Libra ist mit großen Plänen Mitte diesen Jahres gestartet. Doch in den letzten Wochen kam für das von Facebook geleitete Projekt immer mehr Gegenwind von Seiten der Regulatoren auf. Neben Paypal letzte Woche, sind am gestrigen Freitag weitere ursprüngliche Schlüssel-Partner ausgetreten: Ebay, Visa, Mastercard, Stripe und Mercado Pago. Die restlichen Partner-Firmen treffen sich nächsten Montag zu einer Sitzung der Assoziation in Genf. Was wird aus Libra?

Schlüssel-Spieler verlassen Libra Projekt

Innerhalb von 2 Stunden verbreiteten sich am Freitag die Nachrichten, dass Libra mit den Zahlungsdienstleistern Visa, Mastercard und Stripe , sowie dem Internet-Riesen Ebay weitere Schlüssel-Spieler verliert. Die Entscheidung der Firmen an Libra nicht teilnehmen zu wollen lassen viele daran zweifeln, dass das Projekt überhaupt zustande kommen wird.

Bereits letzte Woche hatte der erste Zahlungsdienstleister, Paypal, sein Engagement zurück gezogen. In einem Statement sagte ein Sprecher, dass man sich weiter darauf fokussiere eine starke Assoziation aufzubauen, während man versuche „eine sichere, transparente und verbraucherfreundliche Umsetzung eines globalen Zahlungssystems, das finanzielle Hindernisse für Milliarden von Menschen beseitigt“, aufzubauen.


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Libra auf der Kippe? Gegenwind von allen Seiten

Auch, wenn man sich bei der Libra Assoziation weiter optimistisch gibt, steigen die Bedenken, wie erfolgreich das Projekt umgesetzt werden wird. In den letzten Wochen und Monaten haben zahlreichen Regulatoren und Staaten ihre Ungunst geäußert. Frankreich und Deutschland möchten Libra in ihren Ländern überhaupt nicht zulassen. 

So warnten Anfang dieser Woche zwei US-Senatoren Visa, Mastercard und Stripe, ihre Beteiligung am Projekt zu überdenken. Die Senatoren Sherrod Brown aus Ohio und Brian Schatz aus Hawaii teilten mit, dass Libra ein Risiko nicht nur für das Finanzsystem, sondern auch für das weitere Geschäft der Zahlungsunternehmen darstellt:

Wir bitten Sie, sorgfältig zu prüfen, wie Ihre Unternehmen mit diesen Risiken umgehen werden, bevor Sie fortfahren“.

Viele Experten spekulieren darüber, dass die Warnungen seitens der Regulatoren von Anfang dieser Woche die Unternehmen dazu bewogen hat aus Libra auszutreten.

Libra vor entscheidenden Tagen in Genf

Die Nachrichten kommen Tage bevor sich die Libra Assoziation zu ihrem ersten offiziellen Treffen in Genf zusammen finden wird, bei dem ein erster Charter-Vertrag von den Mitgliedern unterschreiben werden soll. Es wird interessant sein zu sehen, ob die Kaskade an Austritten vom Freitag weitere nach sich ziehen wird. Das Libra Projekt steht vor entscheidenden Tagen. Doch wie ein Facebook Executive in einem Post richtig formulierte, bedeutet das noch lange nicht das Ende von Libra:

Ich möchte davor warnen, das Schicksal von Libra in diesem einen Update abzulesen. Veränderung dieser Größenordnung ist schwer. Du weißt, dass du an etwas Wichtigem dran bist, wenn sich so viel Druck aufbaut.

Weitere Partner verlassen Libra. Siehst du das Ende des Projektes oder kann in den nächsten Tagen der Grundstein gelegt werden? Komm in unseren Telegram Chat und tausche dich mit den Experten und der Community aus. Abonniere zusätzlich unseren News Kanal, um keine News mehr zu verpassen.

[Bildquelle: Shutterstock]