Seit der offiziellen Ankündigung der digitalen Währung von Facebook, besser bekannt als Facebook Coin Libra, ist die Kryptowährung zu einem kontroversen Thema geworden. Dies gilt sowohl für Facebook, die Libra Association als auch globale Regulierungsbehörden. Insbesondere Letztere sehen in Libra einen Affront gegen Nationalwährungen und das staatliche Geldmonopol. Daher gibt es in vielzähligen Ländern bereits Ideen, Facebook von der Einführung der Digitalwährung Libra abzuhalten. Während Projektleiter David Marcus weiterhin zuversichtlich ist, dass Libra im nächsten Jahr auf den Markt kommen wird, geben eine Reihe von durchgesickerten Bändern von Mark Zuckerberg einen anderen Hinweis auf die unmittelbare Zukunft der Währung – die Libra Leaks.

Libra Leaks: Zuckerberg und der Facebook Coin

Am gestrigen Dienstag, dem 1. Oktober veröffentlichte die Nachrichtenagentur The Verge eine Reihe von internen Gesprächen zwischen Facebook CEO Zuckerberg und den Mitarbeitern auf Facebook. Aus den Gesprächen können auch einige interessante Details zu Libra entnommen werden.

Im Mittelpunkt der Aufnahmen stehen jedoch zum größten Teil Facebook-Mitarbeiter, die besorgt sind, dass zunehmender Druck und die Forderung nach einer möglichen Zerschlagung der Social Media-Plattform eine düstere Zukunft für das Unternehmen schaffen werden. Forderungen wie diese kommen beispielsweise von der US-Amerikanischen Senatorin Elisabeth Warren; Warren’s Einfluss ist nicht zu unterschätzen. In Anbetracht der Tatsache, dass Warren 2020 Donald Trump aus dem Weißen Haus verjagen möchte, sollten solche Drohungen ernst genommen werden.


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Libra Leaks: Projektstart ohne Libra Coin?

Zurück zu den Libra Leaks: In Bezug auf die Facebook Kryptowährung Libra, hat Zuckerberg verraten, dass er sich einen Projektstart zunächst auch ohne den nativen Libra-Token vorstellen kann.

Die Aussagen von Zuckerberg können wohl so interpretiert werden, als dass das Gesamtprojekt in mehreren Stufen ausgerollt wird und zunächst auf verschiedenen „Spielwiesen“ getestet wird. Wörtlich heißt es:

Aktuell läuft ein Test in Indien. Außerdem arbeiten wir in Mexico und einigen anderen Ländern daran, das Projekt flächendeckend auszurollen. Die Hoffnung liegt darin, das Projekt in einigen Ländern mit bereits existierenden Währungen noch vor Ende des Jahres live zu schalten.

Zuckerberg betone desweiteren die Relevanz des gesamten Ökosystems, das rund um den Facebook Coin aufgebaut wird. So sagt er:

Wir haben dieses größere oder zumindest exotischere Projekt rund um Libra. Es besteht darin, zu versuchen, eine neue Art von digitalem Geld zu schaffen, das global funktionieren kann.

Libra Launch lange im Vorfeld geplant

Mark Zuckerberg erklärte den Mitarbeitern auch, dass Libra bewusst vorzeitig angekündigt wurde. Durch die frühe Ankündigung wollte Zuckerberg sich insbesondere Feedback von der „breiten Masse der Gesellschaft“ zu dem Projekt einholen. So heißt es

Gerade in Bereichen, die sehr viele soziale Aspekte berühren, wollen wir einen beratenden Ansatz verfolgen. Wir wollen nicht einfach aus dem Nichts auftauchen und sagen: ‚Hey, jetzt geht’s los. Hier ist das neue Produkt, deine App wurde upgedated und jetzt kannst du weltweit Libra kaufen und versenden.‘

Zuckerberg äußerte sich mit einem kurzen Satz auf zu dem regulatorischen Gegenwind, den er insbesondere vom US-Kongress und den Europäern, erhält. So sagte er:

Das wird noch eine sehr lange Strecke, die vor uns liegt. Wir haben dies in ähnlicher Weise auch erwartet.

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[Bildquelle: Shutterstock]
QUELLEtheverge.com
Daniel Wenz
Autor
Daniel ist 24, hat einen Bachelor of Science als Wirtschaftsingenieur und ist als Content Creator bei Cryptomonday tätig. Seit 2014 ist er aktiv im Krypto-Sektor unterwegs. Dass es dazu kam, hat er einer Vorlesung zu verdanken, in der über das disruptive Potenzial der Blockchain unterrichtet wurde. Seine Interessen umfassen die Technik und das breite Anwendungsgebiet der Technologie – nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Gesellschaft. Um den Zugang zu diesen komplexen Themen zu erleichtern, hat er selbst ein kleines Startup gegründet. Er beschäftigt sich mit der Verbreitung von BTC-Automaten in Deutschland und wirkte maßgeblich an Videos und Büchern mit.