Erst gestern haben wir über das Thema diskutiert, ob und wie sich BTC von dem Internet lösen kann. Ein wichtiger Akteur in dieser Hinsicht ist die kanadische Firma Blockstream. Deren CEO, Adam Back (der im Übrigen auch den Hashcash Algorithmus erfand), meldete sich nun auf Twitter zu Wort und kritisierte den Ripple CEO Brad Garlinghouse hinsichtlich der XRP Verkäufe.

Nach den Worten von Adam Back benutze Garlinghouse die Gelder aus dem ‚Dumping der XRP‘, um damit BTC zu kaufen. Werfen wir einen Blick auf die Anschschuldigungen und deren Hintergründe.

Ripple CEO Garlinghouse als Bitcoin Maximalist?

Adam Back, der Geschäftsführer der kanadischen Firma Blockstream, ist mit Sicherheit ein gebildeter Mann. Back, der einen Doktortitel im Bereich der Informatik hält, erfand den Hashcash-Algorithmus und hat mit Blockstream eine für das Bitcoin-Ökosystem relevante Firma geschaffen.

Mit den aktuellen Aussagen über den Ripple CEO Garlinghouse erweckt Back jedoch den Eindruck als ginge es ihm um mehr als sachliche & fundierte Kritik. Schauen wir uns zunächst an, was Back über Garlinghouse schrieb und was er zu kritisieren hatte.

Die Ausgangssituation sieht wie folgt aus: Larry Cermak verfasste gestern einen Tweet als Reaktion auf ein aktuelles Interview zwischen CNN und dem Ripple CEO Garlinghouse. In diesem Interview betonte Garlinghouse, dass Ripple den XRP Preis nicht kontrollieren könne. Cermak wiederum nahm diese Aussagen als Anlass für Kritik.

So sagte er, dass fast alles, was Garlinghouse in diesem Interview von sich gebe, einer Lüge entspreche. Die XRP Investoren würden die Aussagen jedoch ohne weiteres hinnehmen. Adam Back wiederum griff diese Kritik auf und schrieb folgenden Tweet:

Wahrscheinlich ist er also doch Pro-BTC und wahrscheinlich staked er mit den premined XRP, die er auf den Markt wirft, nur BTC.

Kurzum: Garlinghouse überschwemme nach der Ansicht von Back den Markt mit seinen XRP, die er und Ripple aus dem Nichts geschaffen haben. Von diesem eingenommen Geld kaufe er selbst BTC.


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In dubio pro reo – Im Zweifel für den Angeklagten

Wie wir bereits sehen, liefert Back keinerlei Beweise für seine These. Vielmehr benutzt er in seinem Tweet einmal das englische Wort ‚likely‘ und zum anderem Mal das Wort ‚probably‘. Wenn ich dies interpretieren sollte, würde ich sagen, dass Back in dieser Hinsicht keine Ahnung hat und auch keine  Argumente hinsichtlich seiner These liefern kann. Anders formuliert: wilde Spekulation.

Fest steht, dass Garlinghouse in der Vergangenheit bereits gesagt hatte, dass er an Bitcoin glaube. Er betonte außerdem, dass er zwischen BTC und Ripple keine Konkurrenz sehe, da beide verschiedene Nischen belegten und daher andere Zielgruppen ansprechen. Aus dieser Aussage abzuleiten, dass Garlinghouse XRP nur als Vehikel nutzt, um BTC zu kaufen ist jedoch mehr als vage.

In diesem Sinne gilt also das alte lateinische Sprichwort „in dubio pro reo“ – im Zweifel für den Angeklagten.

Wie denkst du über die Aussagen des Blockstream CEO Adam Back? Ist der Ripple CEO Garlinghouse in dieser Hinsicht unschuldig oder ist der Verdacht begründet?

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[Bildquelle: Shutterstock]

Daniel Wenz
Autor
Daniel ist 24, hat einen Bachelor of Science als Wirtschaftsingenieur und ist als Content Creator bei Cryptomonday tätig. Seit 2014 ist er aktiv im Krypto-Sektor unterwegs. Dass es dazu kam, hat er einer Vorlesung zu verdanken, in der über das disruptive Potenzial der Blockchain unterrichtet wurde. Seine Interessen umfassen die Technik und das breite Anwendungsgebiet der Technologie – nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Gesellschaft. Um den Zugang zu diesen komplexen Themen zu erleichtern, hat er selbst ein kleines Startup gegründet. Er beschäftigt sich mit der Verbreitung von BTC-Automaten in Deutschland und wirkte maßgeblich an Videos und Büchern mit.