Senatorin Elizabeth Warren hat an Beast Industries geschrieben, das von der YouTube-Persönlichkeit Jimmy „MrBeast“ Donaldson gegründete Unternehmen, und fordert Antworten zu „Step“, einer auf Teenager ausgerichteten Finanz-App, die das Unternehmen im März übernommen hat.
Warren richtet ihren Brief an Donaldson als Gründer und CEO und gibt Beast Industries bis zum 3. April Zeit, um eine Reihe von Fragen zu den zukünftigen Funktionen der App, ihrer regulatorischen Vergangenheit und ihren aktuellen Bankvereinbarungen zu beantworten.
Die Anfrage spiegelt die wachsende Besorgnis des Kongresses über die Schnittstelle zwischen jugendorientierten Medienmarken und Finanzprodukten für Verbraucher wider.
Warren’s Brief an Beast IndustriesKrypto für Teenager unter der Lupe
Step vermarktete sich zuvor als erste Plattform, auf der Teenager mit elterlicher Zustimmung Bitcoin kaufen können. Warren wies darauf hin, dass frühere Werbeaktionen der App Nutzer unter 18 Jahren dazu ermutigten, digitale Token zu kaufen und diese für NFT-Käufe zu verwenden – eine Vermarktung, die sie als „ernsthafte Probleme hinsichtlich der Wertpapierregulierung und des Verbraucherschutzes“ bezeichnete, insbesondere angesichts der Zielgruppe.
Step hatte daraufhin Risikohinweise hinzugefügt, in denen darauf hingewiesen wurde, dass alternative Kryptowährungen „extrem, extrem, extrem“ riskant seien und dass NFTs ein erhebliches Risiko für weit verbreiteten Betrug bergen. In ihrem Brief fragt Warren direkt, ob Beast Industries plant, nach der Übernahme wieder Krypto- oder NFT-Funktionen einzuführen.
Die Geschichte der Evolve Bank verstärkt die Bedenken
Warren befragte das Unternehmen zudem intensiv zu seiner Wahl von Evolve Bank and Trust als Bankpartner von Step. In ihrem Brief verwies sie auf ein Urteil eines Bundesgerichts, wonach Evolve den gescheiterten Fintech-Vermittler Synapse „erheblich beeinträchtigt“ habe, was zu Einlegerverlusten in Höhe von schätzungsweise 60 bis 96 Millionen Dollar geführt habe.
Sie wies zudem darauf hin, dass die Federal Reserve im Jahr 2024 eine Einverständniserklärung gegen Evolve erlassen habe und dass die Bank im selben Jahr einen erheblichen Datenverstoß erlitten habe. Warren bat Beast, den vollen Umfang seiner aktuellen Bankpartnerschaften zu bestätigen und zu klären, ob Step-Nutzer aufgrund dieser Beziehungen Einschränkungen beim Kontozugriff oder verzögerte Auszahlungen hinnehmen müssen.
In einer Stellungnahme gegenüber Business Insider sagte Warren, dass Unternehmen, die sich aufgrund ihres medialen Einflusses dazu entschließen, Finanzdienstleistungen anzubieten, dies „sorgfältig und rechtmäßig“ tun müssen, und fügte hinzu, dass junge Nutzer diesen Plattformen echtes Vertrauen und echtes Geld anvertrauen.
Beast Industries hat öffentlich nicht auf den Brief reagiert. Die Frist am 3. April wird einen ersten Hinweis darauf geben, wie das Unternehmen mit der behördlichen Kontrolle umgehen will, während es in den Finanzdienstleistungsbereich expandiert.
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