Drei Tochterunternehmen von Samsung starten einen gemeinsamen Vorstoß in den koreanischen Markt für digitale Vermögenswerte. Samsung Securities, Samsung SDS und Samsung Card haben vereinbart, gemeinsam einen Anteil von 4 Prozent an Dunamu zu erwerben, dem Betreiber von Upbit, Koreas größter Kryptobörse. Die Unternehmen werden rund 1,39 Millionen Aktien von Dunamu von Tochtergesellschaften von Kakao für 612,8 Milliarden Won (408 Millionen US-Dollar) kaufen.
Samsung SDS und Samsung Card werden jeweils 1 Prozent halten, Samsung Securities 2 Prozent. Die Unternehmen bezeichneten den Kauf als strategische Investition, um neue Geschäftsmöglichkeiten in einer Branche zu erschließen, die sich über den reinen Kryptohandel hinaus entwickelt. Sie gaben an, mit Dunamu in Bereichen wie Security Tokens, Dienstleistungen für virtuelle Vermögenswerte und Blockchain-basiertem Bankwesen zusammenarbeiten zu wollen.
Stablecoins, tokenisierte Wertpapiere und Zahlungen im Fokus
Samsung Securities will seine Zusammenarbeit mit Dunamu bei der Ausgabe und dem Vertrieb von tokenisierten Wertpapieren (sogenannten Security Token Offerings) sowie bei umfassenderen Dienstleistungen rund um digitale Vermögenswerte vertiefen. Das Brokerhaus spielt bereits eine Rolle auf Koreas noch jungem STO-Markt, und die Beteiligung an Dunamu bringt es näher an die größte Krypto-Börse des Landes für Privatkunden heran.
Samsung Card hat unterdessen Interesse daran bekundet, ein Zahlungsökosystem aufzubauen, das digitale Vermögenswerte nutzt, sofern die Regulierungsbehörden Won-basierte Stablecoins genehmigen. Der Emittent hat geprüft, die Infrastruktur von Dunamu mit Monimo, der Super-App von Samsung Financial Networks, zu verknüpfen, damit künftige Stablecoin-Zahlungen über bestehende Verbraucherkanäle abgewickelt werden können. Diese Strategie spiegelt die Schritte großer koreanischer Banken wider, die derzeit an den Won gekoppelte Coins sowohl für inländische als auch für grenzüberschreitende Zahlungen testen.
Von Samsung SDS wird erwartet, dass es seine Unternehmenstechnologie und sein Blockchain-Know-how in die Allianz einbringt. Vor kurzem erhielt der IT-Dienstleistungszweig den Zuschlag für den Aufbau der neuen Blockchain-Plattform der Korea Securities Depository, die bis Februar 2027 in Betrieb gehen soll. Zusammen könnten diese Rolle und die neue Verbindung zu Dunamu tokenisierte Wertpapiere, Handel und Abwicklung auf einer gemeinsamen Infrastruktur miteinander verbinden.
Der Deal mit Dunamu kommt zu einer Zeit, in der Koreas große Finanzkonzerne und Tech-Giganten sich eilig auf die kommenden Stablecoin-Vorschriften vorbereiten. Banken wie KB, Shinhan, Hana und Woori testen bereits an den Won gekoppelte Coins und bauen Zahlungssysteme mit Partnern wie Naver, Kakao und Samsung Electronics auf. Durch die direkte Beteiligung am Handels- und Börsenbetreiber des Landes signalisieren die Finanz- und IT-Sparten von Samsung, dass sie davon ausgehen, dass Stablecoins, tokenisierte Vermögenswerte und kryptobasierte Zahlungen eher früher als später in das koreanische Mainstream-Finanzsystem Einzug halten werden.
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