seite, aktienähnliche Engagements auf der anderen, die beide über dasselbe Konto abgewickelt werden. Für Nutzer/innen in Regionen mit eingeschränktem Zugang zum Brokerage können tokenisierte Aktien als Brücke zu Namen dienen, die normalerweise hinter lokalen Kapitalkontrollen oder Papierkram stecken. Für Nutzer in den USA liegt der Reiz eher in den 24/7-Märkten, der nahtlosen Besicherung und der Möglichkeit, sowohl Kryptowährungen als auch Aktien in einheitlichen Portfolios zu parken.
Die Strategie ist nicht ohne Risiko. Die Prognosemärkte bewegen sich in der Nähe regulatorischer Debatten über Glücksspiele, Eventkontrakte und die Frage, was die Regulierungsbehörden als “Glücksspiel” und nicht als Absicherung definieren. Tokenisierte Aktien werfen schwierige Fragen zu Verwahrungsketten, Stimmrechten, steuerlicher Behandlung und der Frage auf, wie Ausfälle oder Stillstände in den zugrunde liegenden Märkten auf die Token durchschlagen. Coinbase braucht klare Angaben und robuste Systeme, um nicht das nächste abschreckende Beispiel für das Experimentieren mit Marktstrukturen zu werden.
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