Das United States House Financial Services Committee wird am 17. Juli eine Anhörung über die von dem Social Media-Giganten Facebook vorgeschlagene virtuelle Währung Libra abhalten, so eine Pressemitteilung vom 24. Juni. Die Anhörung wird sich im Detail den Auswirkungen von Libra auf Nutzer, Investoren und das amerikanische Finanzsystem widmen.

Die Ankündigung erfolgt über die Ausschussvorsitzende Maxine Waters, die zuvor Facebook aufgefordert hatte, die Arbeit an Libra einzustellen, bis der Kongress und die Regulierungsbehörden die Möglichkeit hatten, den Vorschlag zu prüfen:

Facebook Coin Libra: Maxine Waters fordert Anhörung

Maxine Waters ist offenbar eine Frau der Tat und so folgte auf ihre Ankündigung nun auch eine tatsächliche Anhörung. Im Originalen sagte sie hierzu:

Given the company’s troubled past, I am requesting that Facebook agree to a moratorium on any movement forward on developing a cryptocurrency until Congress and regulators have the opportunity to examine these issues and take action.

Anhand des Titels unter dem die Anhörung am 17. Juli stattfindet, lässt sich bereits einiges über den Inhalt erahnen. So wird es um die Frage gehen, welche Auswirkungen Facebooks Kryptowährung Libra auf Nutzer, Investoren und das amerikanische Finanzsystem haben wird. Die am 17. Juli stattfindende Anhörung läuft konkret unter dem Titel:

Examining Facebook’s Proposed Cryptocurrency and Its Impact on Consumers, Investors, and the American Financial System.

In ihrer öffentlichen Erklärung, kommentierte Waters außerdem auch das Fehlen einer einheitlichen Regulierung des Kryptowährungsmarktes. Sie sagte diesbezüglich, dass die Regulierungsbehörden die Pläne von Facebook für Libra „als einen Weckruf betrachten sollten, um ernsthaft über die Datenschutz- und nationalen Sicherheitsbedenken, Cybersicherheitsrisiken und Handelsrisiken, die von Kryptowährungen ausgehen, nachzudenken“.

Damit die Anhörung am 17. Juli auch ein „voller Erfolg“ werden kann, soll es am Vortrag eine Sitzung mit dem Titel „Untersuchung der von Facebook vorgeschlagenen Überlegungen zur digitalen Währung und zum Datenschutz“ geben, in dem die Mitglieder des Senats über die Einzelheiten von Libra informiert werden.

Europäer fordern auch Regulierung von Libra

In Europa herrscht hierzu ein ähnliches Bild. Frankreich leitet aktuell die Bemühungen zur Einrichtung einer internationalen Task Force, die sich auf die Regulierung von Kryptowährungen über die Zentralbanken konzentriert. Die Task Force soll ein G7-Ausschuss sein, der unter Benoit Coeure, einem Vorstandsmitglied der Europäischen Zentralbank, tätig ist.

Frankreich ist außerdem dagegen, dass Libra als souveräne Währung fungiert. Besorgt ist es vor allem über die Einhaltung geltender Vorschriften, wie beispielsweise der Gesetze zur Bekämpfung der Geldwäsche.


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Man sollte sich den 17. Juli vielleicht doch im Kalender markieren; denn ein negatives Ergebnis der Anhörung könnte durchaus zu einer Regulierung von Libra führen. Endet dies gar in einem Verbot von Libra für den US-Amerikanischen Markt könnte Facebooks Ausflug in die Welt der Kryptowährungen aufhören, bevor er überhaupt richtig begonnen hat.

Bis dahin empfehlen wir euch folgende Artikel, um euch bereits ein umfassendes Bild über die Auswirkungen und das Potential von Facebooks Coin zu machen.

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[Bild: Shutterstock]
Daniel Wenz
Autor
Daniel ist 24, hat einen Bachelor of Science als Wirtschaftsingenieur und ist als Content Creator bei Cryptomonday tätig. Seit 2014 ist er aktiv im Krypto-Sektor unterwegs. Dass es dazu kam, hat er einer Vorlesung zu verdanken, in der über das disruptive Potenzial der Blockchain unterrichtet wurde. Seine Interessen umfassen die Technik und das breite Anwendungsgebiet der Technologie – nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Gesellschaft. Um den Zugang zu diesen komplexen Themen zu erleichtern, hat er selbst ein kleines Startup gegründet. Er beschäftigt sich mit der Verbreitung von BTC-Automaten in Deutschland und wirkte maßgeblich an Videos und Büchern mit.