Coinbase hat Luxemburg als zentralen Knotenpunkt im Rahmen der neuen europäischen MiCA-Krypto-Vorschriften ausgewählt und rückt das Land damit in den Mittelpunkt seiner EU-Aktivitäten. Die Entscheidung folgt auf die offizielle Genehmigung durch Luxemburgs oberste Finanzaufsichtsbehörde, die Coinbase eine einheitliche Lizenz erteilt hat, mit der das Unternehmen Kunden in allen 27 EU-Mitgliedstaaten bedienen kann. Das bedeutet auch, dass Coinbase seinen europäischen Hauptsitz von Irland nach Luxemburg verlegen wird, nachdem Dublin seit 2023 als regionaler Knotenpunkt gedient hatte.
Warum Luxemburg wichtig ist
Da MiCA es ermöglicht, eine nationale Lizenz EU-weit als „Pass“ zu nutzen, kann Coinbase nun von Luxemburg aus ein einheitliches europäisches Geschäft betreiben. Die Commission de Surveillance du Secteur Financier (CSSF) hat Coinbase die MiCA-Zulassung erteilt. Diese Zulassung macht die Dienste von Coinbase im gesamten Binnenmarkt legal.
Damit ist Coinbase die erste US-Krypto-Plattform mit einer MiCA-Lizenz in der EU. Diese Position verschafft der Börse einen frühen Vorsprung unter den neuen Vorschriften.
Coinbase sagt, Luxemburg spiele schon lange eine Schlüsselrolle im europäischen Finanzsystem. Das Unternehmen sieht das Land nun als „dynamischen“ Standort für digitale Vermögenswerte. Coinbase beschreibt MiCA als ein „einheitliches, reguliertes Krypto-Umfeld“.
Coinbase bezeichnet diese neue Lizenz als einen wichtigen Schritt in seiner globalen Strategie. Nach Angaben des Unternehmens ermöglicht die Genehmigung es ihm, eine vollständige Palette an Krypto-Dienstleistungen in der EU anzubieten. Diese Dienstleistungen könnten rund 450 Millionen Menschen erreichen.
Was ändert sich für Coinbase in Europa?
Bis zu dieser Umstellung stützte sich Coinbase auf ein Flickwerk aus nationalen Genehmigungen, darunter eine E-Geld-Lizenz und die Registrierung virtueller Vermögenswerte in Irland sowie separate Registrierungen in Deutschland, Italien, den Niederlanden und Spanien. Da MiCA nun in Kraft ist, fallen diese fragmentierten Genehmigungen unter einen einzigen EU-weiten Rahmen mit Sitz in Luxemburg. Diese Struktur vereinfacht die Aufsicht für die Regulierungsbehörden und gibt Coinbase klarere Regeln, an die es sich grenzüberschreitend halten muss.
Führungskräfte sagen, die Entscheidung spiegele die Suche nach einer „vertrauenswürdigen“ europäischen Aufsichtsbehörde und einem zukunftsorientierten Finanzzentrum wider. Daniel Seifert, Vice President für EMEA bei Coinbase, bezeichnete die Vorteile Luxemburgs in einem von CNBC berichteten Kommentar als „äußerst überzeugend“. Da MiCA zum Standard für Kryptowährungen in Europa wird, rückt das Land durch den neuen Hauptsitz von Coinbase in den Mittelpunkt der Pläne einer der größten Börsen, EU-Kunden zu bedienen.
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