Die venezolanische Kryptowährung Petro ist für einige unserer Leser vielleicht schon wieder in Vergessenheit geraten. Als Reaktion auf die Hyperinflation im Lande hat sich Venezuela für eine eigene Kryptowährung starkgemacht: den Petro. Dessen Wertentwicklung ist (zynisch formuliert) wohl an das einzige wertvolle Gut in dem südamerikanischen Land gekoppelt: Öl.

Neben den massiven ökonomischen Problemen sieht sich Venezuela auch vor enormen politischen Herausforderungen. So steht der Amtsinhaber Maduro massivem Widerstand gegenüber. Daher darf man die aktuelle Wohltat, die Kryptowährung Petro an das Volk zu verschenken, wohl auch als Tat zur Besänftigung verstehen.

Venezolanische Kryptowährung Petro im Airdrop

Und so hat Nicolas Maduro nun angekündigt, dem arbeitenden Volk, Rentern und Angehörigen des Militärs zu Weihnachten ein Geschenk der besonderen Art zu geben: die nationale Kryptowährung Petro. Dabei soll jeder Einwohner, der in eine dieser Gruppen gehört, 0.5 Petro erhalten.

In Anbetracht der Tatsache, dass 0.5 Petro bei einem aktuellen Ölpreis von gut 65 Dollar einen Gegenwert von 32,5 USD hat, ist dies ein sehr dekadentes Geschenk. Aufgrund der aktuellen Hyperinflation lässt sich nicht einmal ein richtiger Wechselkurs ausmachen. Fest steht jedoch, dass die 0.5 Petro vielen Familien ‚das Weihnachtsfest versüßen‘.


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Doch auch wenn die Summe als solche in Venezuela viel Geld ist, bleibt die Frage nach der Akzeptanz. So soll es aktuell rund 400 Geschäfte (mehrheitlich in der Hauptstadt Caracas) geben, die den Petro akzeptieren. Damit ist die Kryptowährung noch weit von einer Massenadoption entfernt. Dennoch gibt sie Bürgern die Möglichkeit, dringend notwendige Waren mit der Digitalwährung zu bezahlen.

Um das Weihnachtsgeschenk zu erhalten, müssen sich die Venezolaner jedoch erst die PetroApp herunterladen. Dadurch kann die Kryptowährung dann im Airdrop empfangen werden. Diese Maßnahme soll natürlich auch zur Adoption beitragen. Ironischerweise dient die App gleichzeitig dazu, den venezolanischen Petro gegen Bitcoin, Litecoin oder Dash zu handeln. Dies können jedoch nur diejenigen machen, die das Geld nicht für dringend benötigte Waren oder gar Lebensmittel ausgeben müssen. Und so sieht man wieder, wie gut es uns eigentlich geht.

Präsident Maduro plant angesichts der ökonomischen und politischen Situation einen Airdrop als Weihnachtsgeschenk. Wie denkst du über die venezolanische Kryptowährung und deren Chancen?

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[Bildquelle: Shutterstock]
Daniel Wenz
Autor
Daniel ist 24, hat einen Bachelor of Science als Wirtschaftsingenieur und ist als Content Creator bei Cryptomonday tätig. Seit 2014 ist er aktiv im Krypto-Sektor unterwegs. Dass es dazu kam, hat er einer Vorlesung zu verdanken, in der über das disruptive Potenzial der Blockchain unterrichtet wurde. Seine Interessen umfassen die Technik und das breite Anwendungsgebiet der Technologie – nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Gesellschaft. Um den Zugang zu diesen komplexen Themen zu erleichtern, hat er selbst ein kleines Startup gegründet. Er beschäftigt sich mit der Verbreitung von BTC-Automaten in Deutschland und wirkte maßgeblich an Videos und Büchern mit.