Äthiopien erforscht zusammen mit IOHK, einem Blockchain-Unternehmen, die Verwendung der Cardano-Blockchain im Lieferprozess, für seinen größten Exportschlager, dem Kaffee.

Äthiopien hat eine Partnerschaft mit der Blockchain-Forschungs- und Entwicklungsfirma IOHK geschlossen, um Blockchain-Anwendungen für Kaffeelieferungen und andere Bereiche der Landwirtschaft zu entwickeln. Als ersten Anwendungsfall soll die Rückverfolgbarkeit der Kaffeelieferkette erforscht werden.

Zusammenarbeit mit der Regierung

IOHK wird zukünftig eng mit dem äthiopischen Ministerium für Wissenschaft und Technologie zusammenarbeiten. Um das Projekt voranzubringen sollen regelmäßig Minister, Unternehmern und Start-ups aus der Kaffee- und Blockchainbranche zusammenkommen.

Laut Charles Hoskinson, CEO von IOHK, gehen die Bemühungen des Unternehmens über das Supplychain-Projekt hinaus:

,,Wir bilden auch lokale Blockchain-Entwickler aus, von denen wir einige einstellen werden. […] Die erste Klasse wird ausschließlich weiblich sein, und das Ziel ist, dass die Absolventen neue Start-ups auf Basis der Cardano-Technologie gründen, die ersten Ventures dieser Art im Kryptowährungsszene in Afrika“.

Bis zu 100 Studenten sollen in Haskell ausbildet werden, einer Programmiersprache, die für unternehmenskritische Anwendungen und die Entwicklung von Blockchain verwendet wird. Zum Lehrplan gehört ebenso das Ouroboros-Protokoll, der PoS- (Proof of Stake) Konsensus von Cordano.

Das Projekt wird Ende 2018 starten.

[Bild: Karynav/Shutterstock]
Valerie Rödder avatar
Autor
Valerie ist Redakteurin für Base58. Seit dem DAO-Hack 2016 interessiert sie sich für die Auswirkungen der Blockchain-Technologie auf die Gesellschaft. Valerie studierte Politikwissenschaft und Soziologie. Sie arbeitete in verschiedenen Unternehmensberatungen und schrieb bereits für ein netzpolitisches Online-Magazin. Sie engagiert sich darüber hinaus in der netzpolitischen Szene zu rechtlichen und politischen Regularien der Blockchain.