Die Britische Finanzmarktaufsichtsbehörde FCA hat am gestrigen Dienstag ein Statement veröffentlicht, welches den Handel mit Kryptowährungen betrifft. Konkret geht es um neue Regeln, in denen der Derivatehandel von Kryptowährungen für Privatinvestoren in dem Vereinten Königreich von Großbritannien und Nordirland verboten wird.

Welche Gründe die britische Financial Conducty Authority für den Krypto-Ban im Derivatehandel nennt, schauen wir uns in diesem Artikel an.

FCA verbietet Derivatehandel für Kryptowährungen

Die Basis unseres Artikels ist ein von der FCA veröffentlichter Pressebericht. Das Statement der britischen Aufsichtsbehörde trägt bereits den selbsterklärenden Namen „FCA verbannt den Verkauf von Krypto-Derivaten für Privatinvestoren“.

Die Aufsichtsbehörde nennt klare Gründe für das Verbot. So sei diese Art von Produkten für die Öffentlichkeit nicht geeignet. Produkte dieser Art erzeugen, so die FCA, Schaden beim Endkunden.

Krypto-Derivate sind schlecht für Privatkunden aufgrund des Schadenpotenzials, das sie mit sich bringen.

Genauer geht es um fehlende Transparenz sowie kriminelle Aktivitäten. Nach den Aussagen der FCA fehle es vielen Privatkunden schlicht und ergreifend am den notwendigen Verständnis, um solche Produkte zu nutzen. Aufgrund der hohen Preisvolatilität von Kryptowährungen resultiere dies häufig im Totalverlust von Anlegern.

Sheldon Mills, der federführend bei der FCA arbeitet, wird dabei wie folgt zitiert:

Dieses Verbot zeigt, wie ernst wir das Schadenspotenzial solcher Produkte für Privatkunden sehen. Der Schutz der Anleger hat hierbei unsere oberste Priorität.

Auswirkungen des Verbots von Derivaten auf Kryptowährungen

Am 06. Januar 2021 soll das Verbot dann wirksam werden. Ab diesem Zeitpunkt wird der Krypto-Ban im Derivatebereich den „Verkauf, das Marketing und die Verteilung“ von jeglichen Derivaten untersagen. Desweiteren sind so genannte Exchange-Traded Notes, kurz ETNs, betroffen.

Die FCA nennt in ihrem Bericht außerdem eine interessante Zahl: £53 Millionen Pfund sollen Privatanleger durch das Verbot und somit das „Wegfallen der Gefahr“ sparen bzw. nicht verlieren.

Wie ist deine Meinung zu einem Verbot von Derivaten für Kryptowährungen? Glaubst du an die Mündigkeit eines jeden Individuums oder erachtest du Eingriffe der Aufsichtsbehörde als sinnvoll, um Privatkunden zu schützen?

[Bildquelle: Shutterstock]

Daniel Wenz
Autor
Daniel ist 24, hat einen Bachelor of Science als Wirtschaftsingenieur und ist als Content Creator bei Cryptomonday tätig. Seit 2014 ist er aktiv im Krypto-Sektor unterwegs. Dass es dazu kam, hat er einer Vorlesung zu verdanken, in der über das disruptive Potenzial der Blockchain unterrichtet wurde. Seine Interessen umfassen die Technik und das breite Anwendungsgebiet der Technologie – nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Gesellschaft. Um den Zugang zu diesen komplexen Themen zu erleichtern, hat er selbst ein kleines Startup gegründet. Er beschäftigt sich mit der Verbreitung von BTC-Automaten in Deutschland und wirkte maßgeblich an Videos und Büchern mit.