Senatorin Elizabeth Warren hat das US-Finanzministerium und die US-Notenbank gebeten, klar zu sagen, dass Bundesbehörden keine öffentlichen Gelder nutzen werden, um Kryptomärkte zu unterstützen oder in Schwierigkeiten geratene Investoren zu retten, da die jüngste Volatilität von Bitcoin Schwachstellen bei großen Inhabern und gehebelten Positionen aufdeckt.
In einem Brief an Finanzminister Scott Bessent und den Vorsitzenden der US-Notenbank Jerome Powell warnte Warren, dass jede Intervention zur Stabilisierung der Kryptomärkte einer kleinen Gruppe von Investoren zugutekommen könnte, während die Steuerzahler einem finanziellen Risiko ausgesetzt würden. Die Aufforderung kommt, nachdem Bitcoin gegenüber seinem jüngsten Höchststand stark gefallen ist, was zu Margendruck und erzwungenen Verkäufen von Vermögenswerten in Teilen des Sektors für digitale Vermögenswerte geführt hat.
Warren äußerte auch Bedenken hinsichtlich potenzieller Interessenkonflikte im Zusammenhang mit politisch vernetzten Krypto-Unternehmen und argumentierte, dass staatliche Unterstützung die Märkte verzerren und das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Finanzaufsicht untergraben könnte.
Warren drängt Finanzministerium und Fed zu Grenzen für Krypto-Interventionen
Warren bat um eine schriftliche Bestätigung, dass weder das Finanzministerium noch die Federal Reserve planen, Krypto-Vermögenswerte zu kaufen, Garantien zu verlängern oder Liquiditätsfazilitäten zur Stützung der Kryptowährungspreise einzurichten. Solche Maßnahmen kämen einer indirekten Rettung privater Investoren gleich, so ihre Argumentation.
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In ihrem Brief verwies sie auf die jüngste Aussage von Minister Bessent vor dem Kongress, der es abgelehnt hatte, Interventionsszenarien kategorisch auszuschließen, als er zu Spannungen auf dem Kryptomarkt befragt wurde. Diese Unklarheit, so Warren, habe zu Unsicherheit darüber geführt, ob die Bundesbehörden in Zeiten schwerwiegender Marktstörungen eingreifen können.
Das Finanzministerium und die Federal Reserve haben umfassende Instrumente zur Sicherung der Finanzstabilität, darunter Notfallkreditprogramme und Liquiditätsfazilitäten, die traditionell zur Stabilisierung von Banken und Kreditmärkten eingesetzt werden. Ihre Anwendung auf dezentrale digitale Vermögenswerte ist jedoch noch nicht klar definiert.
Bitcoin-Volatilität offenbart Hebelwirkung und institutionelles Risiko
Das Marktumfeld spiegelt die erhöhte Belastung nach dem Rückgang von Bitcoin wider, der einige institutionelle Teilnehmer dazu zwang, ihre gehebelten Positionen aufzulösen. Öffentliche Blockchain-Daten zeigen Fälle, in denen große Krypto-Inhaber tokenisierte Bitcoin-Bestände verkauften, um Schulden zu begleichen und eine Liquidation zu vermeiden, was die Rolle des Hebels bei der Verstärkung von Marktschwankungen unterstreicht.
Der gesamte Kryptosektor sieht sich nach einer Zunahme von Betrugsfällen, Hackerangriffen und finanziellen Verlusten im vergangenen Jahr ebenfalls einer zunehmenden Kontrolle ausgesetzt, was den Druck auf die Regulierungsbehörden erhöht, klarere Grenzen zwischen Marktrisiko und staatlicher Verantwortung zu definieren.
Weder das Finanzministerium noch die Federal Reserve haben offiziell auf Warrens Anfrage reagiert. Ihre endgültige Position könnte die Erwartungen der Anleger beeinflussen, vor allem in Zeiten erhöhter Volatilität, in denen Fragen zu systemischen Risiken und staatlichen Eingriffen wieder aufkommen.
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