Der Bitcoin Kurs stürzt weiter ab und erreicht ein neues Jahrestief bei unter 4.500 $. Das bedeutet einen Verlust von knapp 15% in den letzten 24 Stunden. Der nächste Support liegt bei 4.400 US-Dollar, ob dieser nach den jüngsten Ereignissen gehalten werden kann, ist fraglich. Ein Fall bis zum nächsten Support, der bei 3.500$ liegt, ist für viele nicht unrealistisch.

Einzig Ripple scheint sich durch die aktuellen Marktereignisse kaum beeindrucken zu lassen. Ripple hat in den letzten 72 Stunden einen Kursverlust von „nur“ knapp 6% hinnehmen müssen, was im Gegensatz zur Konkurrenz fast ein Grund zur Freude ist.

Ethereum hingegen befindet sich ebenfalls im freien Fall. Gerade fiel der Ethereum Kurs unter 130$ und ist somit seit dem Frühjahr 2017 an einem historischen Punkt. Andere Altcoins wie Stellar, Litecoin, Cardano oder Binance verlieren bis zu 20%.

Bitcoin Kurs Crash – Was sind die Gründe?

Über die Gründe kann aktuell nur spekuliert werden. Anfänglich hieß es, dass es am Bitcoin Cash Hard Fork lag, mittlerweile ist dies aber nicht mehr wahrscheinlich. Andere Quellen wiederum zeigten einen überaus starken Verlauf an Futures. Am Ende haben sich jüngste technische Analysen bestätigt, sowie die Tatsache dass der Markt doch ziemlich ruhig war. Der Absturz also fast unvermeidbar, trotz der vermeintlichen positiven Newslage. Deswegen halten sich auch weiter hartnäckig die Spekulationen von Marktmanipulation durch Bitcoin Whales, die die Chance nutzen wollen, ihre Coins dumpen, um vor dem Bakkt Launch am 12.12.2018 ihre Taschen noch sehr günstig mit Altcoins zu füllen.

John McAfee meldet sich zu Wort

Laut Bitcoinist.com sagte John McAfee zu den jüngsten Ereignissen folgendes:

Die Leute sind in Panik geraten. Aber das ist verdammt nochmal nicht nötig. Wir sind in einem Bärenmarkt. Aber ich bin 73 Jahre alt und habe das schon dutzende Male auf vielen Märkten gesehen. Bärenmärkte sind wie der Winter. Es folgt immer ein herrlicher Frühling.

Bitcoin Kurs Tief – Buy the Dip?

Für einige ist der Crypto-„Crash“ ein Segen, denn jetzt ist die Zeit gekommen um nachzukaufen. Viele hoffen auf einen schnellen „Bounce“, d.h. eine Korrektur nach oben ausgelöst durch einen übertriebenen Abverkauf, wie wir ihn jetzt sehen. Allerdings gilt auch die goldene Regel nicht ins fallende Messer zu greifen. Auch hier wollen wir nicht mehr als spekulieren, denn mehr ist es im Moment auch nicht. Es gilt wie immer die Botschaft, dass dieser Artikel weder Finanzberatung ist, noch eine Handelsempfehlung ausspricht.

Cool bleiben aber nicht sinnlos „HODLn“

Alles in allem muss man aber sagen, dass aktuell ein enormer Überverkauf stattfindet, es ist auch nicht der erste Absturz in diesem Ausmaß.  Der ein oder andere Veteran unter uns wird auch bei diesen Bewegungen ruhig schlafen können, den übrigen sei gesagt, dass man immer  mit Bedacht handeln sollte und die Emotionen beiseite lassen sollte. Investments bedürfen einer guten Strategie, aber vor allem auch Konsequenz und Regeln, an die man sich halten sollte. Sinnloses HODLn macht also auch nicht immer Sinn und man sollte sich zu jedem Zeitpunkt hinterfragen, aber dennoch auch nicht zu sehr verrückt machen lassen. Cool bleiben, Situation analysieren und Entscheidungen treffen. Jeder Winter hat ein Ende…dieser wird aber wohl noch etwas länger.

Außerdem sollte man unbedingt nur das investieren, was man verlieren kann und nicht wie ein User auf Reddit sein Weihnachtsgeld aufs Spiel zu setzen:

[Bild: Reddit & Shutterstock]

Wie reagiert ihr auf diesen Markt? Black Friday und Zeit zum shoppen oder zum verkaufen?

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Autor
Patrick ist zuständig für das Strategy & Business Development von Base58. Sein Ziel ist es ein generalistisches Ökosystem aufzubauen um das Wissen über Blockchain & Co. der breiten Masse zugänglich zu machen. Patrick arbeitete viele Jahre im IT-Sektor und hat einen Abschluss im Bereich der digitalen Medien. Im Laufe der Jahre hat er sich in der Strategieentwicklung und Konzeptionierung und im Bereich Online-, Social-Media- und Growth-Marketing spezialisiert.