Opensea – ein beliebter Peer-to-Peer-Marktplatz für NFTs und Sammlerstücke – geriet kürzlich in Kritik. Ein Mitarbeiter gab „Insiderhandel“ zu. Er soll seine Position missbraucht haben, um den Kauf von NFTs voranzutreiben, bevor sie auf der Homepage der Website beworben wurden. Händler haben den Marktplatz seitdem beschuldigt, einen „Insider-Händler“ zuzulassen.

Allerdings gibt es derzeit keine spezifischen NFT-Gesetze für solche Praktiken. Das bedeutet, dass Opensea und der betreffende Mitarbeiter technisch gesehen nichts falsch gemacht haben. Viele Händler sind jedoch der Meinung, dass man sowohl den Marktplatz als auch den Händler dafür bestrafen sollte. Ihre Handlungen wären aus moralischer Sicht falsch.

Die Besorgnis über die Vorgänge bei NFTs auf Opensea begann am Dienstag, als der Twitter-Nutzer ZuwuTV, über die merkwürdigen Kaufgewohnheiten des Produktchefs von Opensea, Nate Chastain, berichtete. Laut ZuwuTV sah es so aus, als ob Chastain NFTs kaufte, bevor sie auf der Startseite erschienen. Danach stieg die Nachfrage und der Preis sprunghaft an. Und das Geld floss in die Tasche des Mitarbeiters.

ZuwuTV hat sich nicht dazu geäußert, wie oft er dieses Verhalten vermutet hat. Er hat auch keine ungefähre Angabe zu Chastains Einnahmen aus diesem Verhalten gemacht. Die auf die Anschuldigungen folgende Untersuchung war jedoch umfangreich und umfasste eine Analyse der Wallet sowie der Wayback-Maschine. Auch die Transaktionen von Wallet zu Wallet wurden untersucht. ZuwuTV rief auch andere dazu auf, die verdächtigen Kaufgewohnheiten zu untersuchen, ob er etwas übersehen hatte.

Opensea reagiert auf die Anschuldigungen

Kurz darauf reagierte Opensea auf die Anschuldigungen mit einem Blogbeitrag. Er wurde von CEO Devin Finzer verfasst und räumte die Vorwürfe ein. Opensea wies jedoch darauf hin, dass die von Chastain gezeigten Praktiken nicht die Werte des Marktplatzes als Ganzes widerspiegeln.

In dem Beitrag heißt es:

Das ist unglaublich enttäuschend. Wir möchten klarstellen, dass dieses Verhalten nicht unsere Werte als Team repräsentiert.

Finzer kündigte außerdem an, dass das Unternehmen eine externe Überprüfung eingeleitet hat. Dadurch will man die genauen Vorgänge ermitteln und ein umfassendes Verständnis der Situation erlangen. Bis diese Überprüfung abgeschlossen ist, hat das Unternehmen zusätzliche Personalrichtlinien eingeführt. Das soll eine Wiederholung dieses Verhaltens verhindern. Opensea möchte nun das Vertrauen der Nutzer zurückgewinnen.

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Ruby ist seit 2 Jahren eine professionelle Autorin für den Bereich persönliche Finanzen und Investitionen und baut derzeit ihr eigenes Portfolio an Altcoins auf. Gleichzeitig studiert sie Psychologie an der University of Winchester mit Schwerpunkt auf statistische Analysen.