Wie Bloomberg Politics mitteilt, bereitet die regierende Partei Partido Popular (PP) des Premierministers Mariano Rajoy Gesetze vor, die Unternehmen aus dem Kryptowährungs- und Blockchainbereich steuerlich begünstigen sollen. Spanien will dadurch Unternehmen überzeugen, sich in Spanien anzusiedeln.

Ein Thema ist die Steuerfreiheit, z.B. soll ein Schwellenwert festgelegt werden, unterhalb dessen Investitionen in Kryptowährungen der Steuerbehörde nicht gemeldet werden müssen.

Weitere Regelungen beziehen sich auf Finanzierungsinstrumente für Startups. Die Wertpapieraufsichtsbehörde Spaniens arbeitet derzeit an einer Reihe von Maßnahmen um Investoren und Anleger vor unsicheren Kryptowährungen und ICOs zu schützen.

Die Partido Popular möchte Blockchain-Experten einzuladen, um die Regulierungsmaßnahmen anderer Länder, wie z.B. der Schweiz, zu analysieren. Teodoro Garcia Egea, der die Gesetzesvorlage vorbereitet, beschreibt eines der Ziele des Gesetzesvorhabens:

“We want to set up Europe’s safest framework to invest in ICOs”.

Die Regularien sind Teil eines Gesetzespakets, welches Steuervergünstigungen für Unternehmen bietet, die in neue Technologien wie 3D-Druck oder Big Data investieren. Die Regierung verspricht sich dadurch einen Wachstumstreiber für die Bereiche Finanzen, Gesundheit und Bildung.

Die Regierung hofft, das Gesetz noch dieses Jahr zu verabschieden.

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Valerie ist Redakteurin für Base58. Seit dem DAO-Hack 2016 interessiert sie sich für die Auswirkungen der Blockchain-Technologie auf die Gesellschaft. Valerie studierte Politikwissenschaft und Soziologie. Sie arbeitete in verschiedenen Unternehmensberatungen und schrieb bereits für ein netzpolitisches Online-Magazin. Sie engagiert sich darüber hinaus in der netzpolitischen Szene zu rechtlichen und politischen Regularien der Blockchain.