Aave-Gründer Stani Kulechov wehrt sich gegen neue Spekulationen rund um den Token des DeFi-Protokolls und erklärt, er verkaufe AAVE nicht mit einem hohen Abschlag und die Einnahmen des Protokolls blieben in der Community-Kasse. Außerdem deutet er eine neue Version von „Aavenomics“ an, die automatisierte Rückkäufe des Tokens vorsehen würde.
In jüngsten Beiträgen erklärte Kulechov, dass AAVE-Token nicht mit einem Abschlag von 70 % gegenüber den Marktpreisen angeboten würden. Er bestritt, heimlich Token zu vorteilhaften Konditionen an externe Bieter verkauft zu haben, und sagte, die Vorwürfe spiegelten nicht wider, wie das Projekt seine Finanzen verwaltet.
Stattdessen betonte er, dass 100 % der Protokoll-Einnahmen an die Aave-DAO fließen. In seinen Ausführungen stellte er dies als ein Kernprinzip des Projektdesigns dar: Token-Inhaber – und nicht ein einzelner Gründer oder ein Unternehmen – kontrollieren über die Governance die Gebühren und Zinsen aus den Kreditmärkten.
Kulechovs Antwort soll der Community versichern, dass es keine versteckte Vertragsstruktur gibt, die den Wert des Tokens untergräbt. Sie bekräftigt zudem die Idee, dass die DAO Eigentümerin der Cashflows von Aave ist und diese transparent verwalten sollte.
Aavenomics 3.0 und automatisierte Rückkäufe
Neben seiner Zurückweisung gab Kulechov einen kleinen Vorgeschmack auf das, was er „Aavenomics 3.0“ nannte. Er beschrieb diese nächste Phase als einen automatisierten Rückkaufmechanismus für AAVE, der aus den Protokoll-Einnahmen finanziert wird . Einfach ausgedrückt würde das System einen Teil der von Aave eingenommenen Gebühren nutzen, um AAVE auf dem Markt gemäß den von der Governance festgelegten Regeln zu kaufen.
Er wies darauf hin, dass das Ziel darin bestehe, eine direktere Verbindung zwischen der Protokollnutzung und der Nachfrage nach dem Token herzustellen. Ein automatisierter Rückkauf könnte langfristigen Inhabern stetig Wert zurückgeben, indem er das zirkulierende Angebot im Laufe der Zeit reduziert, während alle Geldströme weiterhin von der DAO gesteuert werden.
Kulechovs Äußerungen deuten darauf hin, dass sich Aavenomics 3.0 auf eine klarere Umsatzverteilung, On-Chain-Transparenz und eine engere Abstimmung zwischen den Kreditgeschäften von Aave und dem wirtschaftlichen Profil von AAVE konzentrieren wird. Das Update würde auf früheren Versionen von Aavenomics aufbauen, die das Konzept von Sicherheitsanreizen und risikobasierten Belohnungen für das Protokoll eingeführt haben.
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