Grayscale sagt die US-Krypto-Gesetze und die nächste Entscheidung der Federal Reserve könnten den nächsten großen Schritt von Bitcoin bestimmen. In einer neuen Analyse erklärte das Unternehmen, der jüngste Rückgang von Bitcoin sei auf Erwartungen einer strafferen Geldpolitik und Unsicherheiten bezüglich des „Digital Asset Market Clarity (CLARITY) Act“ im US-Senat zurückzuführen. Der Gesetzentwurf zielt darauf ab, klare Rahmenbedingungen für die Märkte für digitale Vermögenswerte zu schaffen, indem die Aufsicht zwischen der SEC und der CFTC aufgeteilt und Standards für Börsen und andere Organisationen festgelegt werden.
Bitcoin ist bereits deutlich von seinem Höchststand im Jahr 2025 gefallen und nähert sich nun einem entscheidenden Wendepunkt, so Grayscale. Die politischen Schritte in Washington könnten darüber entscheiden, ob es sich um eine Spätphase des Abschwungs oder um den Beginn einer neuen Abwärtsbewegung handelt, so das Unternehmen. Daher beobachten Investoren den Kongress und die Fed genauso aufmerksam wie On-Chain-Daten oder technische Indikatoren.
Basisszenario: CLARITY wird verabschiedet und die Fed macht eine Pause
In seinem Basisszenario skizziert Grayscale einen hoffnungsvolleren Weg für Bitcoin. Das Unternehmen sagt: „Wenn der CLARITY Act den Senat passiert, Strategy seine Bilanz stärkt und die Fed mit Zinserhöhungen wartet, könnte Bitcoin nahe am Tiefpunkt des Zyklus sein.“ Da Strategy, ein bedeutender Halter digitaler Vermögenswerte, unter Leverage-Druck stand, würde eine stärkere Bilanz das Risiko von Zwangsverkäufen verringern.
Grayscale verknüpft eine mögliche Erholung zudem mit den Zinsaussichten. In seiner Analyse heißt es: „Wenn wir richtig liegen, könnte der Bitcoin-Preis zu den Aktien aufschließen“, wenn die Fed die Zinsen beibehält, anstatt sie weiter anzuheben. Da höhere Zinsen in der Regel Risikoanlagen schaden, könnte eine Pause die Nachfrage nach Bitcoin wieder ankurbeln, da die Anleger ihr Vertrauen zurückgewinnen.
Allerdings skizziert Grayscale auch ein klares Abwärtsszenario. Das Unternehmen warnt: „In einem Abwärtsszenario wird der CLARITY Act in diesem Jahr nicht verabschiedet, Strategy und andere DATs bauen ihre Verschuldung weiter ab, und die Fed ist aufgrund anhaltender Inflation gezwungen, die Zinsen anzuheben.“ In diesem Fall könnten die Digital-Asset-Treasuries mehr Bitcoin verkaufen, um Risiken abzubauen, was zusätzlichen Druck auf die Preise ausüben würde.
Zach Pandl, Forschungsleiter bei Grayscale, warnt: „Sollten sich die Abwärtsrisiken materialisieren, könnte Bitcoin noch moderat weiter fallen.“ Er merkt an, dass eine restriktivere Fed und hartnäckige Inflation die Märkte bereits dazu gebracht haben, mögliche Zinserhöhungen statt Senkungen einzupreisen. Daher könnte die Entwicklung von Bitcoin für den Rest des Jahres davon abhängen, ob der Gesetzgeber für regulatorische Klarheit sorgt und ob die Fed geduldig bleibt.
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