Laut einem Bericht von Messari, einem Forschungsunternehmen mit Sitz in New York, war Stellar beziehungsweise ihr digitales Asset XLM von einem Fehler in der Software betroffen. Dieser Fehler hat dazu geführt, dass 2017 2,25 Milliarden zusätzliche XLM gedruckt wurden. Zu diesem Zeitpunkt entsprach diese Menge an XLM Token einem Gegenwert von fast 10 Millionen Dollar.

Hacker hat XLM im Wert von 10 Millionen $ geprintet

Dem Bericht zufolge hatte die Stellar-Plattform im April 2017 mit einem Inflationsfehler zu kämpfen. Messari erklärt darin, dass sie die Supply-Menge der Top 50 Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung inspizierten. Während der Inspektion entdeckten sie den Inflationsfehler, der im Softwarecode von Stellar vorhanden war und von einem Hacker bereits 2017 ausgenutzt wurde.

Nach Angaben der Forscher hat die Stellar Development Foundation (SDF) den Fehler oder den Druck der zusätzlichen 2,5 Milliarden XLM-Token nicht öffentlich bekannt gegeben. Der Inflationsfehler lag innerhalb der Funktion MergeOPFrame::doApply des Stellar-Protokolls und hob das Gesamtangebot an XLM um fast 25 Prozent an.

Die SDF hatte in Reaktion auf den Hack die gleiche Menge an XLM Token aus der Gemeinschaftsreserve verbrannt, um die Inflation auszugleichen. Dadurch gelang es dem Projekt, diesen erheblichen Sicherheitsverstoß vor den Nachrichtenagenturen und anderen Forschern verborgen zu halten.


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Was ist mit dem zusätzlichen XLM passiert?

Es ist nicht genau bekannt, was mit den extra gedruckten 2,5 Milliarden XLM-Token passiert ist. Messari geht davon aus, dass die Token höchstwahrscheinlich auf eine Crypto Börse übertragen und während des Bullen-Marktes 2017 verkauft wurden.

Die SDF hat zudem auf die Behauptungen von Messari reagiert. In einer Erklärung hieß es, dass Stellar ein sich entwickelndes Open-Source-Projekt sei, das ein kleines, engagiertes Team von Entwicklern habe. Daher war die Bekanntgabe des Inflationsbugs in ihren veröffentlichten Notizen sinnvoll. Das SDF-Team gab an, dass es daher auf den Fehler insgesamt zweimal verwiesen hätte. Um den Schaden zu begrenzen, verbrannte das Team die gleiche Menge an XLM Token, um die Supply wieder anzugleichen.

Das SDF-Team stellte zudem klar, dass seither kein weitere Fehler dieser Art aufgetaucht ist. Wenn es zu einem Fehler kommen sollte, würde das Team nach dessen Behebung diesen in allen Einzelheiten offenlegen.

Des Weiteren soll vor einigen Wochen in ihrer Roadmap von 2019 Details rund um den Inflationsfehler kommuniziert worden sein.

Messari sorgte mit ihren Forschungsarbeiten bereits im Januar für starkes Aufsehen. In einem Bericht  wiesen sie auf einen signifikaten Fehler bei der Berechnung der Marktkapitalisierung von Ripple (XRP) hin. Daten deuteten darauf hin, dass der Marktwert von Ripple um viele Milliarden Dollar niedriger sein könnte als angegeben.


Ripple Kurs steigt auf 589$ pro XRPLese auch folgenden Artikel: Ist XRP überbewertet? Daten weisen erhebliche Probleme auf. Laut dem Forschungsunternehmen Messari soll der notierte Circulating Supply von XRP um rund 48% überbewertet sein. 19,2 Milliarden Token sollen nämlich „illiquide oder mit erheblichen Verkaufsbeschränkungen“ versehen sein. Mehr lesen.


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[Bild: Shutterstock]

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