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DRAM-Aktien sinken: Wie geht es weiter mit diesem ETF von Micron, SanDisk und Western Digital?

Crispus Nyaga
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Crispus Nyaga
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Crispus ist ein Finanzanalyst mit über 9 Jahren Erfahrung in der Branche. Für einige der führenden Marken deckt er Kryptowährungen, Forex, Aktien und Rohstoffe ab. Er ist auch ein leidenschaftlicher Trader, der sein Familienkonto führt. Crispus lebt mit seiner Frau und seinem Sohn in Nairobi.
Aktualisiert: 03. Juli 2026

Der Roundhill Memory ETF (DRAM) ist heute zweistellig eingebrochen, da seine wichtigsten Bestandteile wie Micron, Sandisk und Western Digital stark nachgaben. Der DRAM fiel auf 59,25 Dollar, den tiefsten Stand seit dem 10. Juni, und liegt damit 27 % unter seinem Allzeithoch.

DRAM stürzt ab, während Speicheraktien einbrechen

Der Roundhill Memory ETF hat sich zum am schnellsten wachsenden Fonds der Geschichte entwickelt – sein Vermögen stieg in weniger als drei Monaten auf über 25 Milliarden US-Dollar.

Dieser Anstieg erfolgte, als Investoren massiv in Unternehmen investierten, die Speicherchips herstellen – diese sind im Zuge des anhaltenden Booms der künstlichen Intelligenz (KI) unverzichtbar geworden.

Ein Blick auf die Aktienmärkte in den USA, Südkorea und Japan zeigt, dass Speicherhersteller in diesem Jahr zu den besten Performern gehören. In den USA zählen Sandisk, Micron und Western Digital zu den größten Gewinnern.

Ähnlich verhält es sich in Japan, wo Kioxia der Spitzengewinner ist, während in Südkorea SK Hynix und Samsung florieren und ihre Marktkapitalisierungen die 1-Billionen-Dollar-Marke überschritten haben.

Diese Aktien sind aufgrund der anhaltenden Speicherknappheit in die Höhe geschossen und haben damit einen neuen Rekordstand erreicht. Erst kürzlich gab Micron bekannt, dass sein Umsatz im dritten Quartal auf 41 Milliarden Dollar gestiegen ist, und prognostizierte, dass er im letzten Quartal 50 Milliarden Dollar erreichen wird. Alle diese Unternehmen verzeichnen dreistellige Renditen.

Die Herausforderung besteht jedoch darin, dass es Anzeichen dafür gibt, dass die Branche vor Turbulenzen steht. Apple hat bereits gewarnt, dass es die Preise für seine nächsten iPhones und MacBooks erhöhen wird. Und diese Woche hieß es in Medienberichten, dass das Unternehmen die Trump-Regierung dazu dränge, den Import chinesischer Speicherprodukte zu genehmigen.

Sollte dies geschehen, würde das bedeuten, dass auch andere Unternehmen diese Produkte aus China importieren könnten. Dennoch haben einige Senatoren, darunter Tom Cotton, gewarnt, dass dies eine schlechte Idee wäre. Stattdessen drängen sie darauf, dass Speicherhersteller in die USA expandieren.

Die Aktien sind zudem eingebrochen, nachdem eine Gruppe von PC-Herstellern das Unternehmen wegen Manipulation der Speicherbranche verklagt hat. Diese Klage wurde in Kalifornien eingereicht und könnte die Unternehmen dazu zwingen, ihre Strategien zu erklären.

Gleichzeitig sind Investoren besorgt über die jüngste Ankündigung, dass Meta Platforms erwägt, seine überschüssigen Kapazitäten an andere Unternehmen zu verkaufen. Das könnte ein Zeichen dafür sein, dass das Unternehmen beim Ausbau seiner Rechenzentren zu stark expandiert ist.

DRAM-ETF hat einen großen Schwachpunkt

Wie wir bereits geschrieben haben, weist der Roundhill Memory ETF einen großen Schwachpunkt in seiner Zusammensetzung auf. Das liegt daran, dass er 15 Unternehmen einer einzigen Branche abbildet. Drei dieser Unternehmen – Samsung, SK Hynix und Micron – machen über 70 % des Fonds aus.

DRAM-Bestandteile | Quelle: Roundhill

Das bedeutet, dass sich der Fonds weiterhin gut entwickeln wird, solange es diesen drei Unternehmen gut geht. Das Risiko besteht jedoch darin, dass die drei Firmen derselben Branche angehören und eine größere Herausforderung – wie beispielsweise fallende Speicherpreise – die Wertentwicklung des Fonds beeinträchtigen wird. Experten empfehlen stets, in ETFs aus diversifizierten Branchen zu investieren.

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Zudem besteht das Risiko einer stark steigenden Verschuldung, insbesondere in Südkorea. Ein aktueller Bericht von Citi zeigte, dass die Verschuldung der privaten Haushalte in den letzten Monaten stark angestiegen ist. Dieser Anstieg wurde durch die relativ niedrigen Zinsen und die Tatsache getrieben, dass viele Südkoreaner an die Börse wechseln. In den meisten Fällen endet diese exzessive Kreditaufnahme nicht gut.

DRAM-Aktie bildete ein bärisches Divergenzmuster

DRAM-ETF-Chart | Quelle: TradingView

Auch technische Faktoren erklären, warum der DRAM-ETF in letzter Zeit eingebrochen ist. Er bildete ein bärisches Divergenzmuster, das auftritt, wenn Oszillatoren wie der Relative Strength Index (RSI) und der Percentage Price Oscillator (PPO) fallen, während der Kurs steigt. Das führt oft zu weiteren Kursverlusten.

Die Aktie ist nun unter die untere Grenze des Aufwärtskanals und den gleitenden 50-Tage-Durchschnitt gefallen. Daher werden DRAM-Aktien wahrscheinlich weiter fallen und das wichtige Unterstützungsniveau von 50 $ erreichen.

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Crispus Nyaga
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Crispus ist ein Finanzanalyst mit über 9 Jahren Erfahrung in der Branche. Für einige der führenden Marken deckt er Kryptowährungen, Forex, Aktien und Rohstoffe ab. Er ist auch ein leidenschaftlicher Trader, der sein Familienkonto führt. Crispus lebt mit seiner Frau und seinem Sohn in Nairobi.