Die Aktien von Neocloud-Computing-Unternehmen sind heute eingebrochen, nachdem in einem Bericht bekannt wurde, dass Mark Zuckerbergs Meta plant, in die Branche einzusteigen. Der Kurs der CoreWeave-Aktie fiel auf 86,62 Dollar – den tiefsten Stand seit dem 9. April und 38 % unter dem Höchststand vom Mai.
Aktien von CoreWeave, Nebius und IREN stürzten nach wichtigen Meta-Nachrichten ab
Auch die Nebius-Aktie ist in einen technischen Bärenmarkt gerutscht, nachdem sie gegenüber ihrem Höchststand im Juni um 20 % gefallen ist. Die IREN-Aktie stürzte auf 43,25 $ ab, was einem Rückgang von fast 40 % gegenüber dem Jahreshoch entspricht.
Auslöser für den Rückgang dieser Neocloud-Aktien war ein Bericht von Bloomberg, in dem darauf hingewiesen wurde, dass Meta Platforms ein Cloud-Geschäft aufbaut, um seine Überkapazitäten an andere Hyperscaler zu verkaufen. Das ist eine wichtige Nachricht für diese Neocloud-Unternehmen, da es bedeutet, dass sie möglicherweise kurz davor stehen, einen großen Kunden zu verlieren. Meta hat bereits einen Vertrag über 27 Milliarden Dollar mit Nebius unterzeichnet.
WEITERLESEN: Circle-Aktienanalyse: Ist Open USD wirklich eine Bedrohung für USDC?
Gleichzeitig bedeutet dies, dass der Wettbewerb in der Branche zunimmt – eine Entwicklung, die ihre Verhandlungsposition bei Vertragsverhandlungen mit anderen Unternehmen wie Google und Microsoft schwächen wird.
Der Wettbewerb hat in den letzten Monaten bereits zugenommen, da die meisten Bitcoin-Mining-Unternehmen wie Mara Holdings, Hive Digital, Cipher Mining, TeraWulf und Hut 8 in die Branche eingestiegen sind.
Vor allem aber ist auch SpaceX in diesen Bereich eingestiegen. Das Unternehmen hat kürzlich einen Großauftrag von Google an Land gezogen, das ihm monatlich 950 Millionen Dollar zahlen wird. Reflection AI zahlt ihm mittlerweile monatlich 150 Millionen Dollar, während Anthropic monatlich 1,25 Milliarden Dollar überweist.
CRWV, IREN und NBIS stehen vor weiteren Herausforderungen
Auch CoreWeave, IREN und Nebius stehen vor weiteren Herausforderungen, was erklärt, warum Investoren Short-Positionen in diesen Unternehmen eingegangen sind. Bei CRWV liegt der Short-Anteil bei 15 %, während er bei Nebius und IREN bei 23 % bzw. 18 % liegt.
Zum Beispiel steigen die Kosten für Speicher und GPUs in diesem Jahr aufgrund der Lieferengpässe weiter an. Dieser Anstieg belastet ihre ohnehin schon knappen Bilanzen und weckt Befürchtungen, dass sie ihre Aktionäre verwässern könnten.
Zudem gibt es Bedenken wegen ihrer stark steigenden Abschreibungskosten, die mit der Einführung neuerer Chips weiterhin hoch bleiben könnten. So stiegen die Abschreibungen bei IREN im letzten Quartal auf 445 Millionen Dollar, während sie bei CoreWeave auf 4,8 Milliarden Dollar kletterten. Nebius verzeichnete über 844 Millionen Dollar – ein beträchtlicher Betrag, da der Umsatz des Unternehmens bei 400 Millionen Dollar lag.
WEITERLESEN: Strategy führt „Digital Credit Capital Framework“ ein, um die BTC-Liquidität zu steigern