Ripple ist bereits seit Jahren damit konfrontiert, dass XRP ein Security (dt. für Wertpapier) sein soll. Damit hätte das Unternehmen illegalerweise ein Wertpapier an Investoren verkauft. Wenn XRP als Wertpapier klassifiziert werden sollte, dann steht nicht nur Ripple vor rechtlichen Problemen, sondern auch der XRP Kurs vor einem möglichen Abverkauf. Nun hat sich der CEO von Ripple, Brad Garlinghouse, zu der aktuellen Situation zu Wort gemeldet und erklärt, warum XRP kein Security ist.

Ripple und die XRP Sammelklage

Ripple hat bereits eine harte Zeit mit den Aufsichtsbehörden hinter sich. Dabei geht es immer noch um die richtige Klassifizierung von XRP. Seit einer Weile steckt das Unternehmen in einem Sammelklage-Verfahren fest, um die Klassifizierung von XRP zu bestimmen. In einem Antrag, der im Dezember 2019 eingereicht wurde, beantragte Ripple den Fall zurückzuweisen, da dieser nicht rechtens sei. Die Klage begann im Jahr 2018 und wurde von Investoren und Mitgliedern der XRP Community eingeleitet. Diese sind nämlich davon, dass Ripple nicht ‚eingetragene‘ XRP an sie verkauft hat.

Ripple’s Antrag, der darauf abzielt die Klage einzustellen, wurde nun beim ‚U.S. District Court for the Northern District of California‘ eingereicht. Das bedeutet jetzt für alle, dass es noch viel länger dauern könnte, bis eine endgültige Entscheidung durch Richterin Phyllis Hamilton getroffen wird. Es wurde erwartet, dass die Richterin vorgestern, also am 15. Januar, ein Urteil verkündet. Niemand kann sagen, wie lange es dauert bis der Fall endgültig geklärt sein wird. Bis dahin bleiben sicherlich noch einige Fragezeichen offen.


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Ripple CEO Garlinghouse: „XRP ist kein Wertpapier“

Garlinghouse geht aufs Ganze und hat in einem kürzlichen Gespräch mit CNBC gesagt, dass es unmöglich ist, dass XRP als Wertpapier klassifiziert wird. Dabei nimmt er Ripple komplett aus der Verantwortung raus und gab einige Gründe an, warum XRP kein Wertpapier darstelle.

Ich denke, es ist sehr klar, dass XRP kein Wertpapier ist.

Die Begründung von Garlinghouse kennt sicherlich der ein oder andere, der sich mit Ripple und XRP bereits beschäftigt hat. Ripple und XRP stellen zwei verschiedene Entitäten dar, die man nicht direkt miteinander verschmelzen kann. Das liegt vor allem daran, dass XRP und der XRP Ledger ohne Ripple funktionieren und überleben können. Das haben die Gründer schlau gelöst.

[XRP] existiert unabhängig von Ripple, dem Unternehmen. Wenn Ripple die Firma morgen schließt, wird das XRP-Ökosystem weiter bestehen. Es ist eine unabhängige Open-Source-Technologie.

Der CEO von Ripple fügte hinzu, dass der Besitz von XRP den Inhabern in keiner Weise mit Ripple in Verbindung bringt. Der Besitz von XRP gibt niemandem Eigenkapital oder Anteile am Unternehmen.

XRP als Wertpapier hätte gravierende Folgen

Für Garlinghouse erfüllt XRP nicht die Qualitäten eines Wertpapiers, daher kann es als solches nicht eingestuft werden. Er ist davon überzeugt, dass die Entscheidung für XRP positiv ausfallen wird.

Mir fällt kein Argument ein, warum XRP als Wertpapier angesehen werden sollte, also mache ich mir keine Sorgen.

Ein negatives Urteil für XRP hätte teils gravierende Konsequenzen. Nicht nur, dass Ripple wohl eine hohe Strafe zahlen müsste, sondern auch ein möglicher Ausverkauf der XRP an den weltweiten Börsen. Die Panikverkäufe würden den XRP Kurs innerhalb kürzester Zeit abstürzen lassen. Doch davon sind wir, wenn man nach dem Empfinden von Garlinghouse geht, sehr weit entfernt. Wir sind gespannt wann und wie die Entscheidung ausfallen wird. Wir halten euch auf dem Laufenden.

Wird deiner Meinung nach XRP als Wertpapier eingestuft? Welche Konsequenzen hätte es für den Preis und Ripple?

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[Bildquelle: Shutterstock]