Beim Mining direkt die Wohnung mitheizen? Warum eigentlich nicht? Das französische Start-up Qarnot hat spezielle Mininghardware entwickelt, die bei entsprechender Auslastung genug Abwärme produziert, um die eigenen vier Wände zu temperieren.

Das Gerät, QC1 genannt, besitzt zwei AMD-Grafikprozessoren des Typs Sapphire Nitro+ Radeon RX580 mit 8 Gigabyte VRAM, das Ethereum mit einer Rate von einer Million Hashes pro Sekunde mined. Bei voller Auslastung lassen sich laut Qarnot beim aktuellen Kurs rund 120 US-Dollar minen, nicht inbegriffen ist natürlich der dafür nötige Stromverbrauch.

Schnelle Einrichtung und leiser Betrieb beim Mining

Neu ist das Konzept nicht, wohl aber die simple Einrichtung: Das QC1 lässt sich laut Hersteller in unter zehn Minuten aufsetzen. Voraussetzung ist eine Ethernet-Verbindung und die Eingabe der Ethereum-Wallet-ID über eine spezielle Smartphoneapp. Eine Festplatte besitzt die Mining-Node nicht und soll im Betrieb extrem leise sein. Wer sich etwas besser mit Mining auskennt, kann mit dem Gerät auch andere Coins außer Ethereum minen.

Ein großer Haken an der Idee ist der Kostenpunkt für die Node: sie kostet 3600 US-Dollar, damit müsste das Gerät mindestens drei Jahre lang durchlaufen, um die Anschaffungskosten wieder reinzubekommen – erst dann geht es mit dem Geld verdienen los.

[Bild: qarnot.com] [via]
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Kathrin ist Redakteurin für Base58. Kathrin hat Anglistik und Literaturwissenschaften an der Ruhr-Universität in Bochum studiert und entdeckte schon früh ihr Interesse an journalistischer Arbeit. Seit über zehn Jahren arbeitet sie für verschiedene Verlage und ist spezialisiert auf Themen aus den Bereichen Forschung, Wissenschaft und Technik. Auf Grund ihres technischen Hintergrunds interessiert sie sich vor allem für Blockchain-Anwendungsfälle.