Michael Saylor versucht erneut, der Wall Street zu zeigen, dass das stark auf Bitcoin ausgerichtete Geschäftsmodell von Strategy über Jahrzehnte Bestand haben kann. In einem neuen Beitrag auf X beschrieb er die wichtige Kennzahl des Unternehmens, den „BTC Breakeven ARR“, als weitgehend missverstanden und sagte, sie setze tatsächlich eine niedrige Messlatte für langfristige Nachhaltigkeit. Er möchte, dass Investoren erkennen, dass Bitcoin keine extremen Kursgewinne braucht, damit das Unternehmen weiterhin seine Vorzugsdividenden zahlen kann.
Laut Saylor ist der „BTC Breakeven ARR“ die minimale jährliche Wertsteigerung von Bitcoin, die Strategy benötigt, um alle Vorzugsdividenden aus den Kapitalgewinnen seines BTC-Bestands zu decken. Er erklärte, dass, wenn „BTC im Laufe der Zeit um mehr als 3,3 % an Wert gewinnt, die BTC-Kapitalgewinne die $STRC-Dividenden auf unbestimmte Zeit finanzieren können.“ STRC ist die variabel verzinsliche, unbefristete Vorzugsaktie von Strategy, die derzeit jeden Monat eine annualisierte Dividende von 11,5 % auszahlt.
Intern berechnet Strategy die Breakeven-Rate, indem es die jährlichen Dividendenverpflichtungen für Vorzugsaktien mit dem Wert seiner Bitcoin-Reserve vergleicht. Saylor argumentiert, dass die historischen Renditen von Bitcoin eine jährliche Rate von 3,3 % bei weitem übersteigen, weshalb er diesen Schwellenwert eher als konservativ denn als aggressiv ansieht. Er versucht zu zeigen, dass der Finanzierungsplan des Unternehmens auf einem moderaten, langfristigen BTC-Wachstum basiert und nicht auf spekulativen Kurssprüngen.
Reserven und Wachstum als Grundlage des Plans
Zusammen mit seinem X-Beitrag teilte Saylor ein Diagramm, das zeigt, wie lange Strategy bei verschiedenen Bitcoin-Wachstumsraten weiterhin STRC-Dividenden zahlen kann. Er sagte, selbst wenn der BTC-Preis um 0 % pro Jahr steigen würde, hätte das Unternehmen auf Basis der aktuellen Reserven immer noch genug BTC und Bargeld, um diese Auszahlungen „31 Jahre“ lang zu finanzieren. Er fügte hinzu, dass ein großer BTC-Bestand plus ein eigens dafür vorgesehener Bargeldpuffer immer noch jahrzehntelange Zahlungen abdecken könne, sofern sich die Verpflichtungen nicht weiter vervielfachen.
Präsident und CEO Phong Le hob kürzlich das konkrete Wachstum hinter diesem Modell hervor. Er sagte, dass zwischen dem 6. April und dem 6. Juli 2026 Strategy seine Bitcoin-Bestände um 10 % auf 843.775 BTC erhöht, seine USD-Reserven um 13 % auf 2,55 Milliarden US-Dollar aufgestockt und die BTC-Rendite seit Jahresbeginn von 3,7 % auf 7,8 % mehr als verdoppelt habe. Diese Zahlen zeigen, dass das Unternehmen seine BTC-Bestände und Barreserven, die seine Dividendenstrategie stützen, stetig ausbaut.
Saylor argumentiert im Großen und Ganzen, dass Strategy wie ein „Bitcoin-Entwicklungsunternehmen“ funktioniert. Bei Gewinnbekanntgaben hat er erklärt, dass das Unternehmen „Bitcoin günstig kauft, teuer verkauft“ und die Kapitalgewinne zur Finanzierung seiner Kreditinstrumente nutzt.
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