Telegram will und muss den Start seines heiß ersehnten Telegram Open Networks (TON) und der damit verbundenen Kryptowährung GRAM verschieben. Damit beugt sich Telegram der einstweiligen Verfügung der Security und Exchange Commission (SEC), die in der letzten Woche scharf gegen TON & GRAM vorgegangen ist. Dass der Start des 1,7 Mrd. schweren Token Sales verschoben werden muss, sollte allen Beteiligten klar sein, dennoch überlässt Telegram die Entscheidung den Investoren. Diese sollen nun bis zum 23. Oktober entscheiden ob der Telegram TON & GRAM Start bis zum 30. April verschoben werden soll.

Wie werden sich die Investoren entscheiden und was passiert, wenn sie sich gegen eine Verschiebung entscheiden?

Telegram will TON & GRAM Start verschieben

In einer E-Mail an die Investoren des 1,7 Mrd. schweren Telegram ICOs hat das Team um eine Verschiebung des Telegram TON & GRAM Starts gebeten. Telegram hat verdeutlicht, dass sie gegen die Anschuldigungen der SEC vorgehen werden, um eine saubere Ausgabe der Tokens zu ermöglichen. Der Start sollte dann im besten Fall im April 2020 stattfinden, ein harter Schlag für alle Investoren und Enthusiasten, die sich auf den Start von TON gefreut hatten.

„Wir hatten geplant, das TON-Netzwerk Ende Oktober zu starten. Die jüngste SEC-Klage hat dieses Timing jedoch unerreichbar gemacht. Wir sind mit der Rechtslage der SEC nicht einverstanden und beabsichtigen, die Klage entschieden zu verteidigen. Wir schlagen vor, die Frist zu verlängern, um zusätzliche Zeit für die Lösung der Klage der SEC und die Zusammenarbeit mit anderen Regierungsbehörden im Vorfeld der Inbetriebnahme des TON-Netzwerks zu gewinnen.“

Was sind die Hintergründe? Ein Großteil der TON & GRAM Investoren des 1,7 Mrd. Telegram ICOs ist in den USA beheimatet. Da die SEC Telegram vorwirft in Wahrheit nicht registrierte Wertpapiere an US Bürger auszugeben, hat die SEC der Ausgabe der GRAM Tokens mit einer einstweiligen Verfügung einen Riegel vorgeschoben.

Was wird jetzt aus den Investoren? Gibt es einen Deal?

Während Telegram der zusätzlich gewonnen Zeit etwas positives abringt, sehen manche Investoren der ganzen Sache nicht so entspannt entgegen. Denn diese sollen jetzt abstimmen, ob sie der Verschiebung von Telegram TON & GRAM zustimmen oder nicht. Die beiden Investorengruppen, die im Februar 2018 und im März 2018 Token gekauft haben, müssen die Verlängerung separat genehmigen.  Es ist möglich, dass eine Gruppe zustimmt, die Verlängerung zu verschieben, während die andere sich weigert:

„Für den Fall, dass nur eine Gruppe der Verlängerung zustimmt, bleiben die Kaufverträge dieser Gruppe in Kraft, während die andere Gruppe von Verträgen beendet wird. Unter diesen Umständen schlagen wir vor, die Bedingungen der noch bestehenden Kaufverträge in begrenztem Umfang zu ändern, um der Tatsache Rechnung zu tragen, dass zum Zeitpunkt der Markteinführung des Netzes weniger Gramm ausgegeben und in Umlauf gebracht werden“.

Entscheidet sich die Mehrheit dafür, nicht zu unterschreiben, können diese Investoren „rund 77 Prozent“ ihres Geldes zurückbekommen. Damit sollte die Entscheidung wohl klar sein, denn ich vermute nicht, dass sich ein Großteil der Investoren für einen sicheren Verlust entscheiden wird. Dennoch ist es völlig unklar, wie lange sich dieses Thema hinziehen wird und welchen Ausgang der Streit mit der SEC haben wird.

Überraschend ist für mich, dass die SEC sich erst so kurzfristig mit diesem Thema befasst hat, vermutlich weil bis vor wenigen Wochen sich Telegram niemals offiziell bekannt hatte hinter dem TON Projekt zu stehen. Vielleicht ist es aber auch die Antwort auf den scharfen Gegenwind gegen Libra, die wohl nun mit Telegram’s TON & GRAM in einen Topf geworfen werden könnte. Reine Spekulation meinerseits.

Am 24. Oktober ist in New York eine erste Gerichtsverhandlung geplant, wir werden berichten.


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Autor
Mirco ist Mitgründer und Project Lead von CryptoMonday. Er ist bereits seit vielen Jahren in der Blockchain & Crypto Szene aktiv und seit 2 Jahren auch in diesem Bereich beruflich tätig. Sein Schwerpunkt als Berater bei KI-decentralized liegt dabei in der Tokensierung von Assets, Tokenomics, Blockchain-based Business Models. In seiner Freizeit ist er im Namen des CryptoMonday in allen Städten Deutschlands als Speaker und Moderator aktiv.

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