Chainlink (LINK) gehört zu den bekanntesten und größten Projekten in der Cryptowelt. Der zu dem Projekt gehörende ERC-20 Token LINK hat eine aktuelle Marktkapitalisierung von 1.5 Milliarden Dollar und liegt damit vor bekannten Coins wie Stellar Lumens (XLM), Monero (XMR) oder Tron (TRX). Mit diesem Artikel möchten wir eine Basis schaffen und uns den folgenden Fragen widmen:

Seit wann gibt es Chainlink und welches Ziel verfolgt das Projekt? Gibt es bereits Partnerschaften mit anderen Firmen und wer steckt eigentlich hinter Chainlink? Ist der LINK Token ein gutes Investment und wie hat sich sein Kurs in der Vergangenheit entwickelt?

  1. Chainlink und Oracles: Eine einfache Erklärung
  2. LINK Token: Use Case und Token Metrics
  3. Chainlink: Team und Partnerschaften
  4. LINK Kurs Performance: Analyse seit ICO

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Chainlink und Oracles: Eine einfache Erklärung

Chainlink ist ein Projekt, welches auf der Ethereum Blockchain aufbaut und als nativen Token LINK, der auf dem ERC-20 Token Standard aufbaut, verwendet. Genauer gesagt handelt es sich bei Chainlink um einen dezentralen Service für Oracles. Einfach gesprochen, besteht die Idee hinter Oracles darin, Daten aus der realen Welt in Smart Contracts zu integrieren. Dies ist notwendig, da eine Blockchain als solche keine externen Daten abgreifen kann und lediglich mit Daten als Input ‚gefüttert‘ werden kann. Chainlink baut also eine Brücke zwischen Daten aus der realen Welt und einer Blockchain. Technischer ausgedrückt handelt es sich bei Chainlink also um eine klassische Middleware-Lösung.

Die nachfolgende Grafik verdeutlicht diesen Zusammenhang besser:

Chainlink als Adapter zwischen Real World Data und Blockchains

Man kann sich das Prinzip hinter Oracles also so vorstellen, als dass sie permanent Daten aus der realen Welt in die Blockchain einspeisen. Vielleicht klingt dies aktuell noch etwas abstrakt, daher benutze ich ein relativ einfaches Beispiel, um dies zu illustrieren:

Oracles ermöglichen externen Daten Zugang zur Blockchain

Zukünftig werden unsere digitalen Geräte immer mehr miteinander vernetzt sein. Wir brauchen daher ein Medium, das es uns ermöglicht, diese Daten auszutauschen und darauf zu reagieren: Oracles.

Oracles können externe Daten, wie beispielsweise die Raumtemperatur aus einem Thermostat oder die aktuellen Wetterkonditionen, weiterleiten. Wie wir wissen sind Smart Contracts intelligente Protokolle, die gewissen Aktionen ausführen können, wenn vorher definierte Bedingungen eintreffen. Einfach gesagt sind Smart Contracts „Wenn-Dann-Funktionen“.

So können wir beispielsweise einen Use Case kreieren, bei dem eine bestimmte Aktion getätigt wird, wenn uns ein Oracle mitteilt, dass die Raumtemperatur unter 15 Grad liegt. Dieses Beispiel ist zugegebenermaßen einfach, aber ich denke, dass man sich dadurch gut vorstellen kann, was ein Oracle ist.

Damit Nutzer nun auch externe Daten zur Verfügung stellen, vergibt das Chainlink Netzwerk dafür Anreize. Diese Daten können nun wiederum im gesamten Netzwerk verteilt werden und andere User können darauf zugreifen. Dadurch entsteht das dezentrale Oracle-Netzwerk. Die Dezentralität wird in der nachfolgenden Grafik nochmals deutlich. Mit ihr resultiert (wie im Allgemeinen bei dezentralen bzw. verteilten System) auch der Vorteil, dass sogenannte Single Point of Failures eliminiert werden:

Chainlink als dezentrales Oracle

Der LINK Token und seine ursprüngliche Verteilung

In diesem Abschnitt wollen wir auf zwei Aspekte eingehen: zum Einen wollen wir aufzeigen, für welchen Use Case der LINK Token konzipiert wurde und zum anderen wollen wir näher auf die sogenannte Token-Metrics von Chainlink eingehen, also die Verteilung der Tokens. Letzteres ist insofern relevant, als dass es uns einen Eindruck gibt, wie viel LINK an die Community vergeben wurden und wie viele LINK beim Team geblieben sind.

