Anfang des Jahres beklagte die italienische Kryptowährungsexchange BitGrail einen Hack, bei dem die Börse den Verlust von NANO (XRB) Token im Wert von über 170 Millionen US-Dollar. Nun reichten die Anwälte der betroffenen Investoren vor Gericht einen Konkursantrag ein.

Francesco „The Bomber“ VS. NANO

Anfang dieses Jahres war nicht nur Japans Börse Coincheck von Hacks in größerem Ausmaß betroffen. Nachdem die Börse BitGrail im Februar den Verlust von circa 17 Millionen NANO Token bekannt gab, begann eine wahrliche Schlammschlacht. BitGrail Gründer Francesco Firano bedauerte via Twitter, das verlorene Geld nicht zu 100 % erstatten zu können und beschwerte sich darüber, dass die Entwickler von NANO nicht kooperationsbereit seien.

Die italienische Exchange für Kryptowährungen machte auch in anderen Zusammenhängen nicht immer einen blütenreinen Anschein, berichtete TechCrunch.

BonelliErede VS. Francesco „The Bomber“

In der Zwischenzeit haben sich die von dem jüngsten Hack betroffenen Investoren zusammengetan und die italienische Anwaltskanzlei BonelloErede beauftragt, sich dem Fall anzunehmen. Diese kündigte am Freitag via Reddit dessen Übernahme an.

Die Kanzlei reichte laut Berichten von Cointelegraph nun Klage und einen entsprechenden Konkursantrag gegen BitGrail ein.

Laut eines Medium Posts der BitGrailVictimsGroup ist BitGRail Gläubiger Espen Enger Initiator der Klage, der sich mittlerweile über 3000 Kläger angeschlossen haben sollen.

Francesco Firano sieht sich derzeit scheinbar keiner großen Unterstützergemeinde gegenüber seiner Börse. Einer eigens von ihm gestarteten Umfrage auf seinem Twitter Account zufolge sähen knapp 80 % der Teilnehmer BiGrail lieber konkurs, als wiedereröffnet.

[Bild: Tupungato/ Shutterstock.com]
QUELLECointelegraph
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Lara zieht als als Product Ownerin und Redakteurin die Fäden hinter den Kulissen von Base58. Als Marketing- und Content-Managerin für einen Coworking Space und Startup-Hub mit Fokus auf Innovation, fand sie ihre Begeisterung für die Blockchain-Technologie und Kryptowährungen. Lara studierte Islamwissenschaften, Politikwissenschaft und Internationale Beziehungen und arbeitete als Dozentin sowie an interdisziplinären Forschungsinstituten.