Republikanische Abgeordnete stehen unter neuem Druck, den „Clarity Act“ noch vor der Sommerpause im August voranzubringen. Sie kehren am 13. Juli zurück und haben dann nur noch etwa 20 Arbeitstage Zeit, um den Gesetzentwurf durch den Senat und zurück ins Repräsentantenhaus zu bringen. Nachdem der erbitterte Kampf um das Wohnungsbaugesetz die Parteieinheit geschwächt hat, sehen viele GOP-Mitglieder die Krypto-Gesetzgebung nun als Möglichkeit, wieder an Schwung zu gewinnen und auf die Bedenken der Wähler einzugehen.
Jetzt ist der Zeitpunkt genauso entscheidend wie der Inhalt des Gesetzentwurfs. Die Senatoren müssen den „Clarity Act“ mit anderen Prioritäten in Einklang bringen, darunter auch ungelöste Debatten zum Thema Ethik. Auch wenn diese Themen den Terminkalender überfüllen, betrachten die Mitarbeiter der Republikaner den „Clarity Act“ zunehmend als ein Muss.
Infolgedessen kommen die Gespräche, die zuvor nur schleppend vorankamen, nun in Schwung.
Branchenführer sehen Chance für eine Einigung
Unterdessen sind einige führende Köpfe der Krypto-Branche angesichts des verkürzten Zeitplans unerwartet optimistisch. Politischer Druck und kurze Fristen können den Verhandlungsführern helfen, klare Standards auszuarbeiten, so Miles Jennings von Andreessen Horowitz.
Die bevorstehende Frist zwingt seiner Ansicht nach beide Parteien dazu, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und die Nebenschauplätze beiseite zu lassen, die den Fortschritt normalerweise verzögern. Er sagte, dies sei eine seltene Gelegenheit für den Kongress, einen funktionierenden Rahmen für digitale Vermögenswerte zu schaffen.
Ähnlich erklärt Kristin Smith, Präsidentin des Solana Institute , warum sie weiterhin daran glaubt, dass es einen Weg zur Verabschiedung im nächsten Monat gibt. Sie merkt an, dass viele Gesetzgeber mittlerweile besser verstehen, wie unklare Regeln sowohl Entwicklern als auch Investoren schaden.
Da das parteiübergreifende Interesse an Verbraucherschutz und Innovation gewachsen ist, glaubt sie, dass der „Clarity Act“ genügend Unterstützung finden kann, sobald sich die Senatoren auf zentrale Definitionen und die Aufsicht konzentrieren. Auch wenn nichts garantiert ist, sagt sie der Branche, dass dieses Zeitfenster zwar eng, aber real ist.
Der Weg nach vorn für den „Clarity Act“
Mit Blick auf die Zukunft werden die nächsten vier Wochen wahrscheinlich darüber entscheiden, ob der „Clarity Act“ vorankommt oder ins Stocken gerät. Wenn sich die Senatsausschüsse darauf einigen können, welche Behörden die verschiedenen Token-Arten beaufsichtigen, könnte der Gesetzentwurf schnell im Plenum behandelt werden. Verzögerungen durch unabhängige Auseinandersetzungen über Ethik oder Wohnungsbau könnten die Krypto-Regelungen jedoch bis in den Herbst verschieben, wenn der Wahlkampf die Politik überschatten könnte.
Angesichts dieses Risikos wägen die Führer der Republikaner ab, wie viele Kompromisse sie eingehen müssen, um den Zeitplan einzuhalten. Stimmen aus der Branche wie Jennings und Smith drängen den Kongress, diesen Moment zu nutzen, anstatt auf einen „perfekten“ Gesetzentwurf zu warten. Sie argumentieren, dass ein klarer, funktionsfähiger Rahmen noch in diesem Sommer besser sei als jahrelange Unsicherheit, die Entwickler und Nutzer im Ungewissen lässt.
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