Nachdem Visa Inc. bereits im Oktober 2016 eine neue B2B-Zahlungsplattform angekündigt hatte, wurde diese laut einer Pressemitteilung am heutigen Mittwoch, dem 11.06.19 eingeführt. Mit der nun veröffentlichen Zahlungsplattform können Finanzinstitute grenzüberschreitende Zahlungen mit hohem Volumen schnell und sicher abwickeln.

Wir haben uns Visa mal genauer angeschaut und alles in einem Video zusammengefasst:

Visa sagt Kryptowährungen mit eigenem Blockchain Projekt den Kampf an

Visa geht mit einem neuen blockchain-basierten Zahlungsservice in Betrieb.

Der neue Zahlungsdienst trägt den Namen Visa B2B Connect und wurde Seite an Seite mit der Blockchain-Firma Chain entwickelt. Zum Start des Dienstes können Unternehmen Zahlungen an 30 Märkten leisten – zunächst werden die wichtigsten Handelsachsen abgedeckt. Gleichzeitig soll das Netzwerk bis Ende 2019 auf 90 Märkte ausgeweitet werden.

Visa entwickelte den Service speziell für bereits bestehende Firmenkunden. Andere Finanzinstitutionen wie beispielsweise Banken können den Service in Zukunft jedoch auch nutzen.

Das grundsätzliche Prinzip des Services ist einfach erklärt und lässt sich am Besten mit Hilfe nachfolgender Grafik verstehen:

visa-b2b

Grenzüberschreitende Zahlungen als ‚Unique‘ Selling Point (USP)

Wie bereits in der Einleitung erwähnt, ist das Core-Feature der Zahlungsplattform, die Möglichkeit grenzüberschreitende Zahlungen zwischen Banken einfach und effizient zu lösen. Kevin Phalen, SVP und Global Head of Business Solutions, äußerte sich wie folgt:

Durch die Schaffung einer Lösung, die direkte Bank-zu-Bank-Transaktionen ermöglicht, beseitigen wir Spannungen, die mit den wichtigsten Problemen der Branche verbunden sind.

Gleichzeitig erklärte Phalen weiter, dass das Netzwerk derzeit nicht vollständig auf einem verteilten Ledger basiert. Im Gegenteil: das Produkt ist nicht vollständig dezentralisiert und Visa hat die ‚Kontrolle‘ darüber. Dennoch wurde die Technologie von vielen Unternehmen und sogar Regierungen eingesetzt und angenommen. Auch von Industrievertretern und Top-Managern hört man viele lobende Worte für das Projekt. So sagte beispielsweise Marie Wick, General Manager bei IBM Blockchain:

In der Zusammenarbeit mit Visa B2B Connect kombinieren wir die Stärken des weltweit führenden Anbieters für elektronische Zahlungen mit der anerkannten Expertise von IBM bei der Skalierung der Distributed-Ledger-Technologie. Dies ist ein einzigartiges Beispiel dafür, wie eine Blockchain-basierte Architektur dazu beitragen kann, B2B-Wertschöpfungsketten zu transformieren – weil sie weltweit sichere und transparente Transaktionen ermöglicht

Distributed Ledger Technologie (DLT) Bestandteil vieler Firmen

Veranwortlich für das Produkt ist neben Visa vor allem deren Partner Chain. Denn diese Firma hat viel an dem neuen Visa B2B Connect Projekt und seinen ersten Versionen gearbeitet. Neben Chain, hat Visa sich übrigens auch an Hyperledger Fabric gewandt. Zwischen Visa und Chain besteht bereits eine „längere“ Partnerschaft seit das riesige Finanzunternehmen im Jahr 2015 in einer Finanzierungsrunde 30 Millionen Dollar in Chain investiert hatte. Bereits im November 2017 wurde die Plattform als Pilotprojekt zum Testen von Bank-zu-Bank-Verbindungen gestartet.

Die Idee einen Distributed Ledger im Finanzmarkt einzusetzen, ist hingegen nicht neu. So gibt es bereits  mehrere traditionelle Finanzunternehmen, die mit der Distributed-Ledger-Technologie (DLT) und digitalen Währungen arbeiten. JP Morgan Chase zum Beispiel kündigte an, dass es an einer digitalen Währung namens JPM Coin gearbeitet hat und dass sie für Kunden des Unternehmens verwendet werden könnte.

Auch Facebook, das kein Finanzunternehmen ist, wird bald seine eigene Digitalwährung veröffentlichen. Welche Auswirkungen dies haben könnte und was wir darüber denken, erfährst du in unserem Artikel Crypto News: 6 Prognosen zu Facebooks GlobalCoin.


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Blockchain Marktpotential beträgt 125 Billionen Dollar

Laut Forbes beziffert Visa das Marktpotential für die zukünftigen Anwendungen von Blockchain-Technologie mit 125 Billionen Dollar. Visa hingegen fokussiere sich mit seiner B2B-Zahlungsplattform lediglich auf ‚high-value‘ Transaktionen ab ca. 15.000 USD, so Kevin Phalen. Wörtlich sagte er:

Visa B2B Connect konzentriert sich auf die Durchführung von ‚high-value‘ B2B-Transaktionen ab ca. 15.000 $, was einem Anteil von ca. 10% am grenzüberschreitenden Markt von 125 Billionen $ entspricht

Was denkt ihr über den neuen Zahlungsservice von VISA? Seht ihr eine Konkurrenz für bestehende Coins wie XRP oder glaubt ihr, dass der Service keine Auswirkungen auf Crypto haben wird? Diskutiert mit uns in unserem Telegram Chat und abonniert unseren News Kanal.

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[Bild: Shutterstock, Visa.de]

 

QUELLEVisa Pressemitteilung
Daniel Wenz
Autor
Daniel ist 24, hat einen Bachelor of Science als Wirtschaftsingenieur und ist als Content Creator bei Cryptomonday tätig. Seit 2014 ist er aktiv im Krypto-Sektor unterwegs. Das es dazu kam, hat er einer Vorlesung zu verdanken, in der über das disruptive Potenzial der Blockchain unterrichtet wurde. Seine Interessen umfassen die Technik und das breite Anwendungsgebiet der Technologie – nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Gesellschaft. Um den Zugang zu diesen komplexen Themen zu erleichtern, hat er selbst ein kleines Startup gegründet. Er beschäftigt sich mit der Verbreitung von BTC-Automaten in Deutschland und wirkte maßgeblich an Videos und Büchern mit.

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