LINK als Utility Token und Anreiz für Betreiber einer Node

Wie bereits in dem einleitenden Abschnitt erwähnt, handelt es sich bei LINK um einen Utility Token. Genauer gesagt ist LINK dem Whitepaper zufolge ein ERC-223 Token, der auf dem ERC-20 Token Standard aufbaut. Der gedachte Use Case und somit die Verwendung von LINK ist äußerst simpel. So heißt es im Whitepaper:

Das Chainlink Netzwerk verwendet den LINK Token, um die Betreiber einer Chainlink Node zu bezahlen. Diese werden bezahlt für das Beziehen von Daten aus Off-Chain Datenfeeds, die Formatierung der Daten auf ein blockchain-kompatibles lesbares Format, die Bereitstellung von Off-Chain Rechenleistung sowie der Verfügbarkeit, die sie als Betreiber, garantieren.

Kurzum: LINK ist nichts anderes als der Anreizmechanismus für das Betreiben einer Node.

In dieser Hinsicht mag folgende Information noch interessant sein: im Gegensatz zu Projekten wie Tron oder EOS wird LINK permanent auf der Ethereum Blockchain arbeiten. Chainlink plant keinen Umzug auf eine eigene Blockchain. Dies würde keinen Mehrwert mitbringen und ist nicht erforderlich.


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Die Token Metrics von LINK im Überblick: 30 Prozent für’s Team

Wie viele LINK gibt es überhaupt und wie sind sie verteilt? – Dieser Frage widmen wir uns in diesem Abschnitt. Das Initial Coin Offering (ICO) für Chainlink bzw. die LINK Token fand im September 2017 statt. Im Rahmen des ICOs wurden 32 Millionen US-Dollar durch den Verkauf von 350 Millionen LINK eingenommen. Doch wie viele Token gibt es eigentlich in Summe?

In Summe gibt es 1.000.000.000 LINK. Von dieser 1 Milliarden wurden also 35 Prozent im Rahmen des ICOs vergeben. Die übrigens 65 Prozent wurden für andere Zwecke verwendet. Die Aufschlüsselung sieht wie folgt aus:

  • 350 Millionen LINK Token (=35 Prozent) wurden für den Crowdsale verwendet
  • 350 Millionen LINK Token (=35 Prozent) wurden als Puffer für die Betreiber von Chainlink Nodes zurückgehalten. Sie sollen das Ökosystem voranbringen und stärken.
  • 300 Millionen LINK Token (=30 Prozent) verbleiben bei der Firma zur Weiterentwicklung

Die nachfolgende Grafik zeigt nochmals die ursprünglichen Bedingungen für den Token Sale:

Chainlink Token Terms

Was man an dieser initialen Verteilung kritisieren kann, ist die Tatsache, dass das Entwicklungsteam 30 Prozent der Token für sich behält. In Anbetracht fehlender Konditionen hinsichtlich Lock-Ups besteht natürlich die Gefahr, dass das Team einen Teil ihrer Tokens bei Kurssteigerungen wieder verkauft und somit liquidiert. Ein Blick in die Vergangenheit hat gezeigt, dass genau dieses Szenario bereits vorkam.

Folgende Grafik, die aus einem Report der Firma Glassnode entnommen wurde, zeigt, dass wohl auch die Entwickler sich über hohe Kurse freuten und diese Chance nutzen.

