Japans Krypto-Giganten arbeiten an neuen Blockchain- und NFT-Projekten

Japan (Symbolbild)

Eine Gruppe von Japans größten Krypto-Händlern bereitet sich auf neue Schritte in den Bereichen NFT und Blockchain vor. Es handelt sich um solche Größen wie Rakuten, Line und Coincheck, die im Moment an neuen Projekte arbeiten.

Rakuten betreibt eine der größten E-Commerce-Plattformen des Landes sowie einen E-Pay-Service, eine Kryptobörse und einen Streaming-Dienst. Das Unternehmen gab kürzlich in einer Pressemitteilung bekannt, dass es im nächsten Jahr (2022) eine NFT-Geschäftseinheit einführen wird. Die Rakuten NFT wird sich auf Sport- und Unterhaltungsangebote konzentrieren und im Frühjahr 2022 ihr Debüt geben.

Das Unternehmen unterhält bereits eine Reihe von Geschäftsbeziehungen im Sportbereich. Es sponsert eine Fußballmannschaft in den japanischen Ligen und ist derzeit Trikotsponsor des Fußballriesen FC Barcelona. Außerdem betreut es eine Reihe von Unterhaltungsdiensten, darunter Rakuten TV.

Rakuten hat erklärt, dass sein neuer Geschäftszweig einen traditionellen NFT-Marktplatz mit einer Verkaufsplattform kombinieren würde. Die Händler werden eine Möglichkeit haben, NFTs auf der Plattform auszugeben und zu vertreiben, ohne ihre eigene Technologie entwickeln zu müssen. Das Unternehmen hat auch erklärt, dass NFTs auf der Plattform mit Rakuten-Punkten gekauft werden können.

Rakuten scheint auch auf der Suche nach neuen Krypto-Talenten zu sein. Vor einigen Wochen deutete eine Stellenausschreibung auf LinkedIn darauf hin, dass das Unternehmen nach neuen Mitarbeitern für sein Blockchain-Labor in Tokio sucht. In ähnlicher Weise hat auch Line eine Stellenanzeige veröffentlicht, in der es heißt, dass es sein Blockchain-Team aufstocken möchte.

Line ist eine Chat-App, die von 84 Millionen Handy-Nutzern in Japan verwendet wird. Es wird derzeit nach Entwicklern für die App gesucht, die in Tokio aeinem Blockchain-Hauptnetz, an Smart Contracts, Konsensalgorithmen und den Token-Economy-Plänen für Line arbeiten können. Am Dienstag wurde bekannt gegeben, dass Line seine eigene NFT-Kollektion Line Friends NFT auf den Markt bringen wird – eine Kollaboration mit der beliebten Emoji-Serie des Unternehmens.

Line wurde vom Tech-Giganten Naver gegründet, hat aber kürzlich mit Yahoo Japan fusioniert.

Eine der größten Kryptobörsen Japans Coincheck, die zur Monex Group gehört, hat kürzlich eine NFT-Kooperation mit Modemarken angekündigt. Eine dieser Marken ist Tomo Koizumi. Sie hat Looks für Größen wie Lady Gaga und die japanische Sängerin Misia entworfen. Sie trug ein Kleid von Tomo Koizumi bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele 2020 in Tokio.

Coincheck hat vor kurzem seinen neuen NFT-Marktplatz ins Leben gerufen, der Plattformen für kulturelle Inhalte aus den Bereichen J-Pop, Manga, Anime, Drama und Sport bieten wird.

Diese Schritte sind zweifellos wichtig, aber erst vor zwei Wochen wurde Japans größte Kryptobörse Liquid von Hackern angegriffen, die Kryptowährungen im Wert von fast 100 Millionen Dollar stahlen. Liquid ist in über 100 Ländern auf der ganzen Welt tätig. Wollen sich japanische Krypto-Giganten möglicherweise darauf vorbereiten, zuverlässigere Plattformen zu schaffen und Finanzen der Händler besser zu schützen?