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Südkorea bestätigt ab 2027 eine Steuer von 22 % auf Gewinne aus virtuellen Vermögenswerten

Simon Simba
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Simon Simba
Simon ist ein Autor mit fünf Jahren Erfahrung in den Bereichen Kryptowährungen und iGaming. Derzeit arbeitet er als freiberuflicher Autor bei CryptoMonday, wo er sich darauf konzentriert, tägliche Entwicklungen im Kryptobereich für die Leser verständlich zu machen. Er entdeckte Kryptowährungen im Jahr 2022, als er Artikel über NFTs für eine Nachrichtenwebsite in den USA schrieb, und hat seitdem für zwei weitere internationale NFT-Projekte sowie eine Web3-Gaming-Agentur geschrieben.
Aktualisiert: 08. May 2026

Südkorea hat bestätigt, dass es Gewinne aus virtuellen Vermögenswerten ab dem 1. Januar 2027 mit 22 % besteuern wird. Der Plan beendet jahrelange Verzögerungen und Debatten darüber, wie Krypto-Einkünfte im Land besteuert werden sollen.

Was die 22-prozentige Krypto-Steuer abdeckt

Das Ministerium für Wirtschaft und Finanzen erklärt, dass Einkünfte aus der Übertragung oder Verleihung virtueller Vermögenswerte als „sonstige Einkünfte“ gelten. Darauf fallen eine nationale Einkommensteuer von 20 % sowie eine lokale Einkommensteuer von 2 % an, was einen Gesamtsteuersatz von 22 % ergibt. Die Regelung gilt für Gewinne aus Vermögenswerten wie Bitcoin, Ether und anderen börsennotierten Token.

Die Steuer gilt nur für Jahresgewinne über 2,5 Millionen koreanische Won, was etwa 1.800 bis 1.900 Dollar entspricht. Investoren zahlen 22 % nur auf den Teil ihrer Gewinne, der diesen Schwellenwert übersteigt. Laut Behörden soll diese Regelung kleine oder gelegentliche Händler schonen, während größere, regelmäßige Marktteilnehmer weiterhin besteuert werden.

Das Gesetz umfasst auch Erträge aus der Verleihung oder Vermietung virtueller Vermögenswerte, nicht nur einfache Kauf- und Verkaufstransaktionen. Das bedeutet, dass Erträge aus einigen zentralisierten Kreditprodukten und bestimmten strukturierten Vereinbarungen unter die neuen Vorschriften fallen könnten.

Zeitplan, Durchsetzungspläne und politische Debatte

Die nationale Steuerbehörde hat bereits damit begonnen, Systeme für die neue Steuer aufzubauen. Sie bereitet ein Berichts- und Nachverfolgungssystem vor, das Daten von großen lokalen Börsen wie Upbit, Bithumb, Coinone, Korbit und Gopax abruft. Die ersten Steuererklärungen für Kryptowährungen sind im Mai 2028 für Einkünfte aus dem Jahr 2027 fällig.

Um die Durchsetzung zu unterstützen, investiert die südkoreanische Steuerbehörde in spezielle Software und Datentools, darunter KI-Systeme, um Transaktionsströme zu überwachen. Außerdem arbeitet sie an detaillierten Leitlinien, wie Anleger ihre Gewinne berechnen und melden sollen. Es wird erwartet, dass rund 13,26 Millionen Menschen unter die neuen Steuerregeln für virtuelle Vermögenswerte fallen werden.

Dieser Schritt erfolgt, obwohl einige Abgeordnete versucht haben, die Steuer zu blockieren oder zu verzögern. Die regierende People Power Party hat kürzlich einen Gesetzentwurf zur Abschaffung des Plans vorangetrieben und argumentiert, dass Kryptowährungen nicht strenger behandelt werden sollten als Aktieninvestitionen. Das Finanzministerium hat nun jedoch klar erklärt, dass die Einführung im Januar 2027 wie geplant stattfinden wird.

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Simon Simba
Simon ist ein Autor mit fünf Jahren Erfahrung in den Bereichen Kryptowährungen und iGaming. Derzeit arbeitet er als freiberuflicher Autor bei CryptoMonday, wo er sich darauf konzentriert, tägliche Entwicklungen im Kryptobereich für die Leser verständlich zu machen. Er entdeckte Kryptowährungen im Jahr 2022, als er Artikel über NFTs für eine Nachrichtenwebsite in den USA schrieb, und hat seitdem für zwei weitere internationale NFT-Projekte sowie eine Web3-Gaming-Agentur geschrieben.