Der Markt der Kryptowährungen ist noch recht jung. Die älteste von ihnen, Bitcoin, ist gerade einmal 10 Jahre alt. Wie so oft hinkt der Gesetzgeber auch in diesem Bereich hinterher. Viele werfen Bitcoin und Co. vor vor allem für illegale Zwecke genutzt zu werden. Dementsprechend laut sind die Stimmen, die eine stärkere Krypto Regulierung fordern. Soweit nichts neues. Nun hat der Vizepräsident des Netzwerks für Finanzintegrität, David Murray, in den USA gefordert, dass die Miner von Kryptowährungen bei regulatorischen Aspekten stärker ins Visier genommen werden sollen.

Krypto: Bösewicht soll Kriminalität unterstützen?

Einige Regierungen sehen Kryptowährungen sehr kritisch. Bitcoin und Co. sind aus Sicht vieler Staaten Konkurrenz zu ihren staatlichen Fiat-Währungen und stellen das Geld Monopol des Staates in Frage. Wenig verwunderlich ist es also, dass gerade aus der Politik immer wieder der Vorwurf kommt, dass Kryptowährungen für illegale Zwecke wie Menschenhandel, Drogengeschäfte oder Ähnlichem genutzt werden. Damit einher geht der Ruf nach einer stärkeren Krypto Regulierung.

Ob die digitalen Währungen tatsächlich für so viele illegale Aktivitäten genutzt werden, wie es oft heißt, sei an diesem Punkt einmal dahingestellt. Fiat-Bargeld hat die höchste Anonymität überhaupt, noch mehr als Bitcoin. Kriminelle nutzen den amerikanische Dollar nachweislich wie keine zweite Währung für illegale Geschäfte. Trotzdem ist die Krypto Regulierung immer wieder ein Thema.

Forderung nach Krypto Regulierung vor einem Komitee des US-Senats

Bei der Diskussion um eine stärkere Regulierung der Kryptowährungen liegt der Fokus zumeist auf Krypto Exchanges. Diese stellen aktuell die „Türsteher zur Krypto-Welt“ dar, weil auf ihnen der Tausch von Fiat-Geld in Krypto stattfindet. In Vielen Ländern ist die Regulierung dieser Stellen des Krypto-Ökosystems bereits eingetreten, wie beispielsweise mit den KYC (Know-your-Customer) und AML (Anti-Money Laundering) Gesetzten in Europa.

Nun hat David Murray, Präsident des Netzwerks für Finanzintegrität (Financial Integrity Network) in Washington vor einem Unter-Komitee des Senats gefordert, dass auch Miner einer Regulierung unterliegen sollen. Konkret spielt er dabei auf ein 50 Jahre altes Gesetz in den USA an.

Dieses Gesetz heißt „Bank Secrecy Act“ und laut technologyreview.com müssen US-Finanzinstitute Richtlinien einführen, die die Regierung bei der Verfolgung von Geldwäsche und anderen Straftaten unterstützen. Es ist durchaus möglich, dass die Regierung dieses Gesetz auf Kryptowährungen wie Bitcoin ausdehnen wird.


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Prüfer von Krypto-Transaktionen in Murrays Visier

Murray empfahl den Verantwortlichen, „die Kryptowährungsvorschriften zu stärken, indem sie eine neue Klasse von Finanzinstituten schaffen: Virtual Asset Transaction Validators“. Im Wesentlichen argumentiert der Vizepräsident, dass ein aktueller Mangel an Überwachung rund um Kryptowährungen in ihrer jetzigen Form einen einfachen Weg für Kriminelle schafft, um „zu operieren“ und es für die Vereinigten Staaten ziemlich „schwierig“ macht, diese Szenarien zu unterbinden.

Sinnvoller oder sinnloser Vorschlag Murrays?

Mit den „Prüfern von virtuellen Transaktionen“, wie Murray sie umschreibt, meint er die Miner. Er fordert im Wesentlichen die Regulierung von Bitcoin und anderen Kryptowährungs-Minern. Doch wie sinnvoll es, das Gesetz auf Krypto Miner anzuwenden?

Im Bitcoin Netzwerk beispielsweise sorgen die Miner dafür, dass neue Transaktionen in die Bitcoin Blockchain eingebaut werden. Dabei ist aber hinter den ganzen Codes keine Transaktion mit einem bestimmten Namen verbunden, sondern nur mit den entsprechenden Private und Public Keys. Diese Pseudo-Anonymität ist es, was Bitcoin gerade ausmacht.

Einer Regulierung der Miner stehen also 2 fundamentale Hindernisse im Weg: Erstens bezieht sich der „Bank Secrecy Act“ nur auf die USA, Miner haben ihre Rechenzentralen aber überall auf der Welt. Und zweitens stellt sich die Frage, wie Miner für eine stärkere Regulierung zur Rechenschaft gezogen werden sollen, wenn diese gar nicht wissen können, von wem die Transaktionen kommen?

Auch, wenn eine stärkere Krypto Regulierung ein notweniger Schritt für die Krypto Adoption ist, weil sie mehr Vertrauen in den neuen Bereich schafft, muss sie natürlich sinnvoll sein. Es schein fast so, als bräuchten manche Verantwortliche eine grundlegende Einführung in das Thema Kryptowährungen und Blockchain.

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[Bildquelle: Shutterstock]

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