Ripple Labs steht eine Sammelklage bevor. Das Rechtsanwaltsunternehmen Taylor-Copeland will Ripple verklagen, da sie mit XRP unregistrierte Wertpapiere anböten, was nach kalifornischem Recht verboten sei.

Der Kläger, eine Einzelperson namens Ryan Coffee, habe den Gerichtsunterlagen nach Anfang am 5. Januar 650 XRP gekauft, deren Kurs bis zum Verkaufszeitpunkt am 18. Januar von 2,60 Dollar auf 1,70 Dollar gefallen sei – insgesamt rund 585 Dollar habe der Kläger verloren. Laut Klageschrift habe Ripple aus dem Nichts unzählige Coins bereitgestellt und diese dann gewinnbringend in einer Art von „niemals endendem Initial Coin Offering“ an Anleger verkauft. Laut Coffey sei es wegen der Werbepraktiken von Ripple Labs nicht ersichtlich gewesen, dass er über das Investment Geld verlieren könne.

Verstoß gegen mehrere Verordnungen

Die dazugehörige Sammelklage konstatiert, dass die Beklagten gegen den Securities Act sowie den California Corporations Code verstoßen haben, beides Gesetze, die Anleger schützen sollen. Neben Entschädigung für die Verluste fordern die Beteiligten eine Erklärung seitens des Gerichts, die den Verkauf von XRP als Verkauf von unregistrierten Wertpapieren definiert und verhindert, dass Ripple in Zukunft Sicherheitsregelungen verletzt.

Klassifizierung von XRP und Ether als Wertpapiere steht aus

Tom Channick, Ripple-Sprecher, ließ gegenüber Cointelegraph verlauten, dass Ripple nach US-Recht kein Wertpapier darstelle, eine finale Entscheidung aber den Behörden obliege: „Ob XRP ein Wertpapier ist oder nicht, muss die SEC [US-Börsenaufsicht, Anm. d. Red.] entscheiden. Wir denken aber, dass dem nicht so ist.

Die Klassifizierung von Ripple und Ether steht bereits seit einiger Zeit in der Debatte. Im Juli 2017 wurde von der SEC bekannt gegeben, dass Unternehmen, die digitale Ressourcen verkaufen, sich an die bundesstaatlichen Wertpapiergesetze halten müssten.

Gary Henzler, der ehemalige Vorstandsvorsitzende der U.S. Commodity Futures Trading Commission, einer unabhängigen Behörde für die Regulierung von Future- und Optionsmärkten in den USA, ließ noch im vergangenen Monat verlauten, dass sowohl XRP als auch Ether durchaus als Wertpapier klassifiziert werden könnten.

QUELLEBloomberg
Kathrin Grannemann
Autor
Kathrin ist Redakteurin für Base58. Kathrin hat Anglistik und Literaturwissenschaften an der Ruhr-Universität in Bochum studiert und entdeckte schon früh ihr Interesse an journalistischer Arbeit. Seit über zehn Jahren arbeitet sie für verschiedene Verlage und ist spezialisiert auf Themen aus den Bereichen Forschung, Wissenschaft und Technik. Auf Grund ihres technischen Hintergrunds interessiert sie sich vor allem für Blockchain-Anwendungsfälle.

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