Wie sagt man so schön: „die Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich.“ Kein Wunder also, dass man immer wieder das gleiche Muster erkennt, wenn es um Fortschritt und Weiterentwicklung geht. Die, die gut am Status quo verdienen oder andere Interessen haben, diesen beizubehalten, äußern sich immer wieder negativ über die jeweilige Innovation. Kutschen-Fahrer haben damals auch keinen Sinn in der Erfindung des Automobils gesehen. So passt es ins Bild, das Institutionen aus der traditionellen Finanzwelt immer wieder negative oder sogar abfällige Bemerkungen über Kryptowährungen äußern. Mit solchen Aussagen kommen immer wieder amüsante Crypto News zustande. So auch nun wieder durch einen Sprecher von SWIFT geschehen.

Kryptowährungen sind „unnütz“

Das ist die Aussage eines Sprechers von SWIFT, dem weltweit größten Netzwerk für Finanztransaktionen. Sie wurde bei einer kleinen Veranstaltung getätigt, die eigentlich dazu gedacht war einige Neuigkeiten zu der „Sibos“ (einer großen Messe des Finanzwesens) bekannt zu geben die SWIFT Ende September in London veranstaltet. Genauer führt der Sprecher seine Argumentation mit den folgenden Worten aus:

Sie verlieren an Wert wie ein Jojo, sie sind nutzlos und instabil. Und selbst, wenn Crypto-Unternehmen sie stabil machen, ist es immer noch ein Korb von Währungen.

Lediglich für Facebooks Libra hat er einige lobende Worte übrig. Über den restlichen Crypto-Bereich denkt er, dass dieser „Zahlungen kurzfristig gesehen nicht beeinflussen wird“. Da der Sprecher mit seiner Aussage alle Kryptowährungen außer Facebooks Libra über einen Kamm schert, muss man sich fragen, auf wie vielen Fakten und auf wie viel Meinung sie beruht. Es gibt schließlich mittlerweile über 2500 Stück, mit sehr vielen Unterschieden.


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Crypto News Auslöser: Wer oder was ist SWIFT?

Die Aussage wurde von einem Sprecher von SWIFT getätigt, einer Organisation, die aus der traditionellen Finanzwelt (noch) nicht wegzudenken ist. SWIFT steht für „Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication“. Dabei handelt es sich um eine Genossenschaft im Besitz von Banken und Sitz in der EU. Die Organisation betreibt ein besonders sicheres Telekommunikationsnetzwerk (SWIFTNet), das ca. 11.000 Banken weltweit für Finanztransaktionen und Nachrichtenverkehr nutzen. Dabei werden über das Netzwerk jeden Tag ca. 36 Billionen Euro verschickt, viele davon über Ländergrenzen hinweg.

Wer den oberen Abschnitt aufmerksam gelesen hat, dem fällt eines auf: die Beschreibung der Organisation hört sich sehr ähnlich zu einer Beschreibung des Netzwerkes von einigen Kryptowährungen, wie Bitcoin oder Ripple an, nur eben etwas größer. Interessanterweise soll SWIFT an einer Lösung arbeiten, die internationale Finanztransaktionen von Banken in unter einer Minute ermöglicht.

Welches Interesse hat SWIFT?

Man muss also kein Branchen Insider sein, um zu sehen, das SWIFT eindeutig zu den Nutznießern des traditionellen Finanzsystems gehört, welches Kryptowährungen in den letzten Jahren durch alternative Lösungen immer mehr herausfordern. Es dürfte also klar sein, dass SWIFT ein Interesse daran hat den aktuellen Zustand (Status quo) im Finanzsystem beizubehalten und durch eine Massen Adoption von Bitcoin und Co. stark unter Druck geraten würde.

Spekulation ist natürlich, ob die Verantwortlichen bei Swift tatsächlich nichts von Kryptowährungen halten oder nur so tun, um in ihrer Außenwirkung möglichst souverän zu sein. Klar ist jedoch, dass es sich entweder um Ignoranz oder Angst handeln muss. Beides wirft ein fragwürdiges Licht auf die Zukunft einiger traditioneller Finanzinstitutionen. Gleichzeitig ist es ein Lob für den gesamten Crypto-Bereich, denn solche Aussagen sind ein Zeichen, dass Kryptowährungen ernst genommen werden und vielleicht sogar ein bisschen Angst und Schrecken verbreiten.

Was hälst du von den Aussagen des Swift Sprechers? Macht sich bei dir Empörung breit oder kannst du sie verstehen? Komm in unseren Telegram Chat und tausche dich mit den Experten und der Community aus. Abonniere zusätzlich unseren News Kanal, um keine News mehr zu verpassen.

[Bildquelle: Shutterstock]

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