LINK Token Verteilung des Teams

Nun, da wir wissen wie viele Token dem Team zur Weiterentwicklung des Projekts (und der Befriedigung eigener Bedürfnisse) bereitstehen, wollen wir die Frage klären, wer eigentlich das Team hinter Chainlink ist. Des Weiteren wollen wir schauen, welche Partnerschaften es bereits gibt.

Wer steckt eigentlich hinter Chainlink? – Dieser spannenden Frage widmen wir uns jetzt. Um sie zu beantworten, benötigen wir keine tiefgreifende Recherche. Die Antwort hierzu finden wir transparent auf der offiziellen Webseite von Chainlink:

Chainlink Team im Überblick

Ohne zu tief auf das Team eingehen zu wollen, können wir folgendes festhalten: Chainlink besteht aus einem international ausgerichteten Team. Vertreten sind hierbei Menschen aus der ganzen Welt, egal ob Russland, den USA, Europa oder dem asiatischen Raum. Die Menschen dahinter sind keine Anfänger, sondern häufig angesehene Experten mit reichlicher Erfahrung im Bereich Blockchain, Software Engineering oder Business Development. Wer mehr über das Team hinter Chainlink erfahren möchte, kann dies unter folgendem Link (nein, gemeint ist nicht der Token) tun: Klick mich.

Spannender als die reine Frage der Besetzung des Teams ist die Frage nach dem Erfolg des Teams. Welche Partnerschaften konnte Chainlink bereits abschließen und wer nutzt eigentlich den Service?

Chainlink und die Frage der Partnerschaften: Google und Co?

Im vergangenen Jahr machte Chainlink auf sich aufmerksam als es einen Link zu einer Google-Seite postete. In dem referenzierten Blogpost, der vom Google-Entwickler Allen Day verfasst wurde, ging es um den Aufbau einer hybriden Cloud-Lösung, die Googles Cloud über Chainlink als Middleware mit der Ethereum Blockchain und dessen decentralized apps (dApps) verknüpft.

Alley Day beschreibt in diesem Blogpost vor allem den Technologiestack und die damit verbundenen Use Cases. Nachdem dieser Post online ging, vergingen nur wenige Tage bis die Gerüchte einer „Google Partnerschaft“ die Runde machten und der Chainlink Kurs pumpte.

Diesen Mythos möchten wir bereinigen: Google hat keine direkte Partnerschaft mit Chainlink. Vielmehr beschreibt Google ein Szenario, in welchem Chainlink als Middleware hilfreich ist. Keine Frage, es ist eine respektable Leistung, dass Google Chainlink als Medium verwendet und darüber berichtet. Es ist jedoch genauso eine Illusion zu denken, dass Google nun aktiv mit Chainlink zusammenarbeitet oder deren Projekte vorantreibt. So weit, so gut. Verlassen wir das Thema Google.

Weitere Firmen, die aktuell mit Chainlink als Oracle-Provider arbeiten möchten bzw. bereits damit arbeiten, sind SWIFT, Gartner, Binance, Synthetix oder die Web3 Foundation.


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Zum Abschluss wollen wir noch die Chainlink Kurs Performance seit dem ICO betrachten. Das Initial Coin Offering für LINK Token fand am 17. September 2017 statt. Wie bereits aus dem Abschnitt zur Verteilung der Token ersichtlich wurde, sah das Chainlink Team 35 Prozent des maximalen Supply von 1 Milliarde LINK für den Public Sale vor. Damit standen also genau 350.000.000 LINK Token zur Verfügung, die im Rahmen des ICOs für 0.11 USD pro LINK gehandelt wurden.

Die Ausgangssituation ist somit klar. Wie aber hat sich der Chainlink Kurs nun über die Zeit entwickelt?

Chainlink (LINK) Kurs in den ersten 1,5 Jahren im Tiefschlaf

Um diese Frage beantworten zu können, werfen wir zunächst einen Blick auf den vollständigen Kursverlauf seit dem 21. September 2017.

Chainlink Kurs Verlauf seit ICO

LINK ist seit dem 21. September 2017, also nur wenige Tage nach dem Public Sale, handelbar. Investoren, die bereits im Public Sale gekauft hatten, konnten sich über schnelle Gewinne freuen, da der Chainlink Kurs bereits am 21. September 0.19 Dollar betrug. Im Vergleich zu den 0.11 USD, die man noch während des Public Sales zahlen musste, entspricht dies also einem satten Zuwachs von ~75%.

Wie wir sehen erlebte LINK daraufhin einen kurzfristigen Pump bis hin zum lokalen Maximum von 0.47 Dollar im Oktober 2017. Nach einer kurzen Atempause und Rücksetzern erholte sich der Kurs im Dezember 2017 wieder auf das Niveau von 0.47 USD und stieg bis auf 1.20 Dollar im Januar 2018. Der darauffolgende Cryptowinter, der fast das gesamte Jahr 2018 anhielt, setzte auch Chainlink unter Druck. Am Ende des Jahres notierte LINK wieder bei Werten um die 0.30 USD. Aus Sicht eines Investors im Public Sale konnte sich diese Performance dennoch sehen lassen, da es fast 200% binnen 15 Monaten entsprach.

Chainlink (LINK) Kurs mit massivem Wachstum seit Januar 2019

Die massive Kursrallye setzte dann langsam, aber sicher ab dem Januar 2019 ein. Binnen 6 Monaten kletterte der Chainlink Kurs von 0.30 USD auf unglaubliche 4.23 USD im Juni 2019. Damit konnten Investoren deutlich mehr als 10x binnen weniger Monate realisieren. Grund für dieses öffentliche Bewusstsein und den regelrechten Chainlink Hype waren vor allem die großen Ankündigungen und Partnerschaften rund um Google und Co.

Nach dieser massiven Kursrallye, die ebenso von einem allgemeinen Aufschwung der Altcoins begleitet war, setzte zunächst eine Kurskorrektur ein. Diese Korrektur lies den Chainlink Kurs wieder temporär auf 1.75 Dollar absacken. Nach zwischenzeitlichen Auf- und Abwärtsbewegungen beendete LINK das Jahr 2019 mit einem Kurswert von 1.80 Dollar.

Seit Beginn diesen Jahres behauptet sich Chainlink jedoch wieder. Der Kurs stieg innerhalb weniger Wochen von 1.80 Dollar auf aktuell 4.35 Dollar und übertraf damit das Allzeithoch. LINK ist also einer der wenigen Altcoins, die nicht 70, 80 oder gar 90 Prozent von ihrem Allzeithoch entfernt sind.

Im Gegenteil: der LINK Kurs liefert bereits seit dem ICO kontinuierlich ab und beschert Investoren beachtliche Kursgewinne. Die jüngste Rallye zeigte erneut deutlich, dass Chainlink Potenzial hat. Investoren trauen dem Projekt offensichtlich einiges zu und wetten auf seine Zukunft.

Was ist Chainlink – wie denkst du über das Potenzial des Projekts & des LINK Tokens?

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[Bildquelle: Shutterstock]

Daniel Wenz
Autor
Daniel ist 24, hat einen Bachelor of Science als Wirtschaftsingenieur und ist als Content Creator bei Cryptomonday tätig. Seit 2014 ist er aktiv im Krypto-Sektor unterwegs. Das es dazu kam, hat er einer Vorlesung zu verdanken, in der über das disruptive Potenzial der Blockchain unterrichtet wurde. Seine Interessen umfassen die Technik und das breite Anwendungsgebiet der Technologie – nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Gesellschaft. Um den Zugang zu diesen komplexen Themen zu erleichtern, hat er selbst ein kleines Startup gegründet. Er beschäftigt sich mit der Verbreitung von BTC-Automaten in Deutschland und wirkte maßgeblich an Videos und Büchern mit.