Der Bitcoin-Mining-Experte Bitmain soll im vergangenen Jahr in etwa so viel eingenommen haben wie der Hardwarehersteller Nvidia. Laut Analysten soll die Bruttomarge bei 75%, die operative Gewinnmarge bei etwa 65% liegen – das entspricht rund drei bis vier Milliarden US-Dollar.

Die Schätzungen zum Umsatz des Bitcoin-Miners Bitmain haben Analysten von Bernstein Research herausgegeben. Im gleichen Zeitrahmen soll die operative Gewinnmarge des Grafikprozessorherstellers Nvidia bei rund 3 Milliarden US-Dollar gelegen haben. Die Anlaufzeit hierfür ist allerdings eine andere: Während des Nvidia bereits seit 24 Jahren auf dem Markt ist, habe Bitmain erst vor rund vier Jahren ihren Betrieb aufgenommen.

Bitmain seit 2013 im Geschäft

Das Unternehmen wurde 2013 in Peking von Johann Wu und Miere Zahn gegründet, seitdem sind sie zu einem der führenden Unternehmen im Bereich Bitcoin-Mining geworden. Das Geschäftsmodell umfasst mehrere Unternehmensbereiche, vom Verkauf von speziellen Computerchips bis hin zu voll ausgestatteter Ausrüstung im Kostenbereich zwischen mehreren hundert bis mehreren tausend US-Dollar. Daneben betreibt Bitmain Mining Pools.

Ein Grund für die hohen Umsatzzahlen ist der exponentielle Anstieg des Preises für Bitcoin, weshalb Bitmain seine Mining Pools bei gleichbleibenden Produktionskosten deutlich teurer verkaufen konnte.

Optimierung bei Chipfertigung, Erweiterung des Portfolio

Bei Bernstein rechnet man damit, dass Bitmain die Chipherstellung spezieller Miningchips anführen sowie einige der hauseigenen Chips auf 10 Nanometer- oder sogar 7 Nanometer-Fertigungstechnik überführen. Um den regulatorischen Fallstricken – chinesische Behörden haben ICO verboten – im eigenen Land zu entfliehen, wurden bereits im April 2017 ein Tochterunternehmen in Israel eröffnet sowie Mining-Farmen in Kanada und der Schweiz hochgezogen. Zudem wurde das Portfolio um Ethereum und Monero erweitert.

[Bild: zhu difeng/Shutterstock.com]
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Kathrin ist Redakteurin für Base58. Kathrin hat Anglistik und Literaturwissenschaften an der Ruhr-Universität in Bochum studiert und entdeckte schon früh ihr Interesse an journalistischer Arbeit. Seit über zehn Jahren arbeitet sie für verschiedene Verlage und ist spezialisiert auf Themen aus den Bereichen Forschung, Wissenschaft und Technik. Auf Grund ihres technischen Hintergrunds interessiert sie sich vor allem für Blockchain-Anwendungsfälle.