Eine Reihe von staatlichen Pensionsfonds stützen einen von Morgan Creek Digital gegründeten Risikokapitalfonds in Höhe von 40 Millionen US-Dollar. Interessant ist die Nachricht, da der Fonds sich auf Investitionen im Crypto-Bereich konzentriert. Diese Entwicklung markiert das erste Engagement der US-amerikanischen Pensionsfonds im Bereich der Kryptowährungen.

40 Millionen Dollar fließen aus der Pensionskasse in Crypto

Morgan Creek Digital gab am gestrigen Dienstag den Start eines 40-Millionen-Dollar-Kryptowährungsfonds bekannt. Getragen wird der Fonds hauptsächlich von zwei staatlichen Pensionsfonds. Der Ankündigung zufolge sind die  Fairfax County Employee und Fairfax County Police Pension Plans die beiden größten Investoren des Fonds. Beide zusammen verwalten ein Anlageportfolio im Wert von rund 1,2 Milliarden US-Dollar.

Sie sind der erste öffentliche Pensionsfonds, der in Kryptowährungen investiert. Ein bemerkenswerter Meilenstein für die aufstrebende Industrie.

In einem Gespräch mit Bloomberg erklärte der Gründer von Morgan Creek Digital, Anthony Pompliano, dass der Fonds in Blockchain-Startups und Kryptowährungen investieren würde.

Der neue Fonds hat bereits in namhafte Unternehmen wie Bakkt und Coinbase investiert. Derzeit werden die Anlagebedingungen nicht öffentlich bekannt gegeben. Pompliano hat jedoch angegeben, dass es sich bei dem Fonds um eine Zweckgesellschaft handelt. Berichten zufolge soll der Fonds nicht nur Investitionen in Unternehmen tätigen, die aus der Crypto-Szene kommen. Einen Teil des Vermögens soll auch direkt in Kryptowährungen wie Bitcoin angelegt worden sein.

Die Institutionen werden nicht erst kommen, sie sind bereits hier

Viele Crypto-Kritiker versäumen es in der Regel nie, auf das Fehlen öffentlicher Pensionsfonds als Investoren in der Arena der Kryptowährungen hinzuweisen. Bereits im Januar brachten die Analysten von JPMorgan wiederholt hervor, dass ihrer Meinung nach Bitcoin nur in einer Dystopie wertvoll sein könne.

Ihrer Meinung nach sei eine gesunde Skepsis gegenüber dem Wert von Kryptowährungen in den meisten Umgebungen angebracht. Eine Ausnahme stelle lediglich eine dystopische Umwelt, die durch den Verlust des Vertrauens in alle wichtigen Währungsreserven gekennzeichnet ist.

Demnach reichen das Auftreten extremer wirtschaftlicher Situationen wie Markteinbrüche oder Rezessionen nicht aus, um die Nützlichkeit von Bitcoin zu erhöhen. Der Meinung der Analysten von JPMorgan nach, sei es in solchen Zeiten nah liegender, auf Instrumente mit größerer Liquidität zurückzugreifen.

Das nun aber zwei staatliche Pensionskassen aktiv in Kryptowährungen und Crypto-Startups investieren, zeigt, dass Bitcoin möglicherweise ein viel größeres Potential inne hat, als vielen es lieb ist. Normalerweise führen Kritiker die Zurückhaltung von Pensionsfonds bei der Investition in Kryptowährung unter anderem auf Manipulation, Volatilität und mangelnde Sicherheit zurück.

Laut Pompliano könnten Cryptos allerdings als tragfähige Absicherung für Fonds gegen eine bevorstehende US-Rentenkrise dienen. Für ihn ist die Nachricht über die Pensionsfonds ein gewaltiger Gewinn für die Kryptowährungen. Seiner Meinung nach zeige die Nachricht, dass die Institutionen nicht erst kommen werden, sie sind bereits hier.

Im Interview mit Bloomberg sagte der Gründer von Morgan Creek Digital, dass in der institutionellen Welt der Glaube bestehe, dass die Crypto-Industrie, sofern sie noch lange bestehen wird, sehr wertvoll sein wird. Das Smart Money wird nicht durch den Preis abgelenkt, sondern betrachtet die langfristigen Trends.

Glaubst du, dass diese Entwicklung dazu beitragen wird, dass Kryptowährungen in den Augen anderer zurückhaltender Mainstream-Investoren verbessern wird? Teilen Sie uns Ihre Meinung in den Kommentaren unten mit. Lass uns deine Meinung wissen und diskutiere mit unserer Community auf Telegram!

[Bild: Shutterstock]

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