Der Mitbegründer von Ethereum gibt sich außerordentlich selbstbewusst. Auf dem Deconomy-Forum in Seoul hielt Joseph Lubin eine Rede. Dabei sprach er von den grundlegenden Herausforderungen für die Blockchain in der Zukunft. Auch zu Plänen für Ethereum 2.0 äußerte er sich. Dabei handle es sich um ein Upgrade, dass der Ethereum-Blockchain einige Verfeinerungen bringen werde.

Besonders hellhörig ließ er die Anwesenden mit einer mutigen Aussage werden. Lubin kündigte an, ein globaler Überweisungsträger werden zu wollen. Dabei nahm er kein Blatt vor den Mund. Geschlossene Systeme, sind aus seiner Sicht korrupt und ineffizient. Er wünsche sich eine Welt, in der die Hauptabrechnungsebene ganz klar dezentralisiert ist. Wörtlich sagte er Folgendes:

Geschlossene Plattformen fördern Korruption und Ineffizienz. Die Weltwirtschaft ist vollgepackt mit unsachgemäßen Manipulationen der Märkte aufgrund von Plattformbindung oder -eroberung… Während wir die Welt “tokenisieren“, werden gut ausgestattete Finanzhäuser und Händler keine Mühe scheuen, die Märkte zu manipulieren, um Gewinne oder politische Vorteile zu erzielen. Wir wollen nicht, dass die liquiden Deep-Token-Märkte der Wirtschaft der nächsten Generation ähnlich anfällig sind. Wir dürfen nichts anderes als eine maximal dezentrale Basis als grundlegende Abrechnungsbasis für die Weltwirtschaft wählen.

Warum nicht IBMs Fabric und R3s Corda?

Auch zu den anderen möglichen Plattformen äußerte sich Lubin. Dabei nannte er klare Gründe, warum sie nicht als sinnvolle Alternativen zu Ethereum in Frage kämen. Hier seine Meinung dazu im Wortlaut:

Vielleicht IBMs Fabric? Es besteht keine Chance, dass es sich über relativ kleine Netzwerke für private, zugelassene Systeme hinaus entwickelt. Fabric kann Token erzeugen, aber nur in sehr engem Rahmen. Die Fabric-Technologie fördert die Plattformbindung. R3`s Corda? R3’s Corda ist eine von der Blockchain inspirierte Software. Hauptsächlich für Anwendungen in der Bankenbranche. Es geht mehr um eine eindeutige Vertrauensbasis, als um eine gemeinsame Quelle der Wahrheit. Corda kann Token erstellen, aber ebenfalls nur für eng begrenzte Situationen. Die Corda-Technologie fördert die Plattformanbindung.


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Warum nicht EOS?

EOS war zuletzt in den Fokus der Diskussion geraten. Das lag daran, dass Huobi vorgeworfen wurde, Handel mit Stimmrechten betrieben zu haben, um Gewinne zu erzielen. Doch darauf geht Lubin nicht ein. Für ihn ist die Plattform einfach nicht wirklich dezentralisiert und könnte aus seiner Sicht externer Kontrolle unterstehen.

Wie es mit EOS aussieht? Wie endlos diskutiert wurde, ist eine Plattform, die von 21 Krypto-Bros gesteuert wird, einfach nicht ganz so dezentralisiert. Sie können sich zusammentun und zensieren, wenn sie wollen. Regierungen und andere gut ausgestattete Akteure können sie bestechen oder zwingen, gegen ihren Willen und gegen das Wohlergehen und die Sicherheit der Menschen zu handeln, welche die Plattform nutzen.

Lubin richtet den Blick auf Ethereum 2.0

Zurück zu Ethereum 2.0. Lubin ist sich darüber im Klaren, wie viel Arbeit auf ihn zukommt. Aber er weiß auch, was für ein einzigartiges Level an Leistung Ethereum erreichen kann.

Ethereum 2.0, Polkadot und Dfinity haben ähnliche Grundstrukturen und Fähigkeiten und werden wahrscheinlich etwa zur gleichen Zeit veröffentlicht werden. Mein Fokus ist allerdings auf Serenity (Ethereum 2.0) gerichtet, um voll funktionsfähig zu sein und von vielen früher als diese nächste Generation von Architekturen verwendet zu werden.

Die Planung und der Bau einer Plattform erfordern einen enormen Arbeitsaufwand, aber auch der Start einer Arbeitsplattform ist ein enormer Aufwand… Es erfordert eine enorme Menge an Arbeit und Netzwerkeffekt, um ein Ökosystem aufzubauen, sodass das Ökosystem von Ethereum zu diesem Zeitpunkt um Welten größer sein wird als die beiden anderen und bereits eine hohe Skalierbarkeit auf Ebene zwei aufweisen wird.

Eine vollständige Abschrift von Lubins Rede ist auf Decrypt verfügbar. Lubin sprach kürzlich auch auf der SXSW 2019, das Video sehen sie hier.

Keynote: Joseph Lubin | SXSW 2019


Ethereum ETH Kurs steigt noch dieses Jahr auf 2090 DollarAnfang April haben wir von der gewagten Prognose von ScienceGuy berichtet. Dort hieß es, dass der Ethereum Kurs die 2.000 USD knacken werde. Bis zum 24. April 2019 soll es einen rasanten Anstieg des ETH Kurses geben.Nun scheint es, als sei der Ausbruch etwas verfrüht eingetreten. Mehr lesen.


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