Nvidia hat damit begonnen, seine neuen Vera-Zentralprozessoren bei chinesischen Kunden zu bewerben, und gibt an, dass diese bereits im August auf den Markt kommen könnten. Das Unternehmen hat seinen Kunden außerdem mitgeteilt, dass sie ab sofort Bestellungen für die Chips aufgeben können.
Nvidia hat Vera als seine erste eigenständige CPU für KI-Rechenzentren und autonome KI-Systeme entwickelt, nicht nur als Hilfs-Chip. Die Ingenieure haben den Prozessor so konzipiert, dass er wichtige Rechenaufgaben für KI-Agenten übernimmt, die viele Operationen selbstständig ausführen müssen. Auf der Computex erklärte Nvidia, dass Vera bis zu 1,8-mal so leistungsfähig ist wie führende x86-Serverchips.
Vera ist bereits in voller Produktion, sagten Quellen, die mit Reuters sprachen. Nvidia präsentiert das Gerät als Teil eines größeren KI-Rechenzentrums-Stacks, der seine GPUs, Netzwerkausrüstung und Softwareplattformen umfasst. CEO Jensen Huang kündigte Anfang des Jahres an, dass große weltweite Kunden wie Anthropic, OpenAI und SpaceX zu den ersten großen Anwendern gehören werden.
Wie chinesische Kunden Vera nutzen wollen
Nvidias Marktanteil bei fortschrittlicher KI-Hardware in China ist aufgrund von US-Exportkontrollen und Chinas Vorstoß für lokale Chips stark gesunken. Nun sieht das Unternehmen Vera als eine Möglichkeit, einen Teil des Geschäfts in dem Land wieder aufzubauen und dabei weiterhin die US-Vorschriften einzuhalten, teilten Quellen Reuters mit.
Laut einer Quelle plant ein großer chinesischer Cloud-Anbieter, mehr als 300 Server zu bestellen, jeder mit zwei Vera-CPUs. Zunächst wollen chinesische Kunden diese Chips nur in Rechenzentren im Ausland zu Testzwecken einsetzen, nicht auf dem chinesischen Festland, sagte eine andere Person. Diese Unternehmen werden dann über größere Bestellungen entscheiden, nachdem sie gesehen haben, wie sich Vera bei realen Arbeitslasten bewährt.
Die Ingenieure haben den Prozessor so konzipiert, dass er wichtige Rechenaufgaben für KI-Agenten bewältigt, die viele Operationen selbstständig ausführen müssen. Der Zeitplan könnte sich aufgrund von Exportlizenzprüfungen und sich ändernder Nachfrage noch verschieben, wie frühere Erfahrungen mit H200-Verkäufen nach China gezeigt haben.
Aber wenn Nvidia jetzt Bestellungen entgegennimmt, hat das Unternehmen Zeit, die Produktion vorzubereiten, und chinesischen Kunden wird der Weg zu neuer KI-Hardware erleichtert. Wenn die Vera-Tests gut laufen, könnten diese CPUs eine entscheidende Komponente der KI-Rechenzentren der nächsten Generation auf beiden Seiten des Pazifiks werden.
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