Strategy hat ein neues „Digital Credit Capital Framework“ eingeführt, das nach eigenen Angaben darauf ausgelegt ist, seine bevorzugten „Digital Credit“-Wertpapiere zu stärken und die langfristige Wertschöpfung zu fördern. Das Unternehmen hat den Plan am 29. Juni in einer 8-K-Meldung bekannt gegeben, zusammen mit aktuellen Informationen zu Dividenden und Aktienrückkäufen. Dies folgt auf zwei Jahre rasanten Wachstums im Bereich „Digital Credit“, einschließlich der Aufnahme von Milliardenbeträgen durch Bitcoin-besicherte Vorzugsaktien wie STRC.
Im Rahmen dieses Konzepts will Strategy steuern, wie viel „Digital Credit“ es im Verhältnis zu seinen Bitcoin-Beständen und Barreserven emittiert. Das Ziel ist es, die Finanzierungskosten attraktiv zu halten und gleichzeitig eine übermäßige Verschuldung bei starken Kursrückgängen auf dem Bitcoin-Markt zu vermeiden. In Unternehmensunterlagen wird das Konzept als Leitfaden für Entscheidungen zur Kapitalallokation zwischen „Digital Credit“, traditionellen Schuldtiteln, Stammaktien und Bitcoin selbst beschrieben.
Liquiditätspuffer und BTC-Monetarisierungsprogramm
Ein wesentlicher Bestandteil des Rahmens ist eine größere US-Dollar-Reserve für Verpflichtungen im Bereich „Digital Credit“. Strategy gibt an, derzeit über USD-Reserven in Höhe von etwa 2,55 Milliarden US-Dollar zu verfügen, was laut dem Vorstandsvorsitzenden Michael Saylor „die Dividendenzahlungen für 17,4 Monate abdecken sollte“. Das Unternehmen hat zugesagt, eine Deckung von mindestens 12 Monaten „aufrechtzuerhalten“, und könnte diesen Puffer bei Marktveränderungen aufstocken.
Um die Reserve zu finanzieren, hat Strategy ein BTC-Monetarisierungsprogramm ins Leben gerufen. Das Programm ermöglicht es dem Unternehmen, eine begrenzte Menge an Bitcoin zu verkaufen, um die Reserve aufzustocken. Außerdem kann es damit Dividenden und Zinsen auszahlen oder Digital-Credit-Wertpapiere und MSTR-Aktien zurückkaufen.
Das Unternehmen hat den Bitcoin-Verkauf zum Aufbau der Reserve auf 1,25 Milliarden US-Dollar begrenzt. Es betonte, dass Rückkäufe nicht aus der US-Dollar-Reserve erfolgen werden.
Auch wenn das Unternehmen mehr Barmittel beiseitelegt, sagt Strategy, dass das Rahmenwerk darauf abzielt, das langfristige Bitcoin-Engagement für Stammaktionäre zu erhalten. In einem aktuellen Update sagte Saylor, das Modell biete dem Unternehmen „mehrere Hebel, um unsere Bilanz zu optimieren und auf Marktbedingungen zu reagieren“, während der Fokus darauf liege, „den Bitcoin-Wert pro Aktie für unsere Stammaktionäre langfristig zu steigern“. Ende Mai hielt Strategy 843.738 Bitcoin und meldete 220.900 Sats Bitcoin pro Aktie.
Digital Credit spielt dabei weiterhin eine zentrale Rolle. Auf der Bitcoin 2026-Konferenz beschrieb Saylor STRC als ein mit Bitcoin besichertes „digitales Kreditinstrument“. Es wandelt die langfristige Kapitalrendite von Bitcoin in monatliche Erträge für renditeorientierte Anleger um.
Durch die Kombination dieser Produkte mit dem neuen Kapitalrahmen und der neuen Reservepolitik will Strategy den Ausbau von Digital Credit weiter vorantreiben. Außerdem zielt das Unternehmen darauf ab, Marktabschwünge zu überstehen und seinen Bitcoin-Bestand über viele Zyklen hinweg zu vergrößern.
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