Ryan Selkis ist CEO des Crypto-Analyse-Unternehmens Messari. Sein Unternehmen hat jüngst einen etwas kritischen Artikel über XRP veröffentlicht. Eine Tat, die offensichtlich ihre Konsequenzen nach sich zieht. Nach Angaben des CEO hat er seit der Veröffentlichung seiner Ergebnisse Drohanrufe erhalten.

Ist Ripple´s Asset XRP um etwa 48 Prozent überbewertet?

Laut einem aktuellen Marktbericht verkaufte Ripple im vierten Quartal 2018 XRP im Wert von 129 Millionen US-Dollar. Wie wir aber bereits letzte Woche berichtet haben, hat Messari jedoch am 24. Januar einen Bericht veröffentlicht, in dem sie behaupteten, dass die Marktkapitalisierung von XRP falsch sei. Tatsächlich schrieben sie, dass XRP derzeit um 6,1 Milliarden Dollar überbewertet ist. Das Unternehmen stützte sich bei seiner Analyse auf Daten von Kryptowährungsbörsen und Kryptowährungsdatendiensten Dritter. Messari schrieb im Zuge ihrer Analyse:

Das liquide „zirkulierende Angebot“ und die „Marktkapitalisierung“ von XRP könnten um 48% überbewertet sein, was die gesamte „Marktkapitalisierung“ des XRP auf 6,9 Milliarden US-Dollar gegenüber 13,0 Milliarden US-Dollar […] reduzieren würde.

Messari gab ebenfalls bekannt, dass sie Ripple nach den Zahlen gefragt hätten, aber ohne Erfolg. Diesbezüglich gab Messari bekannt:

Wir haben uns mehrmals an Ripple-Vertreter gewandt, um Kommentare abzugeben. Aber wir haben noch keine Antwort auf unsere Anfragen erhalten. Wir erkennen an, dass einige der Schätzungen in diesem Bericht nicht präzise genug sind. Aber vertrauen Sie darauf, dass sie richtungsweisend korrekt sind und in gutem Glauben präsentiert werden. Wir freuen uns auf die Antwort von Ripple und werden diesen Bericht entsprechend aktualisieren, wenn und wann sie antworten.

CEO von Messari erhält nach Veröffentlichung seines Berichts Drohungen von XRP-Fans

Nach der Veröffentlichung schrieb der CEO und Gründer von Messari, Ryan Selkis, einen Tweet, in dem er schilderte, dass er einen Drohanruf von einem anonymen Anrufer erhalten habe. Er schrieb, dass der Anrufer das Geburtsdatum seiner Frau sagte und wieder auflegte.

In einem Folge-Tweet kündigte Selkis an, dass er zwei weitere bedrohliche Anrufe erhalten habe. Er forderte mehrere hochrangige Mitarbeiter von Ripple auf, die Drohungen gegen seine Familie anzuprangern. Er argumentiert, dass die XRP-Community hinter ihnen steht und versprach sich davon wahrscheinlich ein Ende der unangenehmen Anrufe, die seine Familie zu terrorisieren scheinen. Zu den hochrangigen Mitarbeitern gehören der CEO Brad Garlinghouse, CTO David Schwartz und SVP von Marketing and Communications Monica Long.

Bislang hat unseres Wissens nach keiner der genannten Mitarbeiter von XRP offiziell zu den Tweets Stellung genommen. Während er auf Antworten wartete, ging Selkis in Sorge um seine Familie auf die örtliche Polizeiwache. Nach dem Besuch twitterte er noch einmal und sagte, dass es sich höchstwahrscheinlich um ein „Punk-Kind“ hinter den Drohungen handelt.

Während er auf eine Antwort von Ripple wartet, belegt XRP laut coinmarketcap.com weiterhin mit unveränderter Marktkapitalisierung den zweiten Platz.

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