Wenn wir über das Thema der grenzüberschreitenden Zahlungen sprechen, dann fallen vor allem  zwei Begriffe: Ripple und Swift. Seit der Gründung von Ripple im Jahr 2012 hat Swift nicht mehr das alleinige Monopol auf den internationalen Zahlungsverkehr. Beide Firmen bieten Lösungen an, um (mehr oder weniger) schnell und effizient grenzüberschreitende Zahlungen zu tätigen.

Doch nicht nur große Banken machen von diesem Prozess Gebrauch. So sind es vor allem auch kleinere Händler und Mittelständler, die vom Trend der kostengünstigen und schnellen Zahlungen profitieren. Wir fragen uns, ob Ripple 2020 in Anbetracht des Wachstums beim internationalen Zahlungsverkehr einen Boom erleben wird?

Ripple Boom 2020? – Marcus Treacher ist optimistisch

Als Basis unseres Artikels dient ein aktueller Artikel von Marcus Treacher für Technative. Treacher hat bei Ripple die Position des „Senior Vice-President (SVP) of Customer Success“ inne, arbeitet seit über 30 Jahren in der Finanz- und Bankenbranche und kann auf mehr als 12 Jahre Erfahrung bei HSBC zurückblicken. Kurzum: ein Mann, der in diesem Bereich enorm viel Expertise vorweisen kann.

Im aktuellen Artikel spricht Treacher vor allem über die Chancen und das (nach wie vor) enorme Potenzial von grenzüberschreitenden Zahlungen. So sagte Treacher, dass der Trend kleiner Zahlungen in Echtzeit weiterhin ein großes Wachstum verzeichne, da insbesondere die Kundennachfrage für einfache und schnelle „on-demand“ Zahlungen wachse.

Es ist nicht verwunderlich, dass Treacher hierbei insbesondere auf die Rolle von Ripple eingeht. So sagte er, dass die globale Wirtschaft aktuell eine Transformation durchlebe, die weg von „analogen“ Zahlungsmitteln und hin zu digitalen Zahlungsmitteln gehe. Dabei spielen insbesondere Zahlungen für kleine Beträge (sog. micropayments) eine wichtige Rolle. Konkret heißt es im Artikel:

Wir erleben gerade einen Wechsel von den klassischen und wenigen ‚großen‘ Transaktionen hin zu vielen kleinen Zahlungsvorgängen. Gerade kleinere Firmen können von diesem Trend profitieren. Sie existieren oft erst seit einer kurzen Zeit, verzeichnen aber bereits ein hohes Wachstum. Dabei erleben sie häufig das Problem in „Vorkasse“ zu gehen bis die Zahlungen von ausländischen Kunden auf ihrem eigenen Konto verbucht worden sind.


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Relevanz von grenzüberschreitenden Zahlungen nimmt deutlich zu

Treacher betont hierbei die Relevanz von grenzüberschreitenden Zahlungen; insbesondere für kleinere und mittelgroße Firmen. Wie gerade eben bereits angesprochen, können diese durch die kostengünstigen und schnellen Zahlungsmethoden vor allem neue Märkte ‚erobern‘.

Durch die Lösungen von Ripple sei die Akzeptanz von internationalen Zahlungen nun kein Problem mehr. So könnten die kleineren Firmen ohne großen Aufwand ‚Invoices‘ erstellen und auch kleinere Beträge in Sekundenschnelle erhalten – ein enormer Vorteil im Vergleich zur aktuellen Situation. Denn aktuell sei der internationale Zahlungsverkehr vor allem langsam und fehleranfällig. Aufgrund der Kosten lohne sich die Akzeptanz vor allem erst bei größeren Beträgen, so der Ripple SVP.

Um das Ganze nun etwas greifbarer zu machen, nannte Treacher ein schönes Beispiel:

Ein japanischer Tourist besucht Thailand. Dort kann er Waren kaufen, indem er eine mobile App benutzt oder einen QR-Code scanned – dieser wiederum löst sofort eine grenzüberschreitende Zahlung von dem Account des japanischen Kundens mit Yen aus & schickt diese direkt zu dem Account des thailändischen Händlers in Baht. Wenn mehr und mehr Händler und Kunden diese Anbindung nutzen, dann wird das einen – wortwörtlich gesprochen – enormen Effekt haben.

Wir können also festhalten, dass der Ripple SVP für Customer-Success, Marcus Treacher, enorm viel Potenzial für Ripple sieht. Er betont insbesondere das Wachstum bei grenzüberschreitenden Zahlungen im B2C-Bereich. Dabei benennt er die wichtigsten Aspekte wie Liquidität, Kosten und Geschwindigkeit. Seiner Ansicht nach adressiert Ripple all‘ diese Punkte, sodass Ripple die Firma ist, die es zukünftig ermöglicht, Mikro-Transaktionen ’salonfähig‘ zu machen.

Damit steht einem Ripple Boom 2020 also nichts entgegen? – Wie denkst du über die Aussagen von Treacher? Wird Ripple weiterhin wachsen und falls ja, hat XRP ansatzweise die Chance von diesem Wachstum zu profitieren?

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[Bildquelle: Shutterstock]

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Daniel Wenz avatar
Autor
Daniel ist 24, hat einen Bachelor of Science als Wirtschaftsingenieur und ist als Content Creator bei Cryptomonday tätig. Seit 2014 ist er aktiv im Krypto-Sektor unterwegs. Das es dazu kam, hat er einer Vorlesung zu verdanken, in der über das disruptive Potenzial der Blockchain unterrichtet wurde. Seine Interessen umfassen die Technik und das breite Anwendungsgebiet der Technologie – nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Gesellschaft. Um den Zugang zu diesen komplexen Themen zu erleichtern, hat er selbst ein kleines Startup gegründet. Er beschäftigt sich mit der Verbreitung von BTC-Automaten in Deutschland und wirkte maßgeblich an Videos und Büchern mit.