Der gestrige Start des Zilliqa (ZIL)-Mainets wurde als erste erfolgreiche Implementierung der Sharding-Technologie in einer Blockchain angekündigt.

Das Zilliqa-Mainnet ging am 31. Januar um 17:00 Uhr deutscher Zeit online. Es enthält eine Vielzahl neuer Funktionen, darunter Sharding – eine Skalierungslösung -, die sowohl für den regulären Zahlungsverkehr als auch für Smart Contract Transaktionen eingesetzt wird.

Das in Singapur ansässige Projekt hat sich in den letzten 18 Monaten langsam weiterentwickelt, zunächst als Ethereum-basiertes Testnetz und nun als eigenes Blockchain-Netzwerk. Obwohl die Einführung des Mainets ursprünglich für das dritte Quartal 2018 geplant war, hat Zilliqa es auf den gestrigen Tag verschoben. Bereits im November wurde die dritte Version des Testnets veröffentlicht.

Zilliqa Mainnet zeigt – Sharding funktioniert

Ein Konzept, das in einer akademischen Arbeit begann, Zilliqa – ein Play-on-Wort über „Silica“ – entwickelte sich in erster Linie als Implementierung der Sharding-Technologie.

Sharding teilt die Rechenlast von Blockchain-Transaktionen effektiv auf. Knoten schaffen Konsens in kleineren Gruppen und machen Transaktionen schneller und billiger, als wenn sie vom gesamten Netzwerk verarbeitet werden würden.

Das Entwicklungsteam von Zilliqa gab bereits im April bekannt, dass das Netzwerk bis zu 2.000 Transaktionen pro Sekunde (TPS) verarbeiten kann. Das sind deutlich mehr als bei Bitcoin mit 7 TPS oder ein Ethereum ohne Sharding mit 15 TPS. Die netzwerkeigenen, fehlerresistenten ‚Scilla‘ Smart Contracts können auch Sharding verwenden.

Kommt Ethereum zu spät zur Party?

In einem Statement gerichtet an die Crypto-Medien lies der CEO und Mitbegründer von Zilliqa, Xinshu Dong, heute Morgen verlauten, dass der Launch die erste Einführung von Sharding darstellt: Ein wichtiger Meilenstein bei der Skalierbarkeit von Blockchains.

Heute machen wir einen Schritt in Richtung unserer Vision, innovative, blockchainbasierte Lösungen für reale Probleme zu ermöglichen. Zilliga ist mit dieser Einführung nun die erste öffentliche Blockchain-Plattform, die erfolgreich Sharding implementiert hat, um eine der größten Herausforderungen für die Einführung von Blockchain im Mainstream zu bewältigen – Skalierbarkeit.

Viele Entwickler aus der Ethereum Community bemühen sich momentan darum, dass Sharding auf Ethereum als Teil des Casper-Protokolls implementiert wird. Das Ganze wird allerdings noch seine Zeit dauern, denn Casper wird nach aktuellem Stand nicht vor 2020 erwartet.

Abzuwarten bleibt, ob Ethereum bis dahin seine Relevanz halten kann. Jüngst sind bereits immer mehr dApps auf TRON überlaufen. Mit dem erfolgreichen Mainnet Start von Zilliqa könnte die Blockchain dank ihrer Sharding-Implementierung ebenfalls besonders attraktiv auf viele dApp-Entwickler wirken.

Denkst du Ethereum wird es möglich sein rechtzeitig seine Skalierungsprobleme zu lösen? Lass uns deine Meinung wissen und diskutiere mit unserer Community auf Telegram!

[Bild: Shutterstock]

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