Ethereum-Entwickler haben eine Senkung des Block Rewards von 3 auf 2 ETH pro Block gefordert. Zudem soll die Erhöhung der Schwierigkeit herausgezögert werden.

In Kürze könnten die Bestätigungszeiten bei Ethereum deutlich steigen. Grund ist eine Protokollregel, die die Schwierigkeit des Mining erhöht um Anreize für einen Wechsel auf Proof-of-Stake zu schaffen.

Die entsprechenden Anpassungen sollen allerdings nicht vor dem kommenden Jahr geschehen, so dass auch die Schwierigkeitsanpassungen noch verzögert werden müssen. Die Block Rewards sollten außerdem reduziert werden, wie ein Antrag von Entwicklern verrät:

„Um die Stabilität des Systems zu gewährleisten, würde eine Reduzierung der Block Rewards, die die Verzögerung durch die Eiszeit [Details zur Ethereum-Eiszeit] angleicht, das System im gleichen Zustand wie zuvor halten. Zudem würde dies die Wahrscheinlichkeit verringern, dass ein von Minern getriebener Chainsplit geschieht.“

Finale Phase des Ethereum-Updates eingeläutet

Das Metropolis genannte Update geht gerade in die zweite und finale Phase. Voraussichtlich bis zur Devcon im Oktober könnte laut Ethereum-Entwickler Hudson James der Metropolis Constantinople-Hardfork stattfinden.

Zuletzt wurden die Block Rewards im Oktober gesenkt, von 5 auf 3 ETH. Viele Nutzer von ETH scheinen die Anfrage zu unterstützen, es gibt allerdings auch Kritiker. Was für die Anpassung spricht ist die langsame Senkung der Block Rewards bis zur vollen Implementiertung von Casper, dem in Entwicklung befindlichen Proof-of-Stake-Protokoll. Zielvorgabe sind gerade einmal 0,6 ETH für Proof-of-Work-Miner sowie zusätzliche 0,22 ETH für Proof-of-Stake-Teilnehmer, also insgesamt 0,82 ETH.

Zur gleichen Zeit hat Ethereum derzeit mit hohen Transaktionskosten zu kämpfen. Grund hierfür seien Spam-Transaktionen im Netzwerk.

[Bild: Inked Pixels/Shutterstock]
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Kathrin ist Redakteurin für Base58. Kathrin hat Anglistik und Literaturwissenschaften an der Ruhr-Universität in Bochum studiert und entdeckte schon früh ihr Interesse an journalistischer Arbeit. Seit über zehn Jahren arbeitet sie für verschiedene Verlage und ist spezialisiert auf Themen aus den Bereichen Forschung, Wissenschaft und Technik. Auf Grund ihres technischen Hintergrunds interessiert sie sich vor allem für Blockchain-Anwendungsfälle.