Die SanDisk-Aktie hat eine starke Kurswende erlebt und ist gegenüber ihrem jüngsten Allzeithoch um 35 % gefallen. Dieser Ausverkauf hat sich heute, am 7. Juli, noch verstärkt, da Unternehmen aus dem Speicherbereich nach den starken Samsung-Ergebnissen stark eingebrochen sind. Ist das also eine goldene Gelegenheit, bei Kursrückgängen zu kaufen, oder sollten Anleger bei Kursanstiegen verkaufen?
SanDisk-Aktie stürzt inmitten von Speicherproblemen ab
Der anhaltende Ausverkauf der SanDisk-Aktie ist vor allem auf die Ereignisse zurückzuführen, die sich heute früh in Südkorea zugetragen haben. In einer Erklärung teilte Samsung mit, dass Umsatz und Gewinn im zweiten Quartal stark gestiegen seien, da die Nachfrage nach Speicherchips und Halbleitern sprunghaft angestiegen sei.
Anstatt zu steigen, brachen die Samsung-Aktien jedoch ein – zum Teil, weil das starke Wachstum bereits eingepreist war. Das haben wir kürzlich gesehen, als Micron starke Zahlen veröffentlichte und sein Quartalsumsatz 40 Milliarden Dollar erreichte. Nach einem anfänglichen Anstieg gab die Aktie diese Gewinne dann wieder ab.
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Die meisten Unternehmen der Speicherbranche verzeichneten heute Kursverluste, wobei der DRAM-ETF von seinem Allzeithoch von 81 US-Dollar auf 59 US-Dollar fiel. Top-Namen wie das japanische Unternehmen Kioxia, das südkoreanische Unternehmen SK Hynix und Micron verloren heute über 5 %.
Fundamental läuft es bei SanDisk gut. Die jüngsten Ergebnisse zeigten, dass der Umsatz des Unternehmens im ersten Quartal auf 5,9 Milliarden Dollar sprang – gegenüber 1,69 Milliarden Dollar im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der Umsatz in den ersten neun Monaten lag bei 11,2 Milliarden Dollar, gegenüber zuvor 5,4 Milliarden Dollar.
Die Prognosen fallen sogar noch besser aus: Analysten erwarten, dass der Jahresumsatz in diesem Jahr um 168 % auf 19,75 Milliarden US-Dollar steigen wird. Im nächsten Jahr sollen dann 47 Milliarden US-Dollar folgen – enorme Zahlen für ein Unternehmen, das im gesamten letzten Jahr 7,7 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet hat.
Insbesondere glauben Analysten, dass der anhaltende Speicherboom aufgrund des knappen Angebots und der hohen Nachfrage noch weiter anziehen wird. Sollte dies eintreten, wird SanDisk daher weiterhin ein starkes Umsatz- und Gewinnwachstum verzeichnen.
Vor allem aber ist SanDisk angesichts seines starken Umsatz- und Gewinnwachstums noch nicht stark überbewertet. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt bei 26 und damit leicht über dem Branchendurchschnitt von 25.
Die SNDK-Aktie steht vor einigen großen Risiken
Nach einem Kursanstieg von über 4.000 % in den letzten 12 Monaten stehen der SanDisk-Aktie einige erhebliche Risiken bevor. Eines davon ist die mögliche Umschichtung von den schnell wachsenden Halbleiter- und Speicherunternehmen hin zu Nachzüglern wie Softwareunternehmen und Hyperscalern. Mike Wilson von Morgan Stanley prognostizierte diese Entwicklung in einem Bloomberg-Interview.
Ein weiteres Risiko besteht darin, dass die Speicherbranche seit jeher zyklisch ist, wie wir in den letzten Jahren gesehen haben. Das bedeutet, dass diese Unternehmen eine Zeit lang gut abschneiden und dann einbrechen. Ein gutes Beispiel dafür ist das Jahr 2023, als der Umsatz von Micron von 30 Milliarden US-Dollar im Vorjahr auf 15 Milliarden US-Dollar abstürzte.
Zudem deuten die technischen Indikatoren darauf hin, dass die Aktie nun in die Abwärtsphase der Wyckoff-Theorie übergeht. In dieser Phase beginnen Anleger, ihre Aktien zu verkaufen, um Gewinne mitzunehmen. Infolgedessen könnte der Kurs in Richtung der psychologischen Marke von 1.000 Dollar fallen und dann den Aufwärtstrend wieder aufnehmen, wenn Anleger die Kursschwäche zum Kauf nutzen.
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