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Justizministerium: Mutmaßlicher „Uranium Finance“-Hacker gab 54 Millionen Dollar für Pokémon-Karten und Mondartefakte aus

Simon Simba
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Simon Simba
Simon ist ein Autor mit fünf Jahren Erfahrung in den Bereichen Kryptowährungen und iGaming. Derzeit arbeitet er als freiberuflicher Autor bei CryptoMonday, wo er sich darauf konzentriert, tägliche Entwicklungen im Kryptobereich für die Leser verständlich zu machen. Er entdeckte Kryptowährungen im Jahr 2022, als er Artikel über NFTs für eine Nachrichtenwebsite in den USA schrieb, und hat seitdem für zwei weitere internationale NFT-Projekte sowie eine Web3-Gaming-Agentur geschrieben.
Aktualisiert: 01. April 2026

Laut US-Staatsanwaltschaft hat ein Mann aus Maryland mehrere zehn Millionen Dollar von der DeFi-Plattform Uranium Finance gestohlen und einen Großteil davon für seltene Sammlerstücke wie Pokémon-Karten und Dinge rund um den Mond ausgegeben. Der Southern District of New York hat ein Gerichtsdokument veröffentlicht, in dem der 36-jährige Jonathan Spalletta als der Hacker genannt wird, der 2021 über 54 Millionen Dollar aus dem Binance Smart Chain-Protokoll gestohlen hat.

Spalletta wird wegen Überweisungsbetrugs, Computerbetrugs und Geldwäsche angeklagt. Den Behörden zufolge drohen ihm bis zu 30 Jahre Haft, sollte er für schuldig befunden werden. US-Ermittler stützten den Fall auf eine Operation aus dem Jahr 2025, bei der sie Kryptowährungen im Wert von etwa 31 Millionen Dollar beschlagnahmten, die mit demselben Angriff in Verbindung standen.

So funktionierte der DeFi-Exploit

Uranium Finance betrieb vor dem Angriff einen automatisierten Market Maker für Token-Swaps und Yield Farming. Die Staatsanwaltschaft sagt, Spalletta habe im April 2021 Fehler im Smart Contract ausgenutzt, indem er zunächst die Belohnungslogik manipulierte und dann einen separaten Rechenfehler ausnutzte, der die Salden falsch berechnete, wodurch er Gelder aus dem Liquiditätspool abziehen konnte.

Berichten zufolge beliefen sich die Verluste auf etwa 50 Millionen Dollar bei dem Hauptangriff am 28. April und auf rund 4 Millionen Dollar bei einem damit verbundenen Vorfall. Das Projekt wurde bald darauf unter Verweis auf „kritische Schwachstellen“ eingestellt, wodurch viele Nutzer unwiederbringliche Verluste erlitten.

Die Ermittler behaupten, der Angreifer habe Gelder gewaschen, indem er Token in Ether umtauschte, sie über Tornado Cash leitete und dann über Börsen und Händler auszahlen ließ. In einer in den Unterlagen zitierten Nachricht prahlte Spalletta angeblich: „Ich habe einen Krypto-Raub begangen … Krypto ist sowieso alles gefälschtes Internetgeld.“

Pokémon-Karten, antike Münzen und ein Mondartefakt

Spalletta verwandelte einen Großteil des Geldes in echte Sammlerstücke, anstatt es einfach in der Blockchain zu verstecken. Laut Gerichtsunterlagen kaufte er eine „Black Lotus“-Karte von „Magic: The Gathering“ im Wert von etwa 500.000 Dollar, achtzehn versiegelte „Alpha“-Boosterpacks im Wert von etwa 1,5 Millionen Dollar und mehrere Pokémon-Sets der ersten Auflage im Wert von über 1 Million Dollar.

Er soll angeblich mehr als 601.500 Dollar für eine seltene römische „Eid Mar“-Münze bezahlt haben, die an den Tod von Julius Cäsar erinnert, sowie für andere numismatische Gegenstände. In der Anklageschrift ist auch von einem „Mondartefakt“ die Rede, das Astronaut Neil Armstrong mit Apollo 11 zum Mond gebracht hat. Zeugen sagen, es handele sich um Stoff vom ersten Flugzeug der Gebrüder Wright.

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Mitwirkende

Simon Simba
Simon ist ein Autor mit fünf Jahren Erfahrung in den Bereichen Kryptowährungen und iGaming. Derzeit arbeitet er als freiberuflicher Autor bei CryptoMonday, wo er sich darauf konzentriert, tägliche Entwicklungen im Kryptobereich für die Leser verständlich zu machen. Er entdeckte Kryptowährungen im Jahr 2022, als er Artikel über NFTs für eine Nachrichtenwebsite in den USA schrieb, und hat seitdem für zwei weitere internationale NFT-Projekte sowie eine Web3-Gaming-Agentur geschrieben.