Der Kurs der MSTR-Aktie setzte diese Woche seinen Sturzflug fort und erreichte den tiefsten Stand seit 2024, da der Bitcoin-Kurs nachgab und die Sorgen um die Bilanz des Unternehmens zunahmen. Er ist gegenüber seinem Höchststand vom November 2024 um 85 % eingebrochen. Ist der MSTY-ETF mit einer Rendite von 66 % also eine bessere Alternative, da die Strategy-Aktien fallen?
Warum die MSTR-Aktie fällt
Grob gesagt gibt es drei Hauptgründe, warum der MSTR-Aktienkurs dieses Jahr im freien Fall ist. Erstens ist der Rückgang auf den anhaltenden Bitcoin-Crash zurückzuführen, da der Kurs von einem Rekordhoch von 126.300 $ auf heute 59.000 $ gefallen ist. BTC ist aufgrund der schwachen Nachfrage an den Spot-ETF- und Terminmärkten gefallen, da Investoren in den boomenden Aktienmarkt umgeschichtet haben.
Zweitens ist die Strategy-Aktie in den letzten Monaten aufgrund des anhaltenden Rückgangs ihrer Vorzugsaktien wie STRC, STRD, STRK und STRF eingebrochen. Alle diese Wertpapiere sind von ihrem Nennwert abgestürzt, da die Anleger weiterhin Bedenken hinsichtlich der Bilanzen des Unternehmens haben. Es besteht die Befürchtung, dass das Unternehmen seine Aktionäre durch den Verkauf weiterer Aktien verwässern muss. Möglicherweise beschließt es auch, seine Bitcoins mit Verlust zu verkaufen.
Drittens ist die Aktie aufgrund der anhaltend schwachen Nachfrage bei Unternehmen im Bereich der digitalen Vermögensverwaltung gefallen. Ein genauerer Blick auf die meisten dieser Unternehmen, wie Strive, BitMine und GameStop, zeigt, dass sie in diesem Jahr alle nachgegeben haben, während ihre Leerverkaufspositionen in die Höhe geschossen sind.
Auch technische Faktoren erklären, warum die Aktie gefallen ist. Sie ist unter allen gleitenden Durchschnitten geblieben, und bei genauerer Betrachtung zeigt sich, dass sie unter die wichtige Unterstützung bei 104,42 $ gefallen ist – ihr Tiefststand im Februar. Daher ist es wahrscheinlich, dass die Aktie weiter fallen wird, da Investoren die wichtige Unterstützung bei 50 $ ins Visier nehmen.
Die MSTR-Aktie ist eingebrochen | Quelle: TradingViewIst die MSTY-Aktie eine bessere Alternative?
Der anhaltende Kurssturz der MSTR-Aktie hat Anleger dazu veranlasst, den MSTY-ETF mit einer Rendite von 66 % in Betracht zu ziehen, der über ein verwaltetes Vermögen (AUM) von über 745 Millionen US-Dollar verfügt.
MSTY ist ein Fonds, der Anlegern ein Engagement in Strategy ermöglichen und gleichzeitig wöchentliche Dividendenerträge bieten soll. Dies wird durch eine „Covered Call“-Strategie erreicht, bei der der Basiswert gekauft und anschließend Call-Optionen darauf verkauft werden. Diese Optionsverkäufe generieren Prämieneinnahmen, die der Fonds als Dividenden an die Anteilseigner ausschüttet.
In diesem Fall verkauft der MSTY-ETF Call-Spreads, indem er Optionsprämien aus der Volatilität von MSTR erzielt. Doch trotz der hohen Dividendenrendite schneidet der Fonds nicht besser ab als MSTR. Die Daten zeigen, dass die MSTR-Aktie in diesem Jahr um 41,4 % gefallen ist, verglichen mit einem Rückgang von 40 % beim MSTY. Die 12-Monats-Rendite von MSTY lag bei minus 73 % und war damit etwas besser als die von MSTR mit minus 76 %.
MSTR vs. MSTY vs. STRC | Quelle: SeekingAlphaTatsächlich hat die fallende STRC-Aktie diese Fonds übertroffen. Sie ist in diesem Jahr um etwa 18,90 % gefallen, verglichen mit den Rückgängen von MSTY und MSTR um 41,4 % bzw. 40 %.
MSTY ist nicht der einzige „Covered Call“-ETF, der hinter seinen Kernanlagen zurückgeblieben ist. So hat beispielsweise der JPMorgan Nasdaq Equity Premium Income ETF (JEPQ) in diesem Jahr eine Gesamtrendite von 9,15 % erzielt, verglichen mit 16,47 % beim QQQ.