John McAfee ist für seine waghalsigen Aussagen bekannt, gerade im Bereich Crypto. Nun sagt er etwas zur Crypto-Steuer – und dass er seit 8 Jahren schon keine Steuererklärung eingereicht hat.

Crypto-Steuer und die Behörden

Mit seinen 73 Jahren ist McAfee nicht ruhiger geworden. Erst kürzlich ließ er auf Twitter einen weiteren Sturm der Empörung los. Der Grund sind die Steuern auf Crypto. Er selbst zahlt nach eigenen Aussagen keine. Er hält dafür, nach seinen Aussagen, gute Gründe bereit:

  1. Besteuerung ist illegal
  2. Er hat angeblich bereits Millionen gezahlt, aber keinen Service dafür bekommen
  3. Er hat es satt Geld zu machen
  4. Er lebt von dem Geld was McAfee Inc. einspielt
  5. Sein Netto-Einkommen sei negativ

Die US-Bundessteuerbehörde IRS habe es dabei besonders stark auf ihn abgesehen. Er fordert sie heraus ihn strafrechtlich zu verfolgen.

Ich habe 8 Jahre lang keien Steuererklärung eingreicht. Warum? 1: Besteuerung ist illegal. 2: Ich habe bereits Millionen gezahlt und bekomme keine Dienstleistungen. 3. Ich habe es satt Geld zu machen/ bin fertig damit. Ich lebe von den Einnahmen von McAfee Inc. Mein Netto-Einkommen ist negativ. Aber ich bin ein Hauptziel für die IRS. Hier bin ich (kommt doch).

McAfee ließ bisher nicht von weiteren Provokationen ab. Unter anderem bezeichnete er die Bundessteuerbehörde als „SS-ähnliche Organisation der Regierung“. Angeblich habe er sich sein ganzes Leben lang auf diesen Kampf vorbereitet:

Ich habe mich mein ganzes Leben lang auf diesen Kampf vorbereitet. Wir werden diese korrupte und wahnsinnige Regierung nicht ohne Kampf stürzen können.

McAfee als Opfer der Finanzkrise 2008

Es ist teilweise nachvollziehbar, dass McAfee schlecht auf Steuer- und Finanzbehörden zu sprechen ist. Es wird davon ausgegangen, dass er während der Wirtschaftskrise 2008 einen Großteil seines Vermögens verloren hat. Auf dem Höhepunkt seines Reichtums soll sein Netto-Vermögen 100 Millionen US-Dollar betragen haben.

Nun macht er mit seiner Bekanntheit Geld, was ihm nicht zuletzt den Beinamen „Crypto Shill“ gegeben hat. „Shill“ bezeichnet eine Person oder ein Ereignis, dass die Bekanntheit eines Coins oder Projektes erhöhen soll, ohne meist einen Mehrwert zu beinhalten. Auf McAfees Webseite ist zu finden, dass er für einen Tweet satte 105.000 US-Dollar nimmt. Ob das seiner Glaubwürdigkeit so gut tut?

IRS durchsucht Börsen

Die amerikanische Bundessteuerbehörde IRS wurde im Februar 2018 für eine Durchsuchung von Nutzerdaten auf der Börse Coinbase bekannt. Rund 13.000 Nutzerdaten wurden abgefragt und steuerlich überprüft. Auch Bitcoin-Enthusiast Andreas Antonopoulos war damals betroffen.

Habe heute eine Nachricht von Coinbase erhalten, dass mein Konto eins der 13.000 ist, die an die IRS per Gerichtsbeschluss übergeben wurden.

Bin nicht überrascht, ich wusste ich würde dabei sein. Falls ihr euch wundert, ich habe eine Steuererklärung eingereicht und meine Steuern auf meine Bitcoin-Gewinne bezahlt.

Trotz der dezentralen Natur der Kryptowährungen sind Gewinne und Verluste steuerlich geltend zu machen. Den meisten sind lediglich Steuern auf Gewinne bekannt, doch besonders in Deutschland können Verlustvorträge für das nächste Jahr ebenfalls eingetragen werden.

Sind Steuern wirklich illegal? Wie seht ihr das? Sollte McAfee svielleicht in den ersehnten Ruhestand gehen? Schreibt uns einen Kommentar.

[Bild: Shutterstock]

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