BitcoinSV (BSV) steht im Rampenlicht, seit der Fork von der Bitcoin Cash (BCH) Blockchain unter der Leitung von Craig Wright, Jimmy Nguyen und Calvin Ayre durchgeführt wurde. Seit diesem Moment gab (und gibt) es viele Gerüchte, Unstimmigkeiten und Schlagzeilen zu BSV selbst oder dessen Führungsriege. Nun gibt es neue spannende Beobachtungen beim Transaktionsvolumen.

Denn das Transaktionsvolumen im BSV-Netzwerk wird immer abhängiger von Walen. Kevin Rook berichtete auf Twitter, dass 86,4 Prozent des BSV-Volumens (vom 24. Juni 2019, also gestern) aus den Top-100-Transaktionen stammen.

BSV Transaktionsvolumen wird von Whales dominiert

Nachdem nun die Details zur Verteilung des Transaktionsvolumens im Netzwerk bekannt wurden, scheint es offensichtlich zu sein, dass das aktuelle BitcoinSV-Netzwerk sehr (vielleicht auch zu) stark von Wal-Aktivitäten abhängig ist.

Zur Erinnerung: Das Ziel von BitcoinSV ist es, die Infrastruktur zu schaffen, die erforderlich ist, um Unternehmen die digitale Währung zur Verfügung zu stellen. Konträr dazu, kann man sagen, dass Bitcoins ursprüngliches Motiv (unter anderem) darin bestand, ein integrativeres Finanzsystem zu schaffen. Wie? Indem wirtschaftliche Nebenwirkungen (beispielsweise Inflation) die Kaufkraft nicht untergraben. BSV hingegen ist „die Unternehmensmünze, die reguliert werden will.“


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Dabei hat BSV, BTC und BCH als Konkurrenten gemieden. Er konkurriert eher gegen Coins á la Libra und JPM Coin um Marktanteile; der einzige Unterschied ist die Verfügbarkeit für die Öffentlichkeit.

Als der Hardfork stattfand, zogen viele überzeugte Befürworter der Dezentralisierung von BCH auf BSV um. BCH musste sich auf Grund des Konzepts der „automatic checkpoints“ einiger Vorwürfe unterziehen, die die automatischen Kontrollpunkte als Vorwand für eine Zentralisierung und Verhinderung von Block-Reorgs sahen.

Der große Rest, der bei BCH blieb, konnte jedoch nicht mit der unvermeidlichen Dominanz umgehen, die nChain über das BSV-Netzwerk haben würde (und auch hat). Denn die Dezentralisierung der Entwicklungsaktivitäten ist möglicherweise wichtiger als die Verteilung der Miningpower. nChain kontrolliert nämlich so gut wie alle Entwicklungen des BSV, wodurch Upgrades und Verbesserungen der Blockchain weitestgehend zentralisiert werden.

BSV-Befürworter Calvin Ayre mined Bitcoin (BTC)

Der Eigentümer von CoinGeek und einer der größten Befürworter des BSV, Calvin Ayre, hat öffentlich erklärt (oder zugegeben?), dass er BTC mined und diese gegen BSV verkauft. Diese Idee sei so gut, dass er sie gleich auch allen anderen Minern empfiehlt („which all miners should be doing“). Damit bestätigt er auch indirekt den Mangel an Rentabilität beim BSV-Mining. Man könnte seine Aussage auch so interpretieren, als dass er es für nicht notwendig hält, Ressourcen zur Sicherung der BSV-Blockchain aufzuwenden.

Die Frage, die sich mir in diesem Zusammenhang stellt: Wenn selbst der Leiter von CoinGeek und gleichzeitig einer der größten Befürworter von BSV keinen großen Anreiz darin sieht, BSV zu minen – wer dann?


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BitcoinSV (BSV) mit guter Performance in den letzten 45 Tagen

In den letzten 45 Tagen stieg BitcoinSV dennoch um fast 300 Prozent und hat somit eine aktuelle Marktkapitalisierung von 4,3 Milliarden Dollar. Zugegebenermaßen war eine Investition in BSV in den letzten Wochen äußert profitabel und die Performance (gerade im Vergleich zu einem Coin wie XRP) sehr gut. Während eine Investition zwar profitabel war, könnte das inhärente Risikos von BSV die zukünftige Rendite deutlich reduzieren.

Ein gutes Beispiel hierfür ist der kürzliche Preisanstieg über den wir berichteten. Maßgeblicher Einfluss dieses Pumps waren nämlich Fake News in China, dass die US-Regierung Craig Wright als Satoshi anerkannte.

Was denkst du über das Transaktionsvolumen von BSV? Ist es wirklich ein Ghost-Coin, der künstlich am Leben gehalten wird oder siehst du Potential? Diskutiere mit uns in unserem Telegram Chat und abonniere unseren News Kanal.

[Bild: Shutterstock]
QUELLEbtcmanager
Daniel Wenz
Autor
Daniel ist 24, hat einen Bachelor of Science als Wirtschaftsingenieur und ist als Content Creator bei Cryptomonday tätig. Seit 2014 ist er aktiv im Krypto-Sektor unterwegs. Dass es dazu kam, hat er einer Vorlesung zu verdanken, in der über das disruptive Potenzial der Blockchain unterrichtet wurde. Seine Interessen umfassen die Technik und das breite Anwendungsgebiet der Technologie – nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Gesellschaft. Um den Zugang zu diesen komplexen Themen zu erleichtern, hat er selbst ein kleines Startup gegründet. Er beschäftigt sich mit der Verbreitung von BTC-Automaten in Deutschland und wirkte maßgeblich an Videos und Büchern mit.