Die Monetary Authority of Singapore (MAS) und die Bank of Canada gaben gestern bekannt, dass sie am 2. Mai die erste internationale währungsübergreifende Zahlung mit digitalen Währungen zwischen den Zentralbanken abgeschlossen haben. Die Zentralbanken haben laut eigener Aussage ihre experimentellen nationalen Zahlungsnetze, die beide auf verschiedenen Plattformen der Distributed Ledger Technologie (DLT) basieren, erfolgreich miteinander verbunden.

Kanada und Singapur testen Cross-Border-Payments

Das Projekt der Bank of Canada Jasper und MAS’s Projekt Ubin überwiesen 105 Singapur Dollar zwischen einer Bank in Singapur und Kanada. Die Transaktion wurde erfolgreich zu einem Wechselkurs von 1 Singapur-Dollar zu 0,95 Kanadischen Dollar durchgeführt.

In einer gemeinsamen Stellungsnahme erklärten die beiden Zentralbanken, dass sie den Test „in Partnerschaft mit Accenture und JP Morgan, welche die Entwicklung des kanadischen Netzwerks auf Corda bzw. des Singapur-Netzwerks auf Quorum unterstützten, durchgeführt hätten“. Die an dem Projekt beteiligten Teams verwendeten die Technik Hash Time-Locked Contracts (HTLC), um die Zahlungsabwicklung ohne die Vermittlung eines Dritten zu ermöglichen.

Regelmäßige grenzüberschreitende Zahlungen erfordern verschiedene Schritte. Dazu gehört auch die Aktualisierung der Aufzeichnungen über das Eigentum an Vermögenswerten, die an verschiedene Abwicklungssysteme und Finanzinstitute übertragen werden. Diese Prozesse „sind nicht eng synchronisiert, was die Möglichkeit schafft, dass eine Aktion erfolgreich ist und eine andere fehlschlägt“, heißt es in einem MAS-Dokument. Weiter heißt es:

Das könnte die Zahlung inkonsistent machen und ein Risiko darstellen, dass eine Partei auf Kosten der anderen gewinnt.

Ein vertrauenswürdiger Dritter ist daher notwendig, um sicherzustellen, dass diese Schritte abgeschlossen sind oder die Zahlung vollständig storniert wird.


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Mit Hilfe von Smart Contracts soll eine dritte Partei überflüssig werden

HTLC synchronisiert jedoch alle Maßnahmen, die erforderlich sind, um eine Zahlung ohne Dritte abzuwickeln, und verwendet stattdessen Smart Contracts zur Absicherung der Transaktion. In dem MAS-Dokument heißt es:

Smart Contracts können nach dem Einsatz nicht mehr geändert werden, was die zuverlässige Erfüllung der Vertragsbedingungen gewährleistet.

Zuerst sperren die Smart Contracts die Vermögenswerte, die sowohl auf der singapurischen als auch auf der kanadischen DLT-Plattform übertragen werden sollen. Anschließend schließen sie die Transaktion an beiden Enden mit einem Code oder einer gemeinsamen Sicherheitsfrage ab. Wenn diese Maßnahme nicht innerhalb eines vorher festgelegten Zeitraums angewendet wird, geben die Smart Contracts die Vermögenswerte auf beiden Plattformen an die ursprünglichen Eigentümer zurück.

Während des Pilottransfers haben beide Teams „auch das Design für verschiedene Ausfallmodi analysiert, z.B. die Auswirkungen des Ausfalls verschiedener Knoten an bestimmten Stellen in einer Transaktionsausführung“, heißt es in einem zusätzlichen Bericht über das am gestrigen Tag veröffentlichte Projekt.


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DLT und ihr Einfluss auf die Finanzindustrie

Unsere explorative Reise in den Einsatz von DLT, um einen Teil der Kosten zu senken und die Rückverfolgbarkeit dieser Zahlungen zu verbessern, hat zu vielen Lektionen geführt.

Merkte Scott Hendry, Senior Special Director of Financial Technology der Bank of Canada an.

Nur durch kontinuierliche Zusammenarbeit und Grundlagenforschung wird es möglich sein, dass diese Technologie reift und die Politik ihr Potenzial vollständig versteht.

Die Projekte Jasper und Ubin haben laut Sopnendu Mohanty, dem Chief Fintech Officer bei MAS auf früheren Innovationen im Zahlungsverkehrsbereich aufgebaut. Das Ziel sei es zu zeigen, dass grenzüberschreitende Zahlungen und Abrechnungen einfacher und effizienter gestaltet werden können, als es derzeit der Fall ist.

Diesbezüglich äüßerte sich Mohanty wie folgt:

Die nächste Welle von Blockchain-Projekten der Zentralbank kann weitere Fortschritte machen, indem sie die Technologieforschung mit politischen Fragen über die Zukunft des grenzüberschreitenden Zahlungsverkehrs verknüpft.


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[Bild: Shutterstock]

 

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