Das Bekanntwerden des Cryptopia Hack ist nun kaum 2 Wochen alt, da haben die Hacker bei Cryptopia wieder zugeschlagen. Laut Elementus wurden dabei weitere 1.675 Ether (ETH) bzw. 181.000 USD entwendet. Doch wie ist das möglich? Hatte die Crypto Börse ihre Dienste nicht bereits abgeschaltet? Wir klären auf.

1.675 ETH aus 17.000 Wallets gestohlen

Wie ein Bericht von Elementus nun zeigt, scheinen die Cryptopia Hacker den Bitcoin Exchange noch voll im Griff zu haben. In ihrem Block Post veröffentlichte Elementus eine entwendete Geldmenge von 1.675 ETH, umgerechnet ca. 181.000 USD. Das Problem hierbei ist ganz einfach zu erklären, die Hacker hatten bei ihrem Angriff Anfang Januar die private Keys entwendet, dies wurde auch von Cryptopia bestätigt:

„Der/ die Hacker hat die privaten Schlüssel und kann aus jeder Cryptopia-Wallet nach Belieben Geld abheben.“

Elementus sagte auch, dass einige Wallets immer noch Einzahlungen erhalten. Dies könnte darauf hindeuten, dass viele Benutzer noch nicht von dem Hack erfahren haben oder ihre Funds nicht pflegen.

„Die meisten Gelder kommen aus Mining-Pools. Vermutlich werden diese Zahlungen im Namen von Minern geleistet, die sich dafür entschieden haben, ihre Belohnungen automatisch per „Direkteinzahlung“ zu erhalten und diese inzwischen vergessen haben.“

Cryptopia Hack beziffert sich auf ca. 16 Mio. USD

Letzte Woche veröffentlichte Elementus eine weitere Analyse, die den Hack nochmal im Detail durchleuchtet hat. Das Ergebnis zeigt, dass Ether (ETH) und ERC-20-Token im Wert von etwa 16 Millionen Dollar aus Cryptopia-Wallets gestohlen wurden. 

Diese Zahl wurde von Cryptopia bisher weder bestätigt noch veröffentlicht. Die Crypto Börse lässt seine geschädigten User seit dem „Shutdown“ ratlos zurück. Das was bleibt ist ein Hack, der laut Cryptopia zu „erheblichen Verlusten“ führte. Auch wenn Binance einige der gestohlenen Funds einfrieren konnte, als die Hacker versuchten diese bei Binance zu veräußern, bleiben wohl viele User auf ihren Verlusten sitzen. Auch wenn die neuseeländische Polizei den Fall derzeit untersucht und dabei laut eigener Aussage „gute Fortschritte“ macht.

Deine Private Keys gehören dir! – #OwnYourKeys

Am 03. Januar hatte die Bitcoin und Crypto Community im Zuge des 10 jährigen Bitcoin Jubiläums noch dazu aufgerufen seine Coins von den Exchanges zu entfernen und in eigenen Wallets zu speichern. Unter dem #OwnYourKeys gab es viele Aufrufe sich dieser Bewegung anzuschließen, um sich von den zentralisierten Systemen zu entfernen und die Vision von Bitcoin zu leben. Ironischerweise war dort Cryptopia bereits auffällig geworden, da durch ein einfrieren mancher Wallets keine Abhebungen möglich gewesen sein soll. Bittere Ironie, dass danach der Hack folgte. Aber auch einmal mehr ein Beweis dafür, dass der einzig sichere Platz für Kryptowährungen die eigene Wallet ist. Am besten in einem sog. Cold Storrage, wie einer Hardware Wallet von Trezor oder Ledger.

Unsere Meinung: Deine Keys gehören dir! Trage dafür auch die Verantwortung und lass nur wenige bis keine Funds auf den Exchanges.

Wie sieht’s bei euch aus? Wo haltet ihr eure Funds? Welche Wallets (Hot vs. Cold) nutzt ihr? Diskutiert gerne mit uns zu diesem oder zu anderen Themen in unserem Telegram Channel!

[Bild: Shutterstock]
QUELLEcoindesk
Mirco Recksiek
Autor
Mirco ist Mitgründer und Project Lead des CryptoMonday. Er ist bereits seit vielen Jahren in der Blockchain & Crypto Szene aktiv und seit 2 Jahren auch in diesem Bereich beruflich tätig. Sein Schwerpunkt als Berater bei KI-decentralized liegt dabei in der Tokensierung von Assets, Tokenomics, Blockchain-based Business Models. In seiner Freizeit ist er im Namen des CryptoMonday in allen Städten Deutschlands als Speaker und Moderator aktiv.